Folge 15: Tür und Tor geöffnet hat Tierhalterin Gerda Rebitsch

Shownotes

In dieser Folge hat Gerda Rebitsch aus Tirol ihr Hoftor geöffnet. Die Bäuerin erzählt, warum sie sich nach persönlichen und beruflichen Umbrüchen bewusst für die Rückkehr auf den Hof entschieden hat und wie sie ihren landwirtschaftlichen Betrieb mit viel Kreativität und Herzblut weiterentwickelt. Mit einem innovativen Patenschaftsmodell bringt sie Menschen und Tiere zusammen und schafft eine neue Verbindung zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig spricht Gerda offen über ihre Erfahrungen als Frau in einer traditionell geprägten Branche, über gesellschaftlichen Druck, Selbstfindung und den Mut, den eigenen Überzeugungen treu zu bleiben. Ein Gespräch über Neuanfänge, Vielfalt und die Frage, wie sich Tradition und Innovation erfolgreich verbinden lassen.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird ihr präsentiert von Maschinenring.

00:00:04: Mein Name ist Sabine Kronberger und mein Herz schlägt für die Landwirtschaft, besonders für die Bäuerinnen unseres Landes!

00:00:10: Wie diese Frauen ihr vielfältiges Leben gestalten, Verantwortung übernehmen und landwirtschaftlichen Betrieben ihre Handschrift verleihen beleuchten wir im Podcast der Bauernzeitung.

00:00:19: Dafür öffnen uns die Bäueren

00:00:20: Tür-und Tor.

00:00:22: Wir treten neugierig ein und nehmen dich mit wenn es heißt Hoftor auf!

00:00:29: Tür und Tor geöffnet hat uns heute.

00:00:33: Gerda Rehbitsch aus Pricks leg in die Roll!

00:00:35: Und wir sind im wunderschönen Tirol, wir sitzen tatsächlich inmitten deiner Tiere an deine kunterbunte Farm und ich musste schon beim Herfahren zu dir heute schmunzeln weil ich habe Google befohlen bring mich zur Gerda-Reh Bitsch und dargestanden ist dann am Display auf Kable i hab ein Vogel.

00:00:52: Erklär mal woher kommt das was heißt es und warum ist das deine Adresse?

00:00:57: Irbernvogel ist tatsächlich der Name von Bauernhof.

00:00:59: Der wurde aus dem Jahr zweizehnt neunzehn gegründet und der Name ist wirklich ein Programm, weil es geht bei Irbern Vogel um die Verbindung zwischen dir und Mensch, die meiner Meinung nach total verloren gegangen ist.

00:01:11: Und indem du zu Irbern Vogel kommst bekommst du einen Huhn, wo's beringt wird!

00:01:16: Dann erkennst du dein Huhn in der Herde wieder als dessen Herde du die Eier bekommest für dich.

00:01:20: Das heißt du hast eigentlich einen Eierbetrieb.

00:01:22: oder kann man das so sagen?

00:01:24: Ja, die Grundsäule von Irbern Vogel ist der Eierproduktion.

00:01:28: Wie bist du auf den Begriff gekommen?

00:01:31: Das ist doch eine ungewöhnliche Namensgebung für einen bayerlichen Betrieb!

00:01:36: Das war wirklich eine spontane Eingebung... Die ersten Hühner sind wirklich auf den Hof gekommen für die Eigenversorgung.

00:01:45: Wie Mutter geworden und hatte plötzlich das Gefühl gehabt, ich möchte gerne eigene Eier und ein bisschen gesünder kochen wie das halt meistens ist wenn man erste Kinder hat stellt mir ja viel in Frage und man macht gesündere Leben und da für die Kinder da was besseres schaffen.

00:01:57: und dann sind die ersten Hüner eingezogen Und natürlich wurden zehn Hühner und ein Hahn von der Eierproduktion, sind wir in den Mengen, stickt das einzelne Familie.

00:02:06: Dann sind die ersten Nachbarn gekommen.

00:02:09: Es ist dann zunehmend gewachsen, dass ich wieder mehr Hühners gebraucht habe.

00:02:12: Da bin ich in diese Abhängigkeit von Konsumenten geraten.

00:02:15: Das zu Weihnachten sind sie alle gekommen und wollten Eier.

00:02:19: Im Sommer, wenn Sie auf Urlaub wohnen, bin ich auf meine Eiermengen sitzengeblieben Und dann hat sich das ergeben bei einem Gedanker.

00:02:26: Eigentlich wäre es gut, wenn der Konsument wieder mehr Verantwortung für das Tier trägt und ein bisschen die Abläufe mitbekommt und lernt, dass gerade nur weil Weihnachten ist kein Huhn mehr Eier legt und nur weil der Konsumente auf Urlaub fährt, dass Huhn auch nicht die Eierproduktion einstellt.

00:02:42: Somit ist der Gedanke gekommen man musste das Huhn und den Menschen wieder verbinden am besten über ein Erkennungsmerkball wie ein buntes Band oder was auch immer.

00:02:51: Und so wurde die Idee geboren, ich habe einen Vogel wenn in dem Moment wo du dieses System unterstützt und wieder die Verantwortung für deinen Huhn übernimmst und somit auch bisschen die Abläufe wieder kennenlernst.

