Folge 7: Tür und Tor geöffnet hat Green Care-Bäuerin Conny Rohrmoser
Shownotes
In dieser Folge erzählt Conny Rohrmoser, wie aus ihrem landwirtschaftlichen Betrieb ein Green Care-Hof mit tiergestützter Intervention geworden ist. Als Bäuerin, ausgebildete Elementarpädagogin, Fachkraft für tiergestützte Intervention und zertifizierte Nutztierprüferin verbindet sie Landwirtschaft mit sozialem Engagement und das auf einem Hof, auf dem Mutterkuhhaltung, Obstbau und Grünland genauso zum Alltag gehören wie Kühe und Kälber, Esel, Schweine, Ziegen und Katzen. Rohrmoser berichtet, wie ihre geprüften und trainierten Therapietiere ganz besondere Begegnungen ermöglichen und welche Wirkung diese auf Kinder und Jugendliche mit motorischen Schwierigkeiten, Behinderungen oder psychischen Problemen haben. Sie spricht außerdem darüber, was es ihr bedeutet, den Hof auch einmal loszulassen und Urlaub zu machen, Vertrauen aufzubauen und Zeit für sich selbst zu haben. Und sie verrät, was für sie der schönste Moment ihrer Arbeit ist.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Podcast wird
00:00:01: ihr präsentiert
00:00:01: von Maschinenring.
00:00:04: Mein Name ist Sabine Kronberger und mein Herz schlägt für die Landwirtschaft, besonders für die Bäuerinnen unseres Landes.
00:00:10: Wie diese Frauen ihr vielfältiges Leben gestalten, Verantwortung übernehmen und landwirtschaftlichen Betrieben ihre Handschrift verleihen beleuchten wir im Podcast der Bauernzeitung.
00:00:19: Dafür öffnen uns die Bäueren Tür-und Tor.
00:00:22: Wir treten neugierig ein und nehmen dich mit wenn es heißt Hoftor auf!
00:00:28: Tür und Tor geöffnet hat uns heute.
00:00:31: Ich bin die Conny Rormosa, bin der Horm in St.
00:00:34: Johann am Reiterhof, bin da Boerin, bin Elementarbädagogin ausgebildete Fachkraft für tiergestützte Intervention und betreibt dort ganz viele verschiedene Standbeine gemeinsam mit meinem Mon, meine Söhne!
00:00:47: Also, das sind schon mal so viele Hüter die du gleichzeitig trägst und dabei hast du noch so viele vergessen.
00:00:52: Man kommt hier auf diesen Hof und man sieht sofort auf deinem Hof die wunderschönen Schilder, Green Care Betrieb, tiergestützte Pädagogik
00:01:01: d.h.,
00:01:02: Du bist
00:01:03: eine, die sich den Menschen und gleichsam den Tieren verschrieben hat hier auf diesem Hof?
00:01:07: Warum?
00:01:07: Es
00:01:08: kommen wir ein bisschen aus meinem Grundberuf.
00:01:10: ich bin Elementarpädagogin.
00:01:11: Ich bin leidenschaftliche Kindergärtnerin gewesen, wie ich noch in meinem Beruf gestanden bin.
00:01:16: Wie ich dann am Hof hergekommen bin und mal über den Sohn auf die Welt gekommen ist, habe ich gewusst dass ich die Leidenschaft zu dem Menschen nicht aufgeben will.
00:01:23: Und so hat sich das irgendwie völlig umgeplant entwickelt, dass unser Hof eigentlich geöffnet ist für viele Menschen und dass hier Kindern Jugendlichen auch Urlaubsgäste viele glückliche Stunden verbringen können.
00:01:36: Das heißt, du hast dich bewusst entschieden nach dem Hof zu öffnen.
00:01:39: Also sozusagen ins private Feld auch Menschen hereinzulassen, die eigentlich nicht aus deiner engsten Familie kommen?
00:01:45: Warum entschließt man sich dazu?
00:01:48: Es ist oft so eine Frage.
00:01:49: wir haben uns eigentlich das nicht geplant.
00:01:51: es wurde ja auch der pädagogische Hof nicht geplanet.
00:01:53: Es hat sich einfach ergeben und wie Du richtig sagst ich liebe die Menschen und ich habe einfach immer ein Verbindung gehabt zu Kindern und Menschen.
00:02:00: eine logische Konsequenz.
00:02:02: Und das war auch nicht geplant, sofort zu viele Kinder und Gäste am Hof zu haben sondern die Sozi entwickelt über die Jahre und auch mit den Erfahrungen, die man macht wenn Menschen so einen am Hof kommen.
00:02:13: Die Hoftür zu öffnen ist eigentlich nicht schwierig, wenn es Angebot stimmt oder wenn die Liebe zur Landwirtschaft und dem Menschen stimmt.
00:02:20: Du hast diese tiergestützte Intervention, sozusagen für dich als logische Vorzeitung deiner Elementarpädagogik-Ausbildung und deiner Liebe zu den Menschen gemacht.
00:02:29: Heute sind wir zu dir auf den Hof gekommen und du hast genauso einen vollen Tag mit deinem vollen Programm schon absolviert.
00:02:35: Gerade vor uns sind Hofgäste angekommen die Urlaub am Bauernhof hier machen.
00:02:40: Am Vormittag hattest du noch eine tiergestückte Intervention.
00:02:43: danach war auch eine Wandergruppe da mit denen du mit den Eseln spazieren gegangen bist.
00:02:48: wie stelle ich mir bei dir einen durchschnittlichen Arbeitstag vor.
00:02:50: Genauso?
00:02:51: Ja, gefühlt!
00:02:53: Aber ich könnte es mir anders nicht vorstellen.
00:02:55: Ich mag das auch einen gefüllten und gut strukturierten Arbeitstag zu haben und alles was man gerne macht ist eigentlich keine Belastung sondern das macht man mit dem Herzen und bereitet Freude.
00:03:05: und meine Tage sind schon gut gefüllt.
00:03:07: Auch nicht nur mit Arbeitsterminen, sondern auch im Ehrenamt wenn ich als Bäuerin oder als Ortsbäuerin unterwegs bin in verschiedenen Funktionen aber Zu Hause zu sitzen und alles noch verschlossen zu halten, das wäre nicht die keine Raumuhr.
00:03:22: Was ist dieses Besondere an dieser tiergestützten Intervention?
00:03:27: Ich frage ganz ein Lob überhaupt nicht, minder schätzig oder abschätzig?
