Folge 4: Tür und Tor geöffnet hat Direktvermarkterin Gerhild Thomasser

Shownotes

Die vierte Folge des BauernZeitung-Podcasts „Hoftor Auf“ mit Host Sabine Kronberger ist ab sofort online verfügbar. In der aktuellen Episode ist Gerhild Thomasser aus Villach zu Gast. Im Gespräch gibt sie Einblicke in den Aufbau ihres Legehennenbetriebs und den Weg zur erfolgreichen Eiervermarktung. Offen spricht sie aber auch über schwierige Zeiten, Tiefpunkte und Verluste innerhalb ihrer Familie. Mit großer Ehrlichkeit erzählt die Kärntnerin von Selbstzweifeln, aber auch davon, wie sie immer wieder neue Kraft schöpft, ihren Blick nach vorne richtet und ihren Betrieb mit Leidenschaft weiterentwickelt. Der Podcast erscheint 14-tägig auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird ihr präsentiert von Maschinenring.

00:00:04: Mein Name ist Sabine Kronberger und mein Herz schlägt für die Landwirtschaft, besonders für die Bäuerinnen unseres Landes.

00:00:10: Wie diese Frauen ihr vielfältiges Leben gestalten, Verantwortung übernehmen und landwirtschaftlichen Betrieben ihre Handschrift verleihen beleuchten wir im Podcast der Bauernzeitung.

00:00:19: Dafür öffnen uns die Bäueren

00:00:20: Tür-und Tor.

00:00:22: Wir treten neugierig ein und nehmen dich mit wenn es heißt Hoftor auf!

00:00:27: Tür und Tor geöffnet hat uns heute

00:00:31: Gerhild Thomaser

00:00:33: und wir sind im wunderschönen Filach zu Gast.

00:00:35: Liebe Gerhilde, herzlichen Dank dass ich da sein darf und auf deinem Hof hier am Küchentischplatz nehmen darf als Besucherin die hier eindringt in einen wunderbaren Ort der von Tieren, von Produkten, viel Leidenschaft für die Landwirtschaft geprägt ist.

00:00:52: draußen habe ich schon gesehen am Hofladen gibt es Eier zu kaufen!

00:00:55: Ist das euer Schwerpunkt?

00:00:57: Ja, herzlich willkommen bei uns am Vostelhof Familie Thomas.

00:01:02: Wir haben uns vor ein paar Jahren auf die Eier spezialisiert und vermarkten unsere Eier jetzt über einen Selbstbedienungsladen direkt an den Endverbraucher.

00:01:13: Wer war früher da?

00:01:14: Die Hühner oder du?

00:01:16: Wir sind fast zeitgleich eingezogen!

00:01:20: Wir schreiben

00:01:20: uns den Hof ein bisschen.

00:01:21: Es ist nicht dein älterlicher Betrieb, sondern du hast in diesem Betrieb eingeheiratet.

00:01:26: Du bist hier angekommen und gut angekommen.

00:01:29: Erzähle uns ein bissel wie lange bist du schon da?

00:01:31: Und was hat sich vielleicht auch mit deiner Ankunft auf diesen Hof verändert?

00:01:35: Ja ich bin seit gut zehn Jahren jetzt da eben in Villach durch die Liebe auf den Hof gekommen.

00:01:42: Und ja, wir haben uns einfach durch die Gegebenheiten in der Familie überlegen müssen wie wir den Hof gestalten.

00:01:48: Wie wir das machen eben.

00:01:50: Haben einige emotionale Schicksalsschläge eben auch eigentlich schon sehr früh erlebt.

00:01:55: eben indem eigentlich mit Kurz nachdem er ein Jahr da war, der Schwiegervater leider recht früh verstorben ist und mein Mann voll berufstätig war.

00:02:05: Und den Betrieb übernommen hat haben wir uns einfach überlegen müssen wie wir diesen Betrieb weiter gestalten.

00:02:11: was wird raus machen?

00:02:13: Ich war in einer damaligen Zeit schwanger zu unserem ersten Kind und sind dann irgendwo auf die Hühner gekommen.

00:02:19: Durch meine Tätigkeit auch in der Landwirtschaftskammer habe ich die Eiervermarktung irgendwo schon gut im Griff gehabt, eben in einer Beratung immer wieder gesehen und haben mir gedacht, weil wenn ich irgendwann mal selber die Möglichkeit hab was zu produzieren, Bäuren zu sein, was zu machen dann möchte ich zu den Hühnern.

00:02:36: Und dann möchte ihr Eier produzieren.

00:02:38: Kommst du selber aus der Landwirtschaft?

00:02:40: Hast du selber Wurzeln in der landwirtschaft, dass dir das nicht fern war oder war es völlig neu?

00:02:45: Na, ich komme selber von einem Bergbauernbetrieb eben nicht weit entfernt eben von da und muss aber sagen eben also ob die Ausbildung im Agrarischen gemachte.

00:02:54: Ich bin ein bisschen städtengangen und habe dann studiert auf der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und dann danach in einer Landwirtschaftskammer als Beraterin angefangen zum Arbeiten.

00:03:02: und es war jetzt nicht direkt mein Plan jetzt bei Euren zu werden, sagen wir so!

00:03:07: Aber wo die

00:03:07: Liebe hinfällt, in diesem Fall ist sie hier mit Blick Richtung Dobradsch hingefallen.

00:03:13: Ja genau!

00:03:13: Und du bist hier gut angekommen.

00:03:15: ihr habt mittlerweile zwei wunderbare Kinder und du kannst dich hier auch entfalten.

00:03:21: Erzähl uns einmal ein bisschen um uns mitzunehmen.

00:03:24: Wo liegt denn dieser Hof, wo wir heute zu Gast sind?

00:03:27: Wie kann man sich das vorstellen wenn man herkommt?

00:03:29: was ist das Besondere was ihn ausmacht?

00:03:32: Der Hof liegt im Westen von Vila, also in einer Region Wamport.

00:03:37: Und das ist eigentlich für viele ein Begriff, eben so warmbar.

00:03:40: Die Skisprungsschanze in Villach, da fragt man immer alle, ah, ist es dort irgendwo in der Nähe?

00:03:45: Das Besondere ist, dass wir am Stadtrand sind von Villach.

00:03:49: Ich sage mal, Villach ist eine sehr wachsende, schöne Stadt mit sixty-fünf Tausend Einwohnern und wir sind so am Rand als Bauern.