00:03:00: Also du einfach merkst dass ein Huhn einmal in die Mauser kommt und vielleicht nicht mehr so schön ist und das das Tier halt einfach seine Wellen hat wo er es mehr legt und weniger legt.

00:03:10: Somit wollten wir den Kunden das wieder vermitteln.

00:03:13: Du bist ja, und ich glaube da kommt es auch ein bisschen auf den Kern hin eine gelernte Kommunikationswissenschaftlerin.

00:03:18: Eine Publizistin, eine Historikerin mit bäuerlichen Wurzeln.

00:03:22: Das heißt du bist hier aufgewachsen aber es hat dich erst später wieder herher verschlagen.

00:03:27: Magst du uns einmal da auf diese Reise ein bisschen mitnehmen?

00:03:30: Also ich bin auf dem Hof auch geboren wobei der Hof schon über Jahrzehnte stillgelegt war.

00:03:34: Als Jugend meiner Mutter haben meine Großeltern den Hof stillgelegt.

00:03:39: Und meine Mutter hat sich aus dem bäuerlichen Raus gearbeitet.

00:03:41: Vielleicht kann man sagen, wenn man hier ankommt, spürt man gleich ... Das ist ein ehemaliger Gutshof?

00:03:46: Ja genau!

00:03:47: Der gehört zum Gut Matzen und wir wohnen der Gutsverwaltungshof also mein Ur-Uhr-Großvater oder Guts Verwalter und er hat dann wie der Schlossherr das aufgegeben hat diesen Hof raus gekauft mit die zugehörigen Felder und da ist immer Werb geblieben als Vollbauer.

00:04:03: Aber dann gab es sozusagen eine Unterbrechung.

00:04:05: Da ist gesagt, deine Mutter hat sich herausgearbeitet bzw.

00:04:08: auch raus studiert aus dem bäuerlichen Leben.

00:04:10: Genau wie es noch ins Worten Weltkrieg sehr oft wurde, dass viele Bauern einfach die Landwirtschaft niedergelegt haben... billige Produkte ins Inland gekommen sind und plötzlich sich oft die Frage gestellt hat, ob das Sinn macht es wirklich selber zu produzieren wenn man inzwischen so viele Produkte ja im Laden bekommt.

00:04:25: Das war immer der Geschichte was mir meine Großmütter nur erzählt hat dass das ja eigentlich ein Aufwand wo der nicht mehr dafür gestanden ist die eigenen Kühe zu halten wenn ich so ohne Probleme die Milch kaufen kann überall nun jederzeit.

00:04:36: Und somit ist wo früher ein Milchviehbetrieb sind die Kühe ausgezogen in den fünftiger Jahren und meine Mutter hat eine ganz normale schulische Laufbahn eingeschlagen Akademikerin waren und später Direktorin von einer Schule.

00:04:48: Und wo in dieser Reise ist plötzlich die Gerda nämlich du drauf gekommen hat, weil ich möchte zurück auf den Bauernhof?

00:04:54: Das ist es, wo ich herkomme da möchte auch wieder arbeiten.

00:04:57: Ja leider wahnsinnig spät!

00:04:58: Also für mich... Ich bin ja nie gefragt worden, ob ich eigentlich in die Landwirtschaft gehen will.

00:05:04: Das war ein bisschen verböhnend!

00:05:05: Wir waren die reine Akademiker-Familie, mein Vater war auch Doktor der Geschichte und der Geografie Und wir sind drei Mädels alle Studierenganger.

00:05:13: Also das ist gar nicht thematisiert worden Ob wir was anderes wollen wie studieren.

00:05:17: Und somit habe ich für mich auch leider nie hinterfragt und bin ganz den klassischen Weg gegangen mit Oberstufe, Matura gemacht.

00:05:24: Dann studieren angefangen und war ja alles ganz nett.

00:05:27: aber es hat mir heute alles nicht erfüllt.

00:05:28: und dann wohre in der Modebranche wo sich auch total viel Spaß gemacht hat was ich auch gern mag.

00:05:34: Ich hab mehr gegeben, als wie es mir zurückgegeben hat.

00:05:37: Es wär ein Klassiker für eine Burnout worden!

00:05:38: Du willst ja dann die Karriereleite drauf und du magst deinen Firmenauto haben?

00:05:42: Was macht ihr mit dem Motorbereich?

00:05:44: Bereichsteiter bin ich gewesen.

00:05:46: Studienbegleitend war ich bei einer großen schwedischen Modifirma.

00:05:51: Und später bei einem großen deutschen Modifirm.

00:05:54: Das halt auch Spaß gemacht ... Aber es hat mich nicht erfüllt.

00:05:58: Es wurde meine Berufung.

00:06:00: Nach der Geburt meiner ersten Tochter von der Louisa hab ich dieses Experiment mit die eigenen Eier gestartet.

00:06:06: Weil sie einfach schön war, sich selbst zu versorgen und den Gemüsegarten, den wir haben, vielleicht mehr selbst produzieren?