00:03:31: ist es ein bisschen spartieren gehen mit Tieren, ist es etwas streicheln was vielleicht auch viele glauben... Oder was ist es?
00:03:38: Hol uns hinein!
00:03:38: Das ist wirklich eine gute Frage weil viele glauben da legt man sich ja Stunden auf dem Esel und dann sind viele Probleme gelöst.
00:03:45: Die tiergeschützte Intervention Ich arbeite vor allem mit landwirtschaftlichen Nutztieren, weil ich natürlich aus dem landwirtschaftlichem Sektor komme.
00:03:53: Die Tiere sind ausgebildet und trainiert und auch geprüft.
00:03:56: Das heißt das Ganze muss eine gute Qualität haben.
00:03:59: Dann versteht man unter tiergestützter Intervention nicht nur das Kuschel mit den Tieren schon auch aber auch die Arbeit mit dem Tier für das Tier und rund um das Tier.
00:04:09: Kinder und Jugendliche, die zu mir kommen Irgendeine Geschichte mit, dass Ko jetzt eine Behinderung sei.
00:04:15: Dass Ko sozial Schwieriges umfällt sein, psychische Überlastungen habe ich ganz viel bei meinen Jugendlichen.
00:04:20: im Moment und gemeinsam mit den Tieren probiere ich... eine Besserung herbeizuführen, die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen in den Hilfestellungen zu geben.
00:04:31: Nimm uns einmal ein bisschen mit in die Geschichte von so einer Person ohne Namen oder das irgendwie zuzuordnen aber lass uns hinein spüren.
00:04:39: wie kann sowas aussehen?
00:04:40: wer kommt da welches Problem welche Herausforderung im Leben hat diese Person?
00:04:45: Was ich ganz gerne erzähle, ist immer das Beispiel einer Jugendlichen von mir.
00:04:48: Die kommt jetzt ungefähr seit zwei Jahren zu mir und war damals in eine psychisch sehr instabilen Situation mit Selbstverletzungen, Ritzen, Suizidgefährdung – sie hat auch eine Diagnose mit ADHS.
00:05:02: meines Wissens ganz schön ein Paket für eine fünfzehnjährige oder damals vierzehnjährige, wie sie zu mir gekommen ist.
00:05:10: Auch das Familienumfeld ist meines Wissens nicht ganz einfach – ich kenne die Familie nicht!
00:05:13: Ich kenne nur die Psychologen, die sie
00:05:15: begleitet.".
00:05:17: ist gekommen mit diesem Paket, und wir haben eigentlich viel mit den Tieren gearbeitet.
00:05:21: Du hast eine Zugang
00:05:22: zu dir kam auch über die Psychologin?
00:05:23: Die hat dich empfohlen, ich denke
00:05:25: genau.
00:05:25: also da habe ich schon immer gute Verbindungen zu Psychologinnen, die eben in Familien arbeiten wo auffällige Kinder sind oder schwierige Situationen sind Und mit denen bin ich im verbindung und die kommen zu mir.
00:05:37: und ja diese Jugendliche das war für mich auch total spannend eigentlich mit der zu arbeiten Und sie hat natürlich viele Psychologinnen und andere Therapeuten, die mit ihr arbeiten.
00:05:49: Aber sie kann sich immer mehr öffnen!
00:05:50: Sie kommt oft – und es ist so dieses typische, was viele kennen – mit den Haaren auf zur Vorhang zu.
00:05:55: Die Haare alles ist verschlossen.
00:05:57: Die Körperhaltung ist schlecht in Sicht gezogen, gekräumt.
00:06:00: Kein Lächeln im Gesicht.
00:06:03: Einmal sind wir aus dem Stall gekommen und die Psychologin schaut mich an und sagt «Mach gut, sei Dank, jetzt lacht sie wieder».
00:06:08: Das war für Mädchen.
00:06:09: also irgendwo diese Schau-was-die-Tiere rausmachen... Natürlich mit meinem pädagogischen Wissen und meinen Know-how, wie ich sie begleite.
00:06:16: Und sogar einmal kam von ihr selbst die Rückmeldung, wo es man gesagt hat ... Konni, du bist kein Psychologin.
00:06:23: Du arbeitest nicht psychologisch.
00:06:25: Aber du und deine Tiere unterstützt mich so gut.
00:06:27: Ihr könnt's mir sogar helfen!
00:06:29: Ich fühl mich sowohl, ich fühl mir so geborgen bei euch.
00:06:32: Das ist ein sehr schöner Moment.
00:06:36: Was macht das mit dir?
00:06:38: Wenn du spürst, du kannst so viel Bewegung in Herausforderungen bringen.
00:06:43: Linderung für Probleme, Helligkeit in die Dunkelheit von jungen Menschen auch.
00:06:47: Was ist da dein Beweg runter hinter oder deinen Gefühl, dass bei dir ausgelöst wird?
00:06:53: Also natürlich ein gutes Gefühl.
00:06:55: nun auch!
00:06:57: Ich bin einfach davor so überzeugt, Landwirtschaft kann einfach so viel mehr als wir nur Milch und Fleisch produzieren.
00:07:02: Obwohl ich das nicht schlechtreden will.
00:07:04: Das sind ganz wichtige Faktoren für der Landwirtschaft.
00:07:06: aber das macht mich so glücklich oder zufrieden dass landwirtschaftliche Nutztiere in Verbindung mit fachlichem Wissen soviel bewirken können um Menschen noch so viel Mehr geben als Nur-und Anführungszeichen Grundnahrungsmittel.
00:07:20: Und das bringt mir schon eine gewisse Zufriedenheit.
00:07:23: Du sagst ja auch, dein Mann ist da voll mit von der Partie.
00:07:26: Du bist mit Hans verheiratet.
00:07:28: Das ist sein älterlicher Betrieb auf den du hergekommen bist und erzähl's doch voller Liebe und Freude und Leidenschaft und Wertschätzung für ihn dass er sich eher in dieses Thema Tiere Menschen am Hof so sehr miteinbringt das er eure Urlaubenbahnhofgäste mithineinholt und auch zu den Tieren führt.
00:07:46: hast du ihn da angesteckt oder hast du das schon im Fullpaket beim Verleben mitbekommen?
00:07:52: Und verlieben weiß ich es jetzt nicht so ganz genau.
00:07:55: Also wie du sagst, das ist der älterliche Betrieb von meinem Mond.
00:07:58: Eigentlich war der Betrieb anders strukturiert.