00:03:57: Eigentlich leider muss man sagen einer der wenigen landwirtschaftlichen aktiven Betriebe eben da in der Gegend.

00:04:04: Wir haben so hinter uns die Felder Richtung Dobaradschause und vor uns aber eigentlich dann schon die Stadt-Dürr.

00:04:11: Also wir sind von uns aus gesehen in zehn Minuten am Vilaher Hauptplatz, und das ist so irgendwo das Schöne.

00:04:17: Diese Landwirtschaft ist auch eine sehr begehrte Lebensregion da im Vilaich eben weil es einfach das kombiniert diesen ländlichen Flair gebaut mit dem direkten Kontakt zur Stadt

00:04:29: Und du hast das auch genutzt, indem du diesen Hofladen auch initiiert hast bzw.

00:04:35: mit deiner Ankunft hier am Hof und mit eurem Schicksalsschlag deinen Schwiegervater zu verlieren?

00:04:41: Habt ihr auch umdenken!

00:04:42: dürfen.

00:04:43: Ich möchte bewusst nichts sagen müssen, sondern auch umdenken dürfen und es hat neue Entwicklungen stattfinden dürfen.

00:04:48: Nehmen wir uns dorthin einmal ein bisschen mit.

00:04:50: wie war das?

00:04:51: Deinen Schwiegervater verstorben ist?

00:04:52: was hat das bedeutet für eine Familie die ja nicht nur auf den Menschen sondern auch auf die Arbeitskraft aufgebaut hat?

00:04:59: Ja ist natürlich sehr herausfordernde Situationen und man muss sich sagen da habe ich das durch die Tätigkeit A in der Beratung immer gesehen dass es einfach so wichtig ist dass man was gern macht.

00:05:11: Und ich sage immer, das was man gern macht, das macht man gut.

00:05:15: Mein Mann hat zwar eine landwirtschaftliche Ausbildung gemacht und hat aber eigentlich immer gesagt, na also eigentlich möchte er nicht unbedingt Bauer werden.

00:05:23: Also es war jetzt nicht seine Leidenschaft oder die Intention.

00:05:27: Das war für mich irgendwie dann ganz komisch eben auch wie herkommen bin.

00:05:31: Na ja jetzt ist dieses Potenzial hier, sind diese Gebäude da, sind die Flächen da... Warum will er eigentlich nicht?

00:05:39: Und dann habe ich mir das erste Mal so, obwohl er eigentlich als Kind auch Gmolchen hat.

00:05:43: Das war früher noch ein Milchviehbetrieb eben da hat er das gern gemacht.

00:05:47: aber im Laufe der Entwicklung nachher hat er irgendwo zu Rinder sucht und die Rinder irgendwo die Freude verloren.

00:05:54: Und dann haben wir es erst einmal erlebt beim Eintreiben von den Rindern.

00:05:58: Das habe ich heute noch so im Blick hin und wo ich mal gedacht hab Er ist einfach mit keiner Begeisterung.

00:06:05: Man hat einfach gespürt, dass er nicht da ankommen ist.

00:06:09: Dann haben wir darüber geredet und gesagt, was könnte man machen?

00:06:12: Ich war damals schwanger mit dem Dings, das ich wusste.

00:06:17: Ich wäre in der Karenze jetzt seit langem daheim sein.

00:06:20: Die Schwiegermutter ist hier am Betrieb eben auch.

00:06:24: Und dann haben wir gesagt, wo könnten wir Frauen in der Landwirtschaft machen?

00:06:27: Wie könnte man das erhalten?

00:06:29: Ein großes Thema war für mich immer, dadurch dass die Flächen ja auch da sind und wir von der Sozialversicherung her recht hoch eingestuft sind.

00:06:37: Weil die Fläche natürlich einen entsprechenden Wert haben durch das Stadtgebiet und die Nähe zur Stadt und dass man recht hohe sozialversicherungsbeiträge zu leisten hat.

00:06:47: Und dann macht es jetzt aber keinen Unterschied ob ich jetzt produziere oder wirklich als Einkommen am Betreiberziele oder nicht.

00:06:53: Die Beiträge sind zum Leisten.

00:06:55: Das ist vielleicht für Menschen aus der Nichtlandwirtschaft auch mal spannend, das zu hören?

00:06:59: dass man sich das auch sehr wohl überlegen muss.

00:07:02: Genau, genau!

00:07:03: Und dann war für mich eben... also ich erlebte es oder habe das in einer Beratung oft erlebt, dass da im Nebenerwerb so viel ... außerbetrieblich gearbeitet wird, um das ganze Geld, dass man Außerbetriebe herwirtschaftet und wieder in den Betrieb investiert damit das Ganze irgendwie halt am Leben erhalten wird.

00:07:20: Und das ist nicht die Intention wo ich mir denke wenn sich es nicht irgendwie tragt dann muss man sich was anderes überlegen.

00:07:27: Dann habe ich zu meinem Mann gesagt entweder verbacht mal jetzt die Flächen, dass wir einfach von der Beiträge abkommen oder wie machen wir etwas draus?

00:07:35: Und dann habe ich das heute noch irgendwie so im Blick und hab gesagt, naja, wir könnten es verbochten.

00:07:39: Aber wenn jetzt andere direkt bei uns vor der Hausti auf unsere Flächen fahren und bauen, weiß ich nicht ob ihr das möchtet.

00:07:47: Irgendwie bin ich mein Papa auch ein bisschen schuldig, dass sie da trotzdem was machen und dass man's versuchen kann.

00:07:52: Ist das ein Thema in der Landwirtschaft?

00:07:54: Das begegnet mir immer wieder, dass man oft einfach auch thematisch-inhaltlich eine Betriebsform weiterführt.

00:08:00: Du bist ja auch Beraterin du kennst ja beide Seiten in der Landschaftskammer dass man oft etwas weiterführt, weil es immer schon so war oder auch in dem Glauben und der Erwartung etwas Gutes zu erfüllen oder weiterzutragen.

00:08:12: Ohne das man diesen Auftrag vielleicht auch klar bekommen hat dieses Gefühl Man muss die Wirtschaft vorantreiben diese Landwirtschaft.

00:08:18: Man muss diesen Sektor weiter betreiben, diese Betriebsform weiterhin austragen in die Zukunft Ist das was du auch wahrnimmst?

00:08:25: Dass vielleicht besonders unter Bäuerinnen und Bauern noch einmal ein bisschen verhafteter ist als in anderen Gesellschaftsschichten und Formen

00:08:32: Das glaube ich schon Das glaube ich schon.