00:08:01: Wie Herrkembin am Hof auch mal ein klassischer Milchviehbetrieb.
00:08:03: Anbindehaltung war damals einfach so Standard und ... Ich glaube, ich habe mir ein bisschen infiziert mit dem ganzen.
00:08:13: Mein Mann ist natürlich schon auch sehr wirtschaftlich denken.
00:08:16: Und irgendwo haben wir ja da gesehen, wo geht die Reise mit der Milch hin?
00:08:20: Wo geht die reise mit anderen Betriebszweigen hin, sei es Urlaub am Bauernhof oder eben auch tiergestützte Interventionen und Schwerbauernhof?
00:08:27: Und wofür steckt das Herz auf alle Fälle?
00:08:29: Und er hat mich eigentlich immer unterstützt.
00:08:31: Er hat eigentlich immer gesehen, dass die Wirtschaftlichkeit passt in diesen Betriebszweigen Geld verdienen.
00:08:37: Ich habe wahrscheinlich gesehen, dass mein Herz absolut in diesen Bereichen schlägt und hat mich da immer sehr unterstützt und wahrscheinlich habe ich schon ein bisschen mit ins Boot geholt, das er mich auch in diesen Belangen
00:08:46: unterstützt.".
00:08:47: Du bist aber auch eine und das weiß ich, weil wir uns auch schon vor diesem Podcast öfter begegnet sind.
00:08:51: Die großen Wert auf einen professionellen Zugang liegt.
00:08:54: also sei es jetzt deine elementarpädagogischen Themen die du mitbringst sei ist jetzt Umgang mit den Tieren.
00:09:01: Und du bist einer und das weiss ich erst seit kurzem eine von sechs in Österreich auch zertifizierten Nutztierprüferinnen.
00:09:09: um Gottes Willen was ist denn das?
00:09:11: Was macht man da?
00:09:11: Was muss man da können?
00:09:13: Schwieriges Wort nutzt Tierprüferinnen.
00:09:16: In Österreich haben wir eben sechs NutztierprüferInnen, wir sind unterwegs auf österreichischen Höfen kontrollieren die Qualität der Tiere wenn andere Höfe auch tiergestützte Intervention anbieten.
00:09:29: Qualität ist mir immer total wichtig und ich bin einfach eine Verfechterin von Qualität, ganz egal ob das jetzt mit Siegel oder irgendwas ist.
00:09:36: Aber alle Tiere die in der Nutztierprüfung oder in der tiergestützten Intervention eingesetzt werden müssen Qualitätskriterien entsprechen.
00:09:44: Ich bin Nutztierprüferin, das heißt ich bin auf österreichischen Höfen unterwegs.
00:09:49: Schau mir die Tiere vor Ort an ob sie dieser Qualität entsprechen und beurteile dann, ob Sie die Nutztiehrprüfung schaffen oder nicht.
00:09:56: Was muss man erkennen?
00:09:57: Die Männchen
00:09:58: machen Handstandüberschlag, Felgeaufschwung.
00:10:01: Wir haben keine Zirkustiere sondern wir haben landwirtschaftliche Nutztere und das ist mir immer ganz wichtig.
00:10:05: aber die Tiere müssen im Grundcharakter ruhig sein.
00:10:08: Sie müssen sich überall gut berühren lassen.
00:10:10: Sie müssen den Menschen zugetan sein, also sie dürfen nicht schreckhaft davonlaufen.
00:10:14: und dann gibt es auch verschiedene Übungen.
00:10:16: Eine ist laut schreien oder das Tier muss ruhig bleiben.
00:10:18: Einer ist das Tier wegstoßen und das Tier darf nicht tuchtartig davonlauchen oder andere verletzen.
00:10:24: Und dann natürlich schon kleine Lektionen.
00:10:27: heißt das bei uns sei es jetzt gut an der Leine gehen über Hindernisse steigen?
00:10:31: meine Schweine können zum Beispiel Teppiche aufrollen.
00:10:34: Verschiedene Übungen
00:10:35: können Teppiche aufrollen.
00:10:37: Ich wiederhole es jetzt noch mal, ob ich das richtig gehört habe?
00:10:39: Du hast das richtig gehört!
00:10:41: Meine Schweine können Teppe ausrollen und auch wieder aufrollend.
00:10:45: Das sind Übung, die ich mir zu Nutze ziehe wenn ich Kinder habe, die Konzentrationsschwächen haben, die motorische Schwächen haben.
00:10:52: und dabei ist sich jetzt die Katzen in den Schwanz.
00:10:54: Die müssen für das Tier zum Beispiel Futter vorbereiten Äpfel klein schneiden, Brot klein schneide.
00:11:00: Motorisch das schaffen den Teppich aufzurollen.
00:11:03: und dann kommen die Schweine.
00:11:04: und aus Belohnung oder Spaß dürfen die Kinder dann zuschauen wie sie das was sie für das Tier geschafft haben beobachten können und sich gemeinsam mit dem Tieren der Aktion freuen.
00:11:14: Das ist ja faszinierend.
00:11:15: D.h.,
00:11:15: welche Tiere hast du noch?
00:11:17: Außer den Schweinen von den Eseln wusste ich, die Pferde hast du auch oder nicht?
00:11:21: Wir
00:11:21: sind ein Fake-Bauenhof, Reiterhof ist nur der Name und das kommt nicht von den Pferden.
00:11:25: Ah,
00:11:26: gut!
00:11:28: Und du hast Schweine an welchen Tieren?
00:11:30: Ja.
00:11:30: Also geprüft... wir haben in der Urproduktion die Mutterkohaltung eben wo ich auch zwei ausgebildete und trainierte Kühe habe.
00:11:38: Ich hab fünf trainierte Eselen, zwei trainierte Ziegen.
00:11:42: Aktuell habe ich ein trainiertes Hohn, sieben trainierte Kaninchen.
00:11:46: Zwei trainierte Schweine... Ich glaube, ich hab jetzt alles.
00:11:50: Klingt nach viel Trainingsarbeit auch, die du mit den Tieren machen musst?
00:11:54: Heißt das, du musst jeden Tag mit denen üben!
00:11:56: Tiere sind klug.
00:11:58: Also es ist kein tägliches Training.
00:12:00: natürlich wenn man mit Kunden und Kundinnen arbeitet ist ein gewisses Training.
00:12:05: selbst erklären aber dass das Standardtraining ohne die Kinder und ohne die Klientinnen und Klienten ist nicht täglich Aber doch kontinuierlich, man muss immer dranbleiben.
00:12:14: Wurdest du schon für Filme oder Serien angefragt mit der Technik hier drin anzufragen?
00:12:17: Dann schießt mir das mal
00:12:18: in den E-Terminer-Fall!
00:12:19: In
00:12:21: dem nächsten österreichischen Heimatfilm, da wirst du wahrscheinlich dann die Tiere trainieren.
00:12:24: Das haben wir auch damit abgehackt.
00:12:26: Es gibt einen schönen Großbegriff oder einen schöneren Dachbegriff für all das, was Höfe tun wenn sie sich in soziale Richtungen orientieren und das ist der Begriff Green Care.
00:12:39: Und ich hoffe jetzt dass du die bist, die mich quasi hineinführt, was denn das bedeutet?
00:12:43: Und welche Herausforderung es auch für euch als Hof ist ein Green Care Betrieb zu sein?
00:12:48: Green Care ist ein Begriff.
00:12:50: den gibt's jetzt in Österreich... Ich stelle mal plus minus fünfzehn Jahre.
00:12:55: Green Care verbindet langwirtschaftliches mit sozialen Tätigkeiten.
00:13:00: Also in meinen Bereichen der tiergestützten Intervention ist man Green Care Betrieb, wenn man entweder Fachkraft im Sozialen ist – pädagogischen oder psychologisch und Fachkraft in der Landwirtschaft.
00:13:10: Wenn man diese zwei Komponenten erfüllt kann man den Lehrgang für Tiergestützte Intervention machen und sie zertifizieren lassen ein Green Carebetrieb zu sein.
00:13:20: Ich habe jetzt die genaue Zahl im Kopf nicht.
00:13:22: Wir fühlen Österreichs an aber mittlerweile werden es immer mehr Green Care-Betriebe die in verschiedenen Bereichen arbeiten.
00:13:28: Was
00:13:28: gibt es da alles?
00:13:28: Auszeithof zum Beispiel, es gibt die tiergestützte Aktivität... Da haben
00:13:32: auch geriatrische Patienten
00:13:34: oder...?
00:13:34: Genau, z.B.
00:13:35: auch!
00:13:37: Es gibt ja ganz viele verschiedene Bereiche, in denen Blinker eingreift.
00:13:40: Aber es ist immer so diese soziale Komponente in Verbindung mit Bauernhof dabei
00:13:45: Eigentlich eher ein bisschen das, was so viele Menschen vermissen oder sich danach sehnen.
00:13:48: Wir waren ja schon mit diesem Podcast bei vielen Bäuerinnen zu Gast und wir hören immer wieder, dass wildfremde Menschen – besonders auch bei BäuerInnen die Social Media aktiv sind oder in der Öffentlichkeit sichtbar sind – immer wieder anfragen kann ich bei euch am einen Tag vorbeikommen?
00:14:00: Kann ich hier meinen Tag
00:14:01: mitarbeiten?".
00:14:01: Ich stelle mir das alles so schön vor!
00:14:03: Die Idylle wo immer die Wiese grün unter Himmel blau und die Tiere nett und fröhlich sind.
00:14:09: Erlebst du das auch?
00:14:10: Du bist ja auch im digitalen Raum in den letzten Jahren viel sichtbärer
00:14:13: geworden.".
00:14:14: dass Menschen sich an dich werden und sagen, ich würde gerne mal einen Tag mit dabei sein.
00:14:19: Ich glaube die Sehnsucht nach Natur- und Naturverbundenheit, diese Urinstinkte, denen uns Menschen alle schlummern irgendwo sind schon in vielen Menschen Gott sei Dank noch vorhanden.
00:14:31: Es kommen immer wieder Menschen, die einfach sagen dürfen wir im Bauernhof besuchen?
00:14:36: Aber wir sind kein Tiergarten wo man nur kommen kann und gehen kann.
00:14:40: also das ... kann man gerne genießen bei einem Urlaub am Bauernhof oder mit einer so wie heute geführten Wanderung, wo ein Angebot bucht.
00:14:48: Aber diese Naturverbindung oder Liebe zu den Tieren glaube ich ist schon im Film Menschen irgendwo verankert.
00:14:55: für mich war es damals einfach ein Schlüsselerlebnis.
00:14:58: Ich habe vor fast neunzehn Jahren angefangen mit Schule an Bauenhof und wie wir dann viele Lehrerinnen erzählt haben Wir sind heute bei dir am Bauenhof Und die Sandra ist normal viel ruhiger sie redet heute viel mehr.
00:15:11: Oder Lehrerinnen haben mir erzählt, wir sind heute bei dir.
00:15:13: Und der Nico ist sonst immer so ... aktiv oder kann schlecht mit anderen interagieren?
00:15:20: Er ist halt so verändert und das war für mich eigentlich die Schlüsselerlebnis, dass ich mir gedacht habe, das Tier macht was mit uns Menschen.
00:15:28: Das Setting Bauernhof macht etwas mit uns.
00:15:30: Das war für sich eigentlich so der Auslöser wie ich dann von dem Lehrgang erfahren habe, es funktioniert.
00:15:36: Also das war irgendwie so, da ich wusste hab Diese Liebe zu den Tieren und diese Naturverbundenheit ist ein Angebot, das Menschen suchen und sich Menschen zu nutzen ziehen können.
00:15:46: Ihr habt es ja nach wie vor eine Mutterkuhhaltung oder?
00:15:49: Und darüber hinaus machst du viele Sachen.
00:15:51: Tiergestützte Intervention, Schule am Bauernhof – Du hast deine Waldpädagogik-Ausbildung!
00:15:56: Du hast Urlaub im Bauernhof,
00:15:57: d.h.,
00:15:57: du hast regelmäßig Gäste da.
00:15:59: Du bist Nutztierprüferin, du bist engagierter in der Region.
00:16:02: Definiere mal deinen Bäuerinnen ... Bäuerinnen sein, dein Bäuerinnen leben für mich.
00:16:07: Lass mich mal hineinschauen!
00:16:10: Wie lebst du dein Frau sein mit deinen vielen Rollen und Aufgaben?
00:16:13: Und auch selbstgewählten Funktionen und Professionen?
00:16:16: Sehr selbstbewusst.
00:16:20: Es war natürlich jetzt nicht das, dass alle gesagt haben Juho am Reiterhof werden Tiere trainiert.
00:16:28: Das war für viele Bauern gerade in unserer Umgebung so die Gefreutnahme möchten.