00:08:34: Und da ist man auch gefordert, das zuzulassen und dann mal drüber nachzudenken ob es jetzt eigentlich das ist wofür ich jeden Tag gerne aufstehe?

00:08:44: Ob das jetzt ein Etwas ist diese Tätigkeit wo ich die Erfüllung drinnen finde und wo ich sage ja das ist meine Mission, das ist mein Vision, da möchte ich leben Mittelpunkt von meinem Leben, wie ich es gestalten möchte.

00:08:58: Und ihr habt das einfach gemeinsam besprochen?

00:09:00: Habt's das Gute getan, nämlich euch hingesetzt und besprochen und seid dann darauf gekommen okay Es darf ein neuer Zweig werden

00:09:06: Genau!

00:09:07: Da muss ich auch sagen da bin ich meiner Schwiegermutter und auch damals eben, haben wir meinen Schwiegervorderen gut so noch kennenlernen dürfen.

00:09:13: und er hat uns damals schon immer gesagt wenn ihr das weiter betreibt, dann werdet ihr was anderes machen müssen.

00:09:18: Also diese Form, die so ist wird nicht mehr funktionieren.

00:09:23: Und also für unseren Betrieb halt nicht funktionieren.

00:09:25: und da war ja eigentlich sehr dankbar dass wir jetzt nicht den Druck gehabt haben.

00:09:29: Wir müssen das jetzt weitermachen.

00:09:31: Es fasse ein bisschen wie eine Erlaubnis.

00:09:32: Ja

00:09:33: genau.

00:09:33: Genau.

00:09:34: Und dann haben wir ihm geschaut was möglich ist und ah du bin ich auch der Schwiegermutter sehr dankba, dass er uns eigentlich immer unterstützt hat und uns freien Raum gelassen hat und immer gesagt hat naja probiert es heute im kleinen Rahmen etwas aus Und dass man nicht diesen Druckkörper hat, man muss das jetzt machen.

00:09:51: Und dann haben wir eben angefangen.

00:09:53: Ich habe dann mit Glawed zu meinem dreißigsten Geburtstag damals die ersten paar Hühner von Senn-Ein-Kräkt.

00:09:59: Da mussten wir auch unsere Erfahrungen machen, weil im Ersten Dings, da glaubt man immer ist es so schön eine bunte Herde mit verschiedensten Hühnen und wenn die halt aus verschiedenen Stallungen zusammenkommen, dann fangen sie zum Raufen an und das ist nicht unbedingt alles so positiv.

00:10:15: Du hast dein erstes Lehrgeld gezahlt?

00:10:17: Ja

00:10:17: genau!

00:10:17: Dann haben wir mit dem mal schnell unser Lehrgeld bezahlt.

00:10:21: wir müssen uns da professionalisieren.

00:10:23: Und dann war es für mich auch wichtiger, obwohl ich jetzt eine adiakarische Ausbildung immer habe – das ist selbst aber trotzdem in dem Bereich Weiterbildungen!

00:10:31: besucht habe.

00:10:32: Und das mache ich heute noch konsequent, weil ich sage es entwickelt sich immer weiter und wir müssen uns auch weiter entwickeln und schauen was im Trend ist, was aktuell ist und vor allem wie man das professionell und aber nachhaltig abwickeln

00:10:45: kann.".

00:10:46: Das

00:10:46: ist ja überhaupt etwas, was dir sehr stark am Herzen liegt also dieses Weiterentwickeln dranbleiben an Themen.

00:10:51: so hat doch unsere erste Begegnung stattgefunden dass das sehr schnell ein Gefühl bei mir war.

00:10:55: das ist eine die immer diesen Schritt weitergehen möchte.

00:10:59: Es ist auch ein großer Vorteil in deinen Eigenschaften denn, du bist für Schule am Bauernhof österreichweit verantwortlich.

00:11:08: Für alle die es nicht kennen, was ist das?

00:11:11: Wie würdest du das erklären?

00:11:15: Also eine zertifizierte Ausbildung, wo Schulklassen von Kindergarten bis zur Volksschule oder Mittelschule einen Bauernhof besuchen und dort zu verschiedensten Themen- und Präbüchern Inhalte vermittelt kriegen.

00:11:30: Das ist jetzt nicht nur ein schöner Ausflug auf einem Bauernhofs, sondern es ist wirklich ein Bauernhov.

00:11:37: erleben wie ... tatsächlich Landwirtschaft betrieben wird und die Kinder kriegen doch ganz einen praxisorientierten und eine nachhaltigen Einblick in der Landwirtschaft.

00:11:47: Sei es jetzt dabei, dass sie Erdäpfel ausgraben oder das sie an Brotdeig anrühren, dass ihr Holzofenbrot

00:11:53: backen,

00:11:54: dass Sie das Getreide erleben, dass er das erste Mal bei uns ist es eben... Ich gehe zum Beispiel beim Aktionstag der Bäuerinnen jedes Jahr in die Schule und da erlebe ich so oft eben, dass die Kinder das erste mal ein Hennen sehen!

00:12:07: Die haben noch nie eine Hände gesehen, geschweige denn waren sie einmal in seinen Leben schon auf einem Bauernhof.

00:12:12: Und das ist eigentlich eines von unsere Visionen und von unserer Vorhaben bei Schule im Bahnhof und bei die Seminarbäuerinnen – wir sprechen da von den agrarpädagogischen Maßnahmen – dass man sagt, einmal in der Schullaufbahn soll jedes Kind mit der Landwirtschaft mit dem Bauernhoff in Kontakt kommen und einmal sollen sie wenigstens auf einem Bahnhof gewesen

00:12:32: sein.".

00:12:32: Es gibt ja zwei Aspekte, die ich spannend finde an den Schulen und Bauern.

00:12:35: Ich habe selbst auch die Ausbildung absolviert.

00:12:38: Zum einen ist es der Aspekt, der mich fasziniert hat dass man Bäuerinnen und Baueren auch pädagogische Inhalte an die Hand gibt das man ihnen zeigt und lernt wenn sie gewillt sind Menschenwissen zu vermitteln über die Landwirtschaft etwas der sich für einen wichtigen Schlüssel auch in der Kommunikation mit zwischen Gesellschaft, Konsumentinnen und Landwirtschaft halte.

00:12:59: Und zum anderen diesen großen Benefit das Kinder auf den Bauernhöfen wunderschöne Momente erleben.