00:16:33: Das war der erste Sorge, wenn wir mit unserer Umstellung begonnen haben.
00:16:36: Und für uns, Gott sei Dank auch von meinem Mann, was diese logische Konsequenz war, das war im ersten Moment standhaft zu sein.
00:16:44: Aber ihr habt immer gewusst dieses Angebot funktioniert und mit meinen Rollen bin ich immer selbstbewusst nach außen gegangen und hab eigentlich nie irgendwie mich auf meinem Weg großartig beirren lassen.
00:16:56: Es war für mich immer ... dieser logischer Weg und schon wie du richtig sagst, die sich herzen seine Gelegenheit.
00:17:01: Und alles was man mit Herzen macht, macht man gut und ist auch nicht belastet, auch mit vielen
00:17:05: Rollen.".
00:17:06: Wie bist Du mit Kritik dann umgegangen?
00:17:07: Wenn man sowas hört, die Gefreutsmöchen nicht heißt ja auch, man unterstellt jemandem nicht arbeitswillig zu sein oder der traditionellen oder vielleicht auch ich sage es unter Anführungszeichen eine richtigen bäuerlichen Arbeit nachzukommen.
00:17:20: Trifft einen das nicht schon ein bisschen?
00:17:22: Im ersten Moment schon, das stimmt nachdenklich.
00:17:27: Man redet in der Familie, vor allem mit meinem Mann darüber.
00:17:31: Ich glaub, man hat das vielleicht noch härter getroffen wie mich, weil er durch den traditionellen Hoferbewaren immer schon gemöcht hatte.
00:17:38: Aber ich hab mit dem Gott so echt total gut umgekehrt und ist hinter mir gestanden und gesagt, wir machen das!
00:17:43: Und einiger Jahre später haben dann genau diese Bauern zu mir auf mich zugekommen und gesagt Wir haben es damals nicht verstanden.
00:17:52: Jetzt verstehen wir es und sind dankbar dass du diese Arbeit machst.
00:17:55: Glaubst du, dass
00:17:58: dein lokaler Rahmen vorgegeben hat, dass das möglich ist?
00:18:04: Glaubtest Du, weil Du in einer größeren Stadt und einen größeren Rahmen wie hier St.
00:18:08: Johann mit vielen Einwohnern vielleicht auch Touristen, dass deshalb dieses bäuerliche Prinzip diese Betriebsform möglich geworden ist?
00:18:15: oder glaubst Du, dass sie so oder so in jedem Rahmen möglich gewesen wäre?
00:18:19: Rein vor der Verkehrsanbindung haben wir natürlich einen Vorteil.
00:18:22: Es fährt der öffentliche Bus vorbei, Schulklassen können herspazieren und uns zu Fuß erreichen.
00:18:29: Generell glaube ich, wenn das Angebot stimmt kann man alles überall machen.
00:18:34: Also da bin ich echt ein bisschen überzeugt davon dass jede Bäuerin und jede Bauersfamilie ihren Weg finden kann wo das eigene Herz schlägt und wo man einfach sagt okay das ist meins und das biete ich an um.
00:18:45: wenn das Konzept stimmt fahren die Leute auch weite Wege, um einen zu erreichen.
00:18:53: Der Druck auf Österreichs Bäuerinnen und Bauern ist groß.
00:18:56: Maschinenring unterstützt mit zwei vom Landwirtschaftsministerium geförderten Projekten.
00:19:01: Wissensausdau springt neue Agrartechniken- und
00:19:03: gezielte Schulungen – und
00:19:05: Happy am Hof bietet Prävention und Unterstützung für die Gesundheit!
00:19:09: Mehr auf maschinenrehn.at oder happyamhof.at.
00:19:16: Du hast mir auch im Vorgespräch verraten, du setzt dich dafür ein, dass jene denen vielleicht so eine tiergestützte Auszeit bei dir am Hof sonst nicht möglich wäre.
00:19:26: Dass es für die möglich gemacht wird und zwar tust du das als Opfer-Stellvertreterin des Vereins Kinderglück am Reiterhof.
00:19:34: Hol uns dort hinein wie kommst, dass du dich ja auch dafür noch engagierst.
00:19:39: Wem willst du was damit ermöglichen?
00:19:42: Vor allem meinen Kindern und Jugendlichen möchte ich meine Einheiten ermöglichen.
00:19:47: Die tiergeschützte Förderung ist mein Beruf, ist mein wirtschaftliches Einkommen.
00:19:51: Und doch trifft es einfach Familien die es wirtschaftlich nicht einfach haben... ...die Kinder mit Beeinträchtigungen haben, die aus sozialschwerigen Umfeld kommen,... ...die vielleicht Scheidungssituationen hinter sich haben wo es finanziell oft nicht leisbar ist.
00:20:05: Und darum war es mir einfach wichtig gerade diesen Kindern zu helfen und diese Kinder finanziell zu unterstützen.
00:20:12: Wir haben vor, ich glaube, ungefähr acht Jahren diesen Verein gegründet.
00:20:15: gemeinsam mit der Obfrau Maria Greer und vielen anderen engagierten Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen sammeln Spenden für diesen Verein um wollen einfach Familien unkompliziert und einfach helfen damit Kinder diese Förderung erfahren können und damit Kindern geholfen werden können.
00:20:31: Warum glaubst du, dass gerade jene diesem Dringendsten brauchen sich das nicht leisten können?
00:20:36: Oder was weißt du aus deiner
00:20:39: Erfahrung.
00:20:53: Für meine logische Förderung heißt es, das muss bezahlt werden.
00:21:06: Und dass dort irgendwo die Familienklasse knapp wird ist einfach selbst erklären denke ich mir und die Eltern sparen zwar eh bei den Kindern auf dem am wenigsten gerade in diesen beeinträchtigen Bereich aber irgendwo wird's einfach knapp.
00:21:19: und irgendwo wollte sich diese Kinder abholen, die Familien unterstützen und sie von diesem Angebot profitieren lassen.
00:21:26: Wenn wir bei den Kosten bleiben, aber vielleicht die Kosten als Analogie verwenden.
00:21:30: Was kostet es dich so viel Energie für so viele Rollen und auch mit so viel sozialer Wärme aufzubringen?
00:21:39: Dein Energiespender beziehungsweise was ist dein Einsatzmittel das du brauchst um all das zu erfüllen was du dir vornimmst?
00:21:46: Also ich habe ein Hoppes!