00:13:05: was ist denn für dich das zauberhafte des besondere oder vielleicht auch dein magischer Moment gewesen im Bezug auf Schule am Bauernhof wenn Kinder zum ersten Mal vielleicht mit Bahnhof in Berührung kommen?

00:13:16: Diese strahlenden Kinderaugen Also diese Begeisterungsfähigkeit und diese große Dankbarkeit, die man dann von Kindern eben kriegt.

00:13:27: Und das berichten auch ganz viele Bäuerinnen in den Schulern Bauernhof oder der Seminarbäuerenssandee, dass die Kinder so viel eigentlich zurückgeben haben.

00:13:35: Dass sie sagen, es war ein einzigartiges Erlebnissen, das ist so schön!

00:13:39: Das ist eigentlich das, was unser Leben, was uns ständiges tun und wirken.

00:13:44: eben ausmacht, gell?

00:13:45: Und dass man das weitergeben darf und die Kinder das erleben dürfen.

00:13:49: Das ist für mich ganz ein zentrale und ein nachhaltiger Aspekt.

00:13:52: wenn wir in der Gesellschaft wieder mehr Anklungen finden wollen und wenn wir unsere Themen dort thematisieren wollen und zeigen wollen was die Bauern alles leisten oder was Landwirtschaft wirklich isst dann können wir da ganz stark ansetzen.

00:14:06: Was glaubst du, ist vielleicht auch das wichtigste Kommunikationsmittel zwischen Menschen die aus der Landwirtschaft kommen und in der Landwirtschaft arbeiten.

00:14:16: Und Menschen, die vielleicht längst nichts mehr damit zu tun haben?

00:14:19: Das Gespräch!

00:14:20: Das ist immer das Gespräch Und das sehe ich ganz stark im Hofladen.

00:14:24: Wir haben zwar unseren Laden jetzt als Selbstbedienungselement aufgebaut, am Vorhaus der Thematik außer dass wir beide berufstätig eben sind und nicht immer da sind und es sich mit dem so gut verbinden lässt.

00:14:37: nur wir sind dann schon.

00:14:38: also wir sind ja ständig da auch wenn man gerade in einer Arbeit zahnt und im Dialog eben mit den Konsumenten mit der Gesellschaft.

00:14:45: und da kann man so viel leisten und da können wir so viele Aufklärungsarbeiter leisten dass die ... der durchschnittliche Konsument einfach so weit weg ist von einer bäuerlichen Produktion her, von dem Wissen her wie Landwirtschaft wirklich funktioniert und wie Lebensmittel produziert werden.

00:15:06: Und die denkt man immer woher sollen sie es denn erwissen?

00:15:08: Genau!

00:15:09: Das ist ein wichtiger Satz.

00:15:10: Christian Dürnberger Ethiker und Philosoph sagt ganz gerne einen Satz den ich überall mit hinnehme und er lautet wir sagen sehr oft in der Landwirtschaft dass Menschen überhaupt keine Ahnung mehr haben was in der landwirtschaft passiert.

00:15:21: aber was wissen denn wir Menschen aus Landwirtschaft, wie die Lebensrealität von dem Dreiundzwanzigjährigen Grafiker aus Wien oder der niederösterreichischen Kindergärtnerin tatsächlich ist.

00:15:30: Was ihre Herausforderungen sind?

00:15:32: Das Gespräch sagst du ist eines und das andere ist auch diese permanente Weiterbildung von Bauern im Zuge von Schule an Bauernhof, die da ja wirklich ein ordentliches Handwerkszeug an die Hand kriegen damit dann Schülerinnen und Schüler, Kindergartenkinder zu ihnen auf die Höfe kommen können.

00:15:48: Was ist da deine Erfahrung oder dein Erlebnis was die Sache in der Persönlichkeitsentwicklung diesen Menschen bringt?

00:15:54: ganz eine enorme persönliche Weiterentwicklung.

00:15:58: Also dieser Zertifikats-Lergung A, der einerseits ein gutes Netzwerk ausbildet, das heißt man lernt auch von Berufskollegen kennen und geht mit denen also AD die gleiche Begeisterung teilen.

00:16:09: Man geht mit ihnen ein Stück des Weges gemeinsam, man bildet sich aus, man bespricht Inhalte, wie man am besten jetzt diese Drehbücher gestaltet und ausgestaltet.

00:16:20: eben und es gibt immer so viele Methoden und das erleben wir heute noch in einer Weiterbildung, dass der Wunsch da ganz stark hier ist nach dieser Vernetzung und noch dieser Methodenvielfalt wie man das einfach am besten kindgerecht drüber bringt.

00:16:33: Und vor allem auch die Lehrerinnen und Lehrer gehen ja jedes Mal völlig gehypt von den Bauernhöfen in ganz Österreich weg oder?

00:16:39: Ja, noch mehr wird die Kinder auf.

00:16:41: Die

00:16:41: Zielgruppe sind in diesem Fall Kinder, die Konsumentinnen und Konsumenten von morgen.

00:16:46: Auch du bist ganz oft eine Konsumentin weil tatsächlich nicht jedes Produkt bei dir auf deinem Hof verfügbar ist.

00:16:52: worauf achtest du wenn du einkaufst Lebensmittel besorgst deine Familie versorgt?

00:16:59: was ist euch besonders wichtig?

00:17:00: Und was ist da vielleicht auch ein Satz denn du gerne anderen Menschen nach nahe legen möchtest?

00:17:05: Ich glaube, dass sich die Landwirtschaft auch sehr gewandelt hat.

00:17:08: Also so wie du selbst das sagst wir produzieren nicht alles und das muss man glaub ich auch nicht.

00:17:14: Es gibt ja viele Berufskollegen, die das gut machen.

00:17:16: Und so schauen wir halt einfach auch in der Umgebung, wo wir von anderen Bauern auch die Produkte beziehen können.

00:17:23: Wir haben im Moment zum Beispiel selbst keine Schweinefleische.

00:17:25: Jetzt haben wir da etwa kurz in einer Nachbarschaft eben mal geschaut, dass man durch das Schweine fleisch bezieht.

00:17:31: Dass man das eben auch selbst hat.

00:17:33: Was ich ganz gern mache mit meinen Kindern gerade letzten Samstag jetzt war mit der Tochter wieder am Wochenmarkt in der Stadt unten.

00:17:40: Wo wir einfach auch durchgehen und schauen welche Produkte sein Sohn haben und woher die kommen.