00:21:47: Ich hab eine Dinge die ich wirklich gerne mag, die ich gern mach und wohl ich mir die Energie hole und das sind gar nicht so wenig Hoppes jetzt.
00:21:55: Im letzten Winter war ich sehr viel schief fahren.
00:21:57: Heute nicht den ganzen Tag, aber auf zwei oder drei Stunden.
00:22:00: Cooler Energiespender!
00:22:01: Das mag ich extrem gern.
00:22:03: Ich lese sehr viel und sehr gerne.
00:22:05: Ich singe im Chor was ich liebe.
00:22:07: Ich gehe auch laufen wo ich einfach so meinen Kopf frei kriege auch wenn es oft nur kürzere Strecken sind.
00:22:13: Ich setze schon sehr bewusst auch Zeit für mich ein natürlich auch Zeit mit der Familie.
00:22:17: wer ist auch die Familie in Urlaub?
00:22:19: jedes Jahr sehr wichtig das machen wir eigentlich schon seitlich am Hof bin immer Auszeit auch für unsere Kinder, weil wir auch unseren Kindern vermitteln wollen.
00:22:26: Landwirtschaft ist nicht nur Arbeit, es ist nicht am Montag bis Sonntag, aber es gibt auch Freizeit.
00:22:33: Ist das auch was, was du deinen Mann beibringen musst?
00:22:35: Das sozusagen in die Familie Geborener oder als Hoferbe, wo man vielleicht auch weiß aus tradierten Familien heraus ist Urlaub etwas, das man sich nicht zu gönnen hat?
00:22:45: Ein bisschen vielleicht ja... Aber er war sehr lernfähig.
00:22:50: Merkt Ula bis nicht schlechtes?
00:22:52: Nein, wir waren sogar schon keiner damit mit meinem Mann für zehn Tage und haben auch schon weitere Reisen uns gegönnt wo wir wirklich eine schöne Auszeit haben und wo man jetzt oft noch davon zieht.
00:23:02: aus den Erinnerungen und den Erlebnissen die wir da gehabt haben.
00:23:06: In voller Wertschätzung und Gönnung frage ich trotzdem nach, weil ich es von vielen bäuerlichen Familien weiß.
00:23:11: Es fällt ihnen so schwer loszulassen wegzufahren?
00:23:14: Die Angst ist funktioniert dann etwas nicht.
00:23:15: Das fällt die Stalllüftung aus.
00:23:17: Irgendwer betreut die Tiere falsch.
00:23:18: Vielleicht ist genau in dieser Zeit eine Geburt, eine Kuh gehalten was auch immer... Wie macht ihr das dass ihr loslassen könnt?
00:23:26: vielleicht auch ein großes Vorbild als großes gutes Beispiel für andere die sich manchmal noch schwer tun damit?
00:23:34: Uns ist es ganz oft passiert, wir waren noch nicht mal in Salzburg und da hat schon das Telefon geklingelt.
00:23:38: Bei der Kuh ist irgendetwas nicht normal.
00:23:41: Die Kühe sind ausgekommen oder irgendwas ... Aber das ist normaler vom Bauernhof!
00:23:45: Und wenn man zu Hause ist reagiert man halt ... Man nimmt das gar nicht wahr dass jetzt gerade etwas passiert ist.
00:23:51: Und natürlich passieren diese Dinge auch, wenn man nicht zu Hause isst.
00:23:54: aber es IST jemand da, der reagiert und so wie er reagiert, so reagiert er.
00:23:59: Das akzeptiert man und meistens ist ja die richtige Reaktion.
00:24:02: Man gibt einen Hof jemanden weiter in der Zeit, wo man nicht da ist, den man vertraut.
00:24:07: D.h.,
00:24:08: die Hauptsache jemandem, dem ihr z.B.
00:24:09: vertrautes und das anvertrauts?
00:24:11: Genau!
00:24:12: Es ist auch ganz wichtig... Du bist in so vielen Rollen.
00:24:15: Ich muss es nochmal wiederholen, weil's auch wirklich beachtlich ist und bringst dich in so viele Rollen und Plätzen ein.
00:24:22: Wie siehst du deine Rolle als Frau?
00:24:25: Deine Kinder sind ... In einem Alter mit fünfzehn-und achtzehn Philippe und David wo man diesen umfassbar blöden aber doch immer wieder gängigen Satz verwendet Sie sind aus dem gröbsten heraus.
00:24:36: also man muss nicht mehr wickeln, man muss nichts mehr stillen braucht sich doch, aber man braucht sie vielleicht.
00:24:42: oder Sie brauchen einen nicht mehr in jeder Stunde, in jeder Minute.
00:24:46: Wie erlebst du deinen Mutter sein?
00:24:47: Dein Frau sein?
00:24:48: In dieser Situation der heranwachsenden Kinder gibt es da Momente der Befreiung.
00:24:53: Gibt's da ein neues Finden deiner Position und Positionierung oder wie gestaltet sich das?
00:24:59: Prinzipiell habe ich jetzt als Bäuerin bis jetzt immer sehr genussend von zu Hause aus arbeiten zu können.
00:25:03: Und meine Kinder eigentlich wenig fremdbetreut bei mir zu haben, gemeinsam mit meinem Mann.
00:25:10: Das war schon ein großes Privileg, mehr als vierzig Stunden zu arbeiten und immer aber die Kinder gut betreut um sich zu wissen.
00:25:18: Jetzt ist es genauso wie du sagst, es gibt ein bisschen einen Loslassen.
00:25:21: Ich hab irrsinniger gut das Vertrauen zu meinen Kindern.
00:25:24: Ich weiß demochen des gut und richtig.
00:25:27: Und ich denk mal
00:25:27: ...
00:25:28: Alle so seit Zeit und jede Zeit ist so wertvoll, wie es klar war.
00:25:33: Und wir sind einfach nur so viel mehr gebraucht haben.
00:25:35: Jetzt wenn sie größer werden und ein bisschen flügelkern dürfen, um man auch selber wieder ein bissel mehr Zeit für sich hat, seine Hobbys hat, den Partner hat, verschiedene Dinge hat ... Man kann sich auf seine Kinder verlassen.
00:25:49: Das ist schon ein sehr gutes Gefühl.
00:25:52: Entdeckst du dich da manchmal selber neu?
00:25:54: Zum Teil vielleicht.
00:25:55: Also ich bin nie eine gewesen, die jetzt nur auf die Kinder drauf gesessen ist und meine Kinder behütet und beschützt hat.