00:17:45: Es ist jedes Mal so schön zu schauen, wie die Kinder das auch aufnehmen und wie wir das verarbeiten.

00:17:51: Und welche Schlussfolgerungen die aus dem erziehen?

00:17:54: Also es ist ganz wichtig diese Regionalität und auch diese Saisonalität, dass man das lebt.

00:18:00: Wir schauen auch, dass wir möglichst viel selbst anbauen im Garten aber alles hat man dann halt doch nicht selbst.

00:18:06: Das muss man ja nicht haben!

00:18:08: Das ist jetzt was angesprochen, nämlich auch einen Aspekt deines persönlichen Lebens.

00:18:11: Denn du bist auch zweifache Mutter!

00:18:14: Jetzt haben wir schon einige Rollen.

00:18:15: Zum einen bist Du Bäuerin zum anderen bist Du Innovatorin die hier auch neue Themen einen neuen Bereich Zweig auf den Hof gebracht hat Zwar anderen bist du Beraterin, du bist zuständig für Schule im Bauernhof in ganz Österreich und zum Anderen bist du Frau- und Mutter.

00:18:31: Ich steige jetzt gleich mal beim Mutter ein – Mutterschaft und Bauernhof!

00:18:35: Wie gut lässt sich das oder wie schwer lässt sich es vereinbaren?

00:18:39: Also im Grunde ist das eigentlich von dem so viele Träumen auch, dass man einfach mehr Zeit für die Kinder hat.

00:18:46: Ich sage es klingt oft in der Theorie leichter als es dann in der Praxis ist weil man hat schon die täglichen Arbeit halt auch zu leisten.

00:18:54: und ja aber im Endeffekt sage können wir unser Leben so gestalten dass wir trotzdem für unsere Kinder da sein können Und dass wir da sind, wenn sie am Mittag von der Schule haben kommen und das was Frisches gekocht ist.

00:19:07: Und was da ist und dass man sich einfach diesen Weg auch mitbegleiten können.

00:19:11: Also unser so ein Getäuer in die Volksschule und er als Ahnung von ganz den wenigen Kindern, die zum Mittag haben gehen können.

00:19:18: Die nicht in einer Ganztagsschule sind.

00:19:20: Aber ich möchte es gar nicht verurteilen weil Eltern, die das brauchen und die berufstätig sein, die haben jetzt keine andere Möglichkeit.

00:19:29: Privileg, dass du es so gestallt kannst.

00:19:31: Wachsenbauernhofkinder heute auch noch anders auf als andere Kinder haben die auch privilegieren?

00:19:37: Ja natürlich!

00:19:38: Also

00:19:39: es ist zum Beispiel bei unseren Kindern, wenn sie Geburtstag haben und die Kinder dann zu uns auf den Hof kommen.

00:19:44: Die haben einfach die Möglichkeit da zu doben sich auszubauern eben Feuerschalen einzuhatzen ein Steckhalbbrot zu machen eine Wirstel auf dem Feuer zu krallen.

00:19:55: das sind einfach Erlebnisse, die andere Kinder oft die Möglichkeit dazu nicht haben.

00:19:59: also das ist schon ganz ein ganz anderes Leben Ema.

00:20:03: und ja Es ist natürlich von auch von Verzicht gebracht weil man halt auch nicht die Möglichkeit hat, ständig jetzt irgendwo in der Weltgeschichte zu pflegen.

00:20:14: Das erlebe ich schon im Schulkontext immer wieder, dass die Schulkollegen von unseren Sohnen

00:20:20: z.B.,

00:20:21: ja ... Zum Beispiel in den Herbstferien sind wir in Italien.

00:20:25: In den Sommerferien füllen wir nach Griechenland und so weiter, die einfach so viel in der Weltgeschichte unterwegs sind.

00:20:32: Wir schauen schon an, dass man uns die Zeit nehmen, dass wir auch Urlaub machen.

00:20:35: Da sind wir der Schwiegermutter eben und ihren Lebensgefährten da sehr dankbar, dass sie uns dann am Betrieb vertreten, das wir ein paar Tage weg können aber jetzt ewig wegkönnen vom Betrieb.

00:20:46: Oder öfter

00:20:46: oder mehrmals?

00:20:48: Das geht nicht!

00:20:49: Aber ich glaube es ist auch ein Thema wo es meinen Kindern mitgeben.

00:20:52: worüber man spricht, dass sie dafür andere Möglichkeiten

00:20:56: haben.

00:20:59: Der Druck auf Österreichs Bäuerinnen und Bauern ist groß.

00:21:02: Maschinenring unterstützt mit zwei vom Landwirtschaftsministerium geförderten

00:21:06: Projekten.

00:21:07: Wissensausdau springt neue Agrartechniken- und gezielte

00:21:10: Schulungen

00:21:11: und Happy am Hof bietet Prävention und Unterstützung für die Gesundheit.

00:21:15: Mehr auf maschinenreng.at und happyamhof.at.

00:21:23: Ihr selbst habt ja auch ... Wie sagt man so schön?

00:21:26: Situationselastisch sein dürfen und müssen auch in Bezug auf die Familienordnung.

00:21:32: Denn als dein Schwiegervater gestorben ist, war zuerst einmal das große Vermissen eines Menschen der Mitte zum anderen aber auch eines Menschen, der auch mitgeholfen hat.

00:21:42: Und nach einer gewissen Zeit der Trauer ist ein neuer Mensch hinzugekommen bei euch.

00:21:47: Über den freuen wir uns sehr.

00:21:49: Schwiegermutter hat dann noch einmal einen Partner kennengelernt und er kommt aus Oberösterreich auch, und fährt jetzt alle ein paar Wochen.

00:21:59: hin und her.

00:22:01: Und da sind wir einfach sehr dankbar auch für das, ich sage unsere Kinder haben ein bisschen einen Ersatz oben wieder dazukriegt.

00:22:07: und wie er wieder etwas Verstärkung am Betrieb durch einen pensionierten Bauern an, der war selber sehr aktiv am Betreiber.

00:22:15: Wer

00:22:15: weiß wie es Geschäft geht oder?

00:22:16: Der

00:22:16: weiß wie's Geschäft geht!

00:22:19: Wir haben oft wirklich Spaß mit ihm weil er sagt ja diese Hühnerwirtschaft Und er ist oft ganz fasziniert, wie die Vermarktung bei uns am Betrieb am VH funktioniert.