00:26:00: Ich glaube das Wort Helikopter-Mutter oder Rasenmähermutter trifft auf mich nicht zu.
00:26:03: Ich habe immer ein gutes, vielleicht auch Gott vertrauen gehabt schon beschützend zu wissen ... Ich hab meine Kinder nicht gleich irgendwo laufen lassen, weil man denkt, du hast eine große Gefahr aber doch irgendwie in dem Gott vertrauen.
00:26:18: Das geht gut!
00:26:20: Und so sehe ich es auch jetzt.
00:26:23: Wenn die Kinder größer erwachsen werden, findet man sich selber wieder irgendwo in anderen Situationen, in anderen Plätzen und Anhaltfreiheiten.
00:26:31: Was ist dir wichtig den Jungs mitgegeben zu haben als Mama von zwei Burschen?
00:26:37: Die sich selbst gerade schon schulisch beruflich orientieren.
00:26:41: Was waren denn oder sind denn so richtige Werte, die du für dich als richtig an sie weitergegeben hast?
00:26:46: Auf alle Fälle Bodenständigkeit, Naturverbundenheit Wertschätzung der Natur gegenüber.
00:26:53: Und Wertschätzungen uns Frauen gegenüber.
00:26:55: Ah,
00:26:56: ja?
00:26:56: Inwiefern ...
00:26:57: Dass ich immer ganz oft sage, man redet eine Frau, die nur sagt, das sei weh.
00:27:01: Okay.
00:27:02: So spricht man nicht bei deiner Frau.
00:27:04: Auch Männer können Staubsauger bedienen und Geschirrspüler ausräumen!
00:27:08: Also meine Kinder sagen immer, meine Schwiegerdurchter werden sie mir freuen, weil die können Kochen rutschen.
00:27:11: Du hast es total
00:27:12: vorbereitet.
00:27:14: Aber wenn's dann soweit ist aber irgendwo so diese... Dieses Partnerschaftliche auf Augenhöhe, das war mir schon wichtig.
00:27:20: Dass ich es die Kinder mitgebe und was mir schon auch wichtig war dass Landwirtschaft keine Belastung ist sondern eigentlich ein totales Privileg ist.
00:27:28: Du hast einmal auf Instagram gesagt in einer Story von dir Ich habe den schönsten Beruf der Welt Und man glaubt es dir.
00:27:35: Woher kommt das Gefühl?
00:27:39: Ganz ehrlich Wenn wir als jüngliche Werkfokup mit experimentieren werden, hab ich natürlich Subeolo gesagt.
00:27:45: Du
00:27:45: kommst aus keinem landwirtschaftlichen Betrieb?
00:27:47: Ich bin schon langweitschaftlich geprägt durch Großeltern, aber nicht in Kamerlamm- weitschaftlichen Betriebe und werde dann so richtig der erste Look an der Coronazeite waren.
00:27:55: Wenn es keiner herrn will, bin ich vor der Haustür draußen gestohnt und habe mir gedacht wie privilegiert bin ich im Meinen oder auf unserem Hof, wie schön haben's wir!
00:28:05: Wie viel Freiheit haben wir.
00:28:07: Wahrscheinlich habe ich schon ganz viele Jahre vorher lieben und schätzen gelernt.
00:28:11: Aber da ist man so wirklich eins zu eins vor den Augen hochgekommen, wie schön Landwirtschaft sein kann.
00:28:18: Wie ein Füller noch Landwirtschafts sein kann!
00:28:20: Und dass man als Frau nicht nur zu Hause sitzen kochen putzen waschen muss.
00:28:25: Du bist jetzt... Und man nennt das, ich hab mir das sagen lassen in Analogie zu den Teenagers.
00:28:33: Nennt man es jetzt Queen-Agers sozusagen.
00:28:36: Man ist jetzt in seiner königlichen Rolle als Frau und hat sich auch selber gut gefunden.
00:28:41: Welche Ziele?
00:28:41: Welche Visionen hast du für dein Leben als Frau, als Partnerin oder als tiergestützte Expertin für Pädagogik?
00:28:50: Wo verschlägt dich hin?
00:28:51: Was hast du vielleicht im Kopf ... dir irgendwo aufgehängt, um dorthin zu navigieren?
00:28:57: Also Ziele gibt es immer so viele und dann denke ich mir mein Leben ist kurz für meine ganzen Ziele.
00:29:03: Aber im Prinzip denke ich mal, ich habe so eine schöne Arbeit.
00:29:06: Ich gucke Kinder und Jugendliche so gut unterstützen und helfen.
00:29:09: das möchte ich mir auf alle Fälle solange es irgendwie geht erhalten.
00:29:14: Wo der Weg hingeht, ich hab das nie so geplant.
00:29:17: Das war nie irgendwie Vierstück gesagt gehabt.
00:29:19: Es war nie der Gedanke, wir werden ein pädagogischer Hof und ich hab ja jetzt nicht so, dass ich mir denk ... Wenn fünf jahre Mächte im Hof übergeben?
00:29:27: Ein zehn-Jahr-Gehen-Bensionen.
00:29:29: In fünfzehn Jahren kaufen wir einen Wohnwagen mit nur noch in Österreich unterwegs.
00:29:32: Mhm!
00:29:33: Ich bin sowieso eine, wenn man fragt, was du hast morgen, dann sagt ... Boah, muss am Terminkalender schon, das weiß er nicht auswendig.
00:29:39: Ich lass vieles einfach rollen und kommen.
00:29:42: Hab schon einen Weitblick, das ist schon ... Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich blau bin.
00:29:45: Aber ich bin jetzt nicht die, die sagt, du musst das sein und du musst diese.
00:29:51: Man könnte sagen, wenn eine Tür aufgeht, gehst du definitiv durch und schaust, was dort los ist?
00:29:55: Auf alle Fälle!
00:29:56: Gibt es trotzdem einen Wunsch oder Wünsche irgendetwas, das du vielleicht mit dir trägst, schon lange als unverwirklichen Plan oder etwas ... dass du irgendwann gerne geworden wärst oder getan hättest.
00:30:10: Ich hab dich heute im Vorgespräch gefragt, was war dein beruflicher Werdegang davor?
00:30:15: Ich wollte zuerst immer Prinzessin werden aber dann bin ich elementar bei der Gogginen geworden.
00:30:19: Gibt es noch Wünsche dahingehend die offen sind?