00:22:30: Gawala sagt eben, ihr habt schon ein Privileg durch diese Stadt Nähe.

00:22:35: Die

00:22:35: sagt, die Stadt Näher ist einerseits wirklich ein Priviläge weil man den Konsumenten direkt vor der Haustür hat andererseits aber auch Herausforderungen, weil man ständig unter Beobachtung

00:22:46: Es steht.

00:22:47: Und viele Menschen wahrscheinlich diese Lebensform auch nicht mehr nachvollziehen können.

00:22:50: heute in Zeiten sinkenden Informationsflusses, wo es dann eine Bauanschaft überhaupt zu arbeiten hat oder zu leisten hat wie das funktioniert?

00:22:58: Habt ihr da auch manchmal schon Begegnungen gehabt, wo Menschen vielleicht auch kritisch euch gegenüber gestanden sind?

00:23:04: Ja, es gibt natürlich auch Situationen.

00:23:07: Und da ist man sehr stark gefordert ein realistisches Bild von der Landwirtschaft zu erzeugen.

00:23:14: und ich sage so wie bei uns unsere Hühner wohnen in Hühnermobilen.

00:23:19: Den Kindern erkläre ich das immer.

00:23:20: Das sind so Art Camping-Wegen, wo sie gut aufgehalten sind und Futter und Schutz haben.

00:23:26: in der Nacht und Togsüber sind sie draußen auf die Wiesen nehmen.

00:23:29: Dann sind wir halt da wie jetzt gerade zu dieser Zeit immer wieder mit dematik Vogelkrippe konfrontiert, wo dann behördlich auch eine Stolpflicht verhängt wird wo wir die Hühner dann im Einsperren müssen.

00:23:42: Wir haben geschaut, dass wir so Wintergärten dazu haben, dass sie zumindest ein bisschen einen Auslauf haben.

00:23:47: Aber natürlich ist das nicht das Bild, was sich der Konsument vorstellt.

00:23:51: und dann haben wir schon Anrufe erkriegt von der Lebensmittelbehörde eben von der Stadt Villach, wo sie nachgefragt haben ja, was es mit eurer Hühne hat?

00:23:59: Die Leute haben uns gemeldet Sie wohnen in grauslichen Containern Was er dann schon persönlich irgendwo wehtut, weil man sagt, man investiert da eigentlich sehr viel Geld in eine tierfreundliche Haltung eben mit dem, dass wir sie einfach jede Woche auch weiterziehen.

00:24:13: Gar dass die grüne Wiesen wieder haben was du sonst im Stall ja nicht hast, gar mit der Freilandhaltung musst du auch sehr viel investieren.

00:24:21: Da hätte man die Möglichkeit nicht gehabt, dass sie weiter ausgekommen auf die Wiesen.

00:24:24: und so ist das unser System.

00:24:25: oder wenn man es schon sehr kritisch angeschaut eben, Ager.

00:24:29: Wie sehr

00:24:29: schmerzt es?

00:24:30: Ich stelle mal vor wenn mein Leben jemand bewertet und vielleicht Inhalte davon kritisiert dann ist man vielleicht manchmal... Manchmal hält man's eher aus, manchmal nicht.

00:24:41: aber wenns darum geht wie man seine Tiere behandelt die einem ja ans Herz gewachsen sind Wenn das der Lebensunterhalt des Thema bestreitet.

00:24:48: Wie nahe geht einem das wenn Menschen zum Beispiel zuerst diese Meldung machen statt einfach vorbeizukommen und zu sagen hey wie ist es bei euch wie funktioniert das?

00:24:55: darf ich mir das ansehen?

00:24:57: Das wäre eigentlich immer mein Wunsch, so wie du das angesprochen hast.

00:25:00: Dass sie uns einfach fragen, dass die Leute herkommen und mit uns ins Gespräch kommen und es nicht irgendwo anonym verstecken und irgendwo auch anonyme Anzeige oder Meldungen machen.

00:25:10: Das ist leider ein bisschen so eine Entwicklung in der Gesellschaft, wie ihr das seht.

00:25:16: Die zackt das an und meldet das anstatt das direkte Gespräch zu suchen.

00:25:20: Das tut dann schon weh.

00:25:21: Das muss ich sagen, das tut dann weh, weil man leistet ... jeden Tag sehr bestes, gar und kein Bauer möchte sein dir jetzt extra einen ganz Schaden zufügen oder sonst würden wir das nicht machen.

00:25:35: Also jeder, der das mit Herzblut betreibt, er gibt jeden Tag sei bestes.

00:25:40: Ich lege jetzt einmal all diese Rollen und Karten auf den Tisch die du so bist und hast auf diesen wunderbar gedeckten Tisch nämlich da kernter Rindlinge riecht verführerisch hierüber.

00:25:48: deine wunderbaren frischen Eier stehen her.

00:25:50: ich versuche trotzdem mich nicht ablenken zu lassen und hinzulegen.

00:25:53: nochmal deine Rollen.

00:25:54: zum einen die Beraterin die verschuldet am Bauernhof bundesweit verantwortlich ist zum anderen die Mutter zwei Erkinder zum nächsten eine Bäuerin die Innovation auf dem Hof betreibt.

00:26:02: Und zum vierten dann einfach eine Frau die in einer Partnerschaft lebt, die vielleicht auf den Hof hergekommen ist in ein neues System.

00:26:10: Wie bist du damals angekommen und heute im Ankommen?

00:26:15: Wie wohl fühlst du dich und wie kannst du dein Frau sein hier auf diesem Betrieb auch gestalten und für dich

00:26:19: leben?".

00:26:21: Das verändert sich ganz viel mit der Zeit.

00:26:24: Wenn man als junger Frau irgendwo auf einen Betrieb zurückkommt dann ist das schon ... Ja, ganz eine neue Situation.

00:26:31: Es ist ein neues Gefühl.

00:26:32: Man muss schauen wie dick diese Familie eigentlich.

00:26:35: Was sind die Werte?

00:26:36: Das sind die werten, die da gelebt werden.

00:26:39: Ich muss sagen vielleicht auch, dass noch eine lustige Geschichte in meiner Schwiegermutter war oder ist nach wie vor Bildungsreferentin in der Landwirtschaftskammer und mein Mann jetzt das Sohn dazu.

00:26:51: Und ich wollte es ja gar nicht!

00:26:55: Das war für mich immer in der Arbeit sehr professionell und wollte immer einen konkreten Auftritt.

00:27:03: Lerne ihn kennen.

00:27:04: Und dann war es auch mal mit einem damaligen Chef, in dem der gesagt hat, weil Beraterin und irgendeiner Bauern Sohn jetzt sind, da muss man schon schauen.

00:27:12: Weil wenn das nicht funktioniert, da kannst du Probleme geben und wie schaut das aus?

00:27:16: Und immer gedacht, nein, das mache ich gar nicht.

00:27:18: Spannend, welche Erwartungen sofort eine Beziehung herangetragen werden.

00:27:22: Ja!

00:27:22: Und die mir gedacht... Das wird außerhalb der Erwartung, die zwei sollen glücklich sein miteinander.

00:27:26: Genau, und immer gedacht.

00:27:27: Wenn das da nicht funktioniert ... Wie blöd das ist, dann in der Arbeit.

00:27:30: Also das wäre glaube ich persönliche Geschichte jetzt sogar und haben wir dann ein ziemlich langer Gewert dagegen.

00:27:37: Und da haben wir gedacht, na ja gefällt mir zwar ist es sehr interessant gar aber nein macht das nicht.

00:27:42: Und dass sie eine gute

00:27:43: kämpfen müssen um dich?

00:27:44: Ja, hat

00:27:45: er müssen.

00:27:47: Gott sei Dank!

00:27:48: Wir sitzen hier wahrscheinlich gewonnen.

00:27:50: Er hat gewonnen.

00:27:51: mit der Zeit habe ich einfach gesehen, dass die Interessen ja und dass das auch stärker geworden ist und dann hat's gepasst.

00:27:57: Was würdest

00:27:57: du sagen macht eure besondere Verbindung aus, dass ihr hier dieses Leben gestalten könnt dass er miteinander schon durch Höhen und Tiefen, der Verlust des Schwiegerfahrts, die Umgestaltung des Hofs.

00:28:07: Dass man solche Dinge auch bewältigt mit Druck von außen, Erwartungen sogar an eure Beziehung, die noch ganz jung und frisch war.

00:28:12: Gerade im bäuerlichen Kontext gibt es ja so viele Meinungen und Erwartung von innen vom Außen.

00:28:17: Was habt ihr getan um eure Bezierung gut zu gestalten heute miteinander noch tragen zu können?

00:28:23: Also ich glaube das war grundlegend.

00:28:25: einfach einmal diese gemeinsamen Gespräche Diese Sympathema, man muss sich grundsätzlich sympathisch sein, dass das funktionieren kann.

00:28:32: Dann diese angesprochenen Schicksalsschläge, so wie du sagst eben also wir haben ziemlich zur gleichen Zeit eher seinen Vater ich meine Mutter verloren.

00:28:39: Das ist auch

00:28:40: noch parallel

00:28:40: früh.

00:28:41: Also innerhalb von einem Jahr und in der Zeit haben wir einfach gemerkt, dass wir zusammenstehen.

00:28:48: Das sind so Prägungen, Erlebnisse die kein anderer mehr nehmen kann und denen wir einfach gemeinsam bewältigt haben.

00:28:56: Und durch das war es eigentlich sehr schnell, wie soll ich sagen, wenn man irgendwo im gleichen Leidenskontext... ...und dann mit der Betriebsübernahme und den Aufbau über viele Gespräche.

00:29:09: Ich glaube, wir ergänzen uns einfach sehr gut in dem, dass mein Mann inzwischen wirklich selber immer sehr gern sagt Bauer ist, da wirklich wieder eine neue Leidenschaft gefunden hat und dass wir uns einfach auch in dem Bereich unterstützen.

00:29:25: Dass er der Zahlenmensch, also er macht die ganze Abrechnung

00:29:30: usw.,

00:29:31: eben auch im Selbstbedienungslauen, das ist so Sidings.

00:29:34: Und ich bin eher die, die kommunikativ ist, die den neuen Ideen bringt, die Innovationen bringt... Eheminister,

00:29:41: Außenminister oder Backoffice und Marketing?

00:29:44: Genau!

00:29:45: Aber auch.

00:29:47: Und das ist eben oft da, wenn es um irgendeine Kundschaftenreise geht, die vielleicht ein bisschen speziell sind und sagt ja... Geduppte Aussage.

00:29:56: Und sprich mit seinen, das ist mein Bad eben auch.

00:30:01: Ich bin aber so dankbar, weil er macht die ganze Buchhaltung und so weiter, wo ich mir denke, dass es nicht meine Stärke ist.

00:30:08: Aber er macht's perfekt!

00:30:09: Was

00:30:09: ist für dich wichtig?

00:30:10: Dass du deine Frau sein kannst auf diesem Hof leben.

00:30:13: Was brauchst du an Umgebungen oder Nährboden?

00:30:16: Was brauchste dann umfällt damit es dir gut geht?

00:30:20: Ich brauch einfach ein bisschen Abwechslung, muss ich sagen.

00:30:22: Das war mir auch wichtig.

00:30:26: In meiner beruflichen Tätigkeit in der Landwirtschaft kann man vor kurzem eben eine Pause gemacht und da war dann eine Zeitung rein am Betrieb daheim euren und Mutter und hab dann aber irgendwo für mich gemerkt es fehlt mal was.

00:30:41: Es fehlt mal etwas und zwar eben diese Weiterentwicklung und dieser Dialog an Mit Kolleginnen, auch mit anderen Bauern.

00:30:50: Im Berufsstand eben auch und das hat sich dann so ergeben, dass ich jetzt diese Bundeskoordination für Schulleinbauantilfe übernehmen habe können und bin sehr dankbar für die Chance, für diese Möglichkeit mich selbst weiterzuentwickeln.

00:31:04: Und am Hof selbst, also dieses Bäuerensein, da muss man mit sich selbst da im reinen sein.

00:31:12: Was will ich?

00:31:13: Was brauche ich, oder?

00:31:14: Genau!

00:31:15: Und sich selbst einfach zu dem stehen.

00:31:17: Ich mache das jetzt.

00:31:18: Ich bin es und in einer Gesellschaft auch wenn jemand fragt was bist du dann nicht so ein Bäuerin also mit Selbstzahn nebendon sondern mit einem gewissen Selbstbewusstsein.

00:31:29: Also wenn ich dich neu kennenlernen würde und die wird sagen Hallo mein Name ist Sabine wie heißt Du und was machst Du?

00:31:34: Was würdest Du sagen?