00:30:22: Ich habe mal kurzzeitig trodacht irgendwo Psychologiestudium dranzuhängen.
00:30:27: Vielleicht mag ich das irgendwann, wenn mein Sohn schon ein bisschen mehr im Hof einsteigt oder einer meiner Söhne.
00:30:33: Aber aktuell ... habe ich das eigentlich nicht.
00:30:36: Wo es ein bisschen so immer im Hinterkopf noch mittrage ist, wie geht's uns mit der Hofnachfolge?
00:30:42: Weil ... Ich hab das Gefühl, dass keiner meiner Söhne übernimmt.
00:30:46: Das sind beide sehr motiviert für die Landwirtschaft, sehr engagierend und unterstützt zu uns auch schon viel.
00:30:54: Aber das ist mein Gedanke, wann ist der richtige Zeitpunkt für die Hofnachtfolge.
00:31:00: Das ist irgendwo, wo ich mir denke...
00:31:03: Auch der Punkt, wie trifft man die Entscheidung richtig?
00:31:06: Da mache ich immer weniger Sorgen.
00:31:07: Da sind meine Söhne beide eigentlich sehr motiviert für die Landwirtschaft und machen mir gar keine Gedanken.
00:31:12: Aber irgendwo, wie du richtig sagst, ich bin forty-fünf Jahre alt, wer rechnen kann ... Ich arbeite noch zwanzig Jahre, mein Sohn ist achtzehnt oder hundertausfünfzehnte.
00:31:20: Und ich will meinen ... Ja, da ist ein Raum dazwischen!
00:31:23: Und ich wühle meiner Söhnen das verwirklichen, wie es mir als junge Frau möglich war als junger Mensch seinen Weg zu gehen und die Landwirtschaft so zu entwickeln, wie es für sie passt oder nicht.
00:31:35: Das ist ein bisschen mein Gedanke.
00:31:37: Wie schaffen wir das bis zu meiner Bensionierung?
00:31:39: Ihnen diese Freiheit am Hof zu geben, Wege zu gehen, die für Sie passen, die Für Sie spannend sind und doch für mich als Frau am Hof noch meine Ziele so weiterzuentwickeln und verwirklichen bis dann wirklich irgendwann das Pensionsantrittsalter kommt.
00:31:55: Das heißt, wenn wir jetzt ein bisschen in die Zukunft hallucinieren ... Wenn da irgendwann keine Ahnung, hundert Bienenvölker oder zweihundert Lamas sind, ist das dann was, womit die Conny Ramos umgehen kann?
00:32:06: Das ist so, wie die Connie Ramos Umgehen kann!
00:32:08: Weil mein Sohn hat mittlerweile drei Bienen völker.
00:32:11: Okay
00:32:11: also der Grundstein ist ... Ich hab' die richtige Vermutung sozusagen hinaus gelassen.
00:32:16: Ja genau.
00:32:17: Ich danke dir ganz herzlich dass wir bei dir zu Gast sein durften und hier hineinschauen dürfen, aber ich möchte auch so wie mit all den anderen die hier im Podcast zu Gast waren.
00:32:26: Mit einem Wordrap mit dir schließen und damit beginne ich und ersuche dich um kurze Gnacke geantworten.
00:32:33: Ich bin
00:32:34: Menschenfreundin kreativ und aktiv.
00:32:39: Mein Hof in einem Satz
00:32:40: vielseitig.
00:32:41: mein Tiefpunkt
00:32:43: Über die Frage habe ich schon nachgedacht Aber ich hab keinen gefunden.
00:32:46: gibt es nicht
00:32:47: Wirklich, wo ich sage, da habe ich einfach nicht mehr gewusst, dass es weitergeht.
00:32:51: Ein Leben ist immer voll mit Höhen und Tiefen aber es war immer so vielleicht auch wieder durch das Gottfahrt Trauen, dass ich mal eine Tochter hab, die schaffen wir alles.
00:32:58: Das geht weiter!
00:33:00: Mein Mutausbruch?
00:33:02: Na ja wahrscheinlich schon die Milchkür auszutaschen gegen Mutterkühe Die Ambiennehaltung Auszutraschen gegen Laufstall Und den Betrieb strukturiert in eine geöffnete Richtung zu entwickeln.
00:33:14: Mein Herzensmoment
00:33:15: Ui, da gibt's viele.
00:33:19: Meine Herzensmomente sind eigentlich immer, wenn ich sehe wie gut die Tiergeschützte Förderung meinen Kindern dort.
00:33:24: Also wenn ich da einfach sehe auch, wenn Kinder kommen mit ihrer Sorgen und Belastungen und dann mit einem Lächeln oder einem guten Gefühl den Hof verlassen... Und du hast vielleicht gerade gemerkt, wenn ihr diese Geschichten erzählert, dann können wir mal wirklich fostig drehen, weil das sind meine Herzensmomente!
00:33:39: Mein Antrieb?
00:33:40: Da muss ich kurz noch denken.
00:33:42: Ich glaube, da gibt es zu viel.
00:33:43: Also ich bin so gerne bei Ihnen.
00:33:46: Ich habe so gern meine Arbeit mit Menschen und Kindern.
00:33:48: Das ist der Antrieb.
00:33:50: Es ist einfach die Motivation das zu tun.
00:33:52: Ich sage immer alles was man gerne tut, dort macht man gut.
00:33:55: Und genau das ist, glaube ich, der Antrieb!
00:33:58: Ich danke dir ganz herzlich für die Einblicke, aber auch für die Ausblicke.
00:34:01: und später sind es wenn die tausend Binnen oder die hundert Lamas bei dir zu Gast sind.
00:34:06: Dann komme ich wieder!
00:34:07: Vielen Dank Conny Ramoser!
00:34:09: Ich nehme dich beim Wort!
00:34:11: Die hat die Folge gefallen?
00:34:12: Die Lebensgeschichte hat dich inspiriert?
00:34:14: Dann schickst du weiter!
00:34:15: Wir freuen uns über jedes Like und wenn Du keine Folge verpassen möchtest dann aktiviere die Glocke und Du wirst immer benachrichtigt wenn eine neue Folge erscheint.
00:34:23: Der Podcast der Bauernzeitung HofTour auf erscheint vierzehntägig auf allen gängigen Podcast-Plattformen.
00:34:29: Wer die Bäuerinnen nicht nur hören, sondern auch sehen möchte findet ergänzende Eindrücke und Einblicke zum Podcast auf den Social Media Kanälen und auf bauernzeitungen.at.
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