00:31:36: So überzogen bin ich ja helt dumm, und wir betreiben eine Landwirtschaft am Stadtrand von Villach.

00:31:41: Wir haben Legehennen, vermarkten dort Eier.

00:31:44: Und das ist... Ja schon!

00:31:47: Und wir haben ganz einen hohen Stellenwert einer Gesellschaft.

00:31:51: Also ihr erlebt es da bei uns in der Nachbarschaft rundherum.

00:31:55: Ihr erlebt wenig schlechte Erfahrungen.

00:31:58: Die sind eigentlich alle sehr positiv gestimmt der Landwirtschaft gegenüber.

00:32:03: Die Nachbarskinder zum Beispiel nennen wir immer die Pipi Mama In die Pipi-Mama, weil man in Kindergarten und Schule das miterlebt.

00:32:11: Die freuen sich jedes Mal wenn sie zu uns am Betrieb kommen können und es erleben dürfen.

00:32:16: Also die Pipimama weiß dann auch ganz viel wie die Kinderherzen höher schlagen können?

00:32:21: Wie würdest du denn ... Wenn du einen Tag mal gestalten könntest, was würdest du denn zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft oder vielleicht auch für die Bäuerinnen in Österreich?

00:32:30: Was wäre ein Hebel, den du bewegen würdest wenn du einen Tage einmal so richtig das Ruder in der Hand haben würdest.

00:32:35: Das ist jetzt eine spannende Frage.

00:32:38: Was würde ich machen?

00:32:38: Einfach diesen Dialog verstärken.

00:32:41: Das wissen wir BäuerInnen, wofür wir in der AG sehr stark kämpfen immer... Ja, dass wir Frauen aufstehen und sagen was wir zum Sagen haben.

00:32:52: Also ich sage die Betriebsführung auch, die funktioniert nur gemeinschaftlich.

00:32:56: Es funktioniert nicht in einer Männerwirtschaft allein es funktioniert damit mit Frauen alleine sondern immer in der Gemeinschaft.

00:33:03: aber ist ganz wichtig das die Frauen auf stehen und heute ihre Meinungen mit einbringen und da einfach sich ausbilden, sich weiterbilden und diese Chance annutzen.

00:33:15: Ich glaube das ist schon Es ist ja nicht verböhnend jetzt an irgendwo nur mehr, man muss nur mal Karrierefrau sein.

00:33:21: Ah dieses Kochen von einer gesunden Mahlzeit.

00:33:26: Das da haben diese Familie zusammen am Tisch zu holen das ist ah ganz was wertvolles.

00:33:31: Du zeigst dir dass irgendwie alles gleichzeitig geht und gleichzeitig wenn ich höre was du alles machst frage ich mich dann voller Wertschätzung Hast du manchmal das Gefühl selber auch zu kurz zu kommen?

00:33:41: oder wo findest du Ausgleichstabilität?

00:33:45: Wieder vielleicht auch Rückzugsmöglichkeit.

00:33:47: Zeit für dich!

00:33:48: Zum Teil schon.

00:33:49: Es war jetzt ganz eine intensive Zeit, die wir durch diesen Aufbau vom Betrieb durch kleine Kinder sind, die viel Aufmerksamkeit brauchen und da hat man das Gefühl, dass man dann selbst zu kurz kommt.

00:34:06: Dann geht es aber einfach darum, sich wieder auszeiten nimmt.

00:34:10: Wir waren in den Herbstferien ein paar Tage am Lobratsch auf einer Almhütten, wo wir schon den ersten Schnee erleben haben dürfen mit den Kindern Und wo man auch vorher in der Frau, ich bin aufgestanden um fünf Uhr in der Fraue und bin eine Runde durch den Schnee aufgegangen.

00:34:24: Wenn man dann diesen Sonnenaufgang umsickt und auf dieses Nebelmärr aber schaut und dann eigentlich schaut wie schön das rundherum ist und dieser Lebensraum, wo wir leben dürfen.

00:34:35: Dann gibt mir das ganz viel innere Zufriedenheit und ganz viel ... einfach ja staunen über das was die Natur so macht.

00:34:43: Das ist ein wunderschöner, abschlossenen, schönes Finale und dennoch habe ich noch ein bisschen ein Finale mit dir vor.

00:34:49: Ich hab nämlich den Wordrap vorbereitet in dem ich noch einmal ganz kurz abfragen möchte was dich bewegt damit wir heraushören wer du bist und ich nehme dich dazu jetzt mit!

00:35:07: Mein Tiefpunkt.

00:35:19: Selbstzweifel, ob man am richtigen Weg ist.

00:35:23: Hast du das Gefühl manchmal nicht auf dem richtigen weg zu sein oder spürst du und deinen Veränderungswunsch?

00:35:29: Immer wieder immer wieder.

00:35:31: Mein Mutausbruch.

00:35:33: Mut oder Wut?

00:35:34: Mut Ausbruch ja nach vorne schauen ausprobieren testen was möglich ist

00:35:41: mein Herzensmoment

00:35:43: meine Familie die Kinder, wenn sie strahlen und einfach auch dieses Glück.

00:35:51: Mein Antrieb?

00:35:55: Der innere Antrieb immer noch weiterzukommen sich auszubilden weit zu zubilden und zu schauen was das Leben noch bringt und was man noch erreichen kann.

00:36:04: Damit sage ich vielen herzlichen Dank an dich.

00:36:06: Danke, dass ich da sein durfte heute und deinen Hof auch wirklich bewundern durfte was hier geleistet wird und ich wünsche dir und deiner Familie alles alles Gute und danke das sich heute durch deine Hoftür hereinschauen dürfte.

00:36:19: Ich freue mich sehr, dass du heute da warst.

00:36:21: Herzlichen Dank für dieses Gespräch.

00:36:24: Die hat die Folge gefallen!

00:36:25: Die Lebensgeschichte hatte ich inspiriert.

00:36:27: dann schickst doch weiter.

00:36:28: Wir freuen uns über jedes Like und wenn du keine Folge verpassen möchtest, dann aktiviere die Glocke.

00:36:33: Und du wirst immer benachrichtigt, wenn eine neue Folge erscheint!

00:36:36: Der Podcast der Bauernzeitung HofTour auf erscheinend vierzehntägig auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

00:36:42: Wer die Bäuerinnen nicht nur hören sondern auch sehen möchte findet ergänzende Eindrücke und Einblicke zum Podcast auf den Social Media Kanälen und auf bauernzeitungen.at.

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