00:06:11: Dann ist das irgendwie ein Selbstleufer geworden und da ist man erst mal aufgefallen.

00:06:14: Aber wenn man zehn Stunden arbeitet, muss man danach nicht erschöpft sein!

00:06:18: Also das Gute, dir auch was geben,

00:06:19: gell?!

00:06:19: Sogar bist du vielleicht körperlich müde aber du bist trotzdem zufrieden nach so einem Arbeitsdok.

00:06:23: Und das habe ich bei dem Modikanzer nicht gespürt.

00:06:26: Da will ich wirklich schlagen, wenn ich um fünf oder sechs oder sieben daraus bin, wo ich einfach fertig mit der Welt.

00:06:32: Hast du das Gefühl, dass der Bauernhof dich zurückgerufen hat?

00:06:36: Ja.

00:06:36: Wahrscheinlich bin ich schon so romantisch veranlagt, dass es sein hat sollen.

00:06:41: Es hat sich dann auch alles sehr leicht gefügt.

00:06:44: In dem Moment, wo ich mich dafür entschieden hab wirklich diesen Weg zu gehen und den alten Job zu kündigen ... Ich hätte ja Elternteilzeit bekommen.

00:06:54: Du bist in einer gesicherten Hafen!

00:06:56: Da verlässt ein gesichertes Hafen und damit ein Teilen quer, ein Steigerprojekt einfach wieder neu durchzustarten.

00:07:07: Da gehört wahrscheinlich viel Mut dazu, das sind auch Lebenswänden.

00:07:10: Oder Wahnsinn?

00:07:11: Oder manchmal auch ein bisschen Wahnsinn!

00:07:14: Woher glaubst du ist deine Energie für diese Lebenswände gekommen, dass du sozusagen deinen Schiff gewendet hast?

00:07:20: Es hat sich auch einfach gut an richtig angefühlt.

00:07:22: Es war jetzt nicht die große Erkenntnis, dass ich sage Dank aber es ist einfach so leicht und das war so stimmig für mich Und ich wurde zum Glück gleich gesegnet, dass meine Projekte, meine Ideen sehr schnell aufgegangen sind.

00:07:33: Ich fang etwas an bevor ich es zu Ende gedacht habe.

00:07:36: Also, ich bin keine große Planerin und hab die Idee und dann muss das in die Umsetzung gehen.

00:07:40: Das ist, wenn man selbstständig ... Ist natürlich echt geil!

00:07:42: Da kannst du relativ schnell deine Dinge und sie sind zum Glück schnell auf ruchbaren Boden gekommen.

00:07:48: Dann hat das eine Eigendynamik entwickelt.

00:07:49: Ich glaub schon, wenn die Dinge für dich sein sollen, dann funktionieren Sie auch.

00:07:53: Die Dinge, die erzwungen werden Die sind vielleicht auch nicht das Richtige.

00:07:58: Wie

00:07:58: ist es dann beim Rest der Familie angekommen, dass die Gärter plötzlich in die Landwirtschaft zurückkehrt und einen Platz wieder leben?

00:08:04: ein Hauch, der vielleicht schon zur Ruhe gelegt wurde?

00:08:08: Mäßig!

00:08:09: Ich glaube jetzt wurde sehr lang belächelt.

00:08:11: Es wurde ja in meiner ehemaligen Ehe immer abgedan als ... Das ist so eine Hopi.

00:08:17: Versteht Spinnerei?

00:08:18: Ja genau.

00:08:19: Lass uns mal ein bisschen machen neben den Kindern.

00:08:21: Dass dies ernst genommen wird, das passiert jetzt langsam.

00:08:26: Was sind dazu Rufen vielleicht gewesen oder unten rufen?

00:08:30: Oder vielleicht auch hinter vorgehaltenen Hand, was hast du wahrgenommen aus dem Umfeld.

00:08:34: Vielleicht auch aus dem sozialen Gefüge in dem du warst.

00:08:37: Ja also familiär glaube ich wurde es einfach ein schwieriges Thema weil meine Mutter wie gesagt hat sich ja so einen bäuerlichen raus gearbeitet.

00:08:43: das war zur damaligen Zeit natürlich.

00:08:45: sie war unehrliches Kind.

00:08:46: das muss man sich jetzt in die fünzige jahren vorstellen.

00:08:48: da wurde ist einfach gesellschaftlich echt schon fast geächtig wenn du ein unehrliches kind wirst und aus der Bauernfamilie, also die hat wirklich glaube ich ihre Themen mitgebracht.

00:08:56: Und dann schafft sie es als diesen bäuerlichen Milieu raus und wird was!

00:09:01: Und diese Generationen, in denen jeder groß geworden ist, wir hatten das so einfach, gell?

00:09:06: Uns sind die Wege.

00:09:06: ja, mach dein Matura, mach deinen Studium finanziell alles möglich... ...und dann gehst du da zurück.

00:09:12: Ich glaub' meine Mutter war schon der Meinung dass sich mir meine Zukunft verbauere mit dieser Entscheidung.

00:09:17: Du sprichst von einer ehemaligen Partnerschaft, das heißt du hast auch im Zuge deines Lebenswegs den du hier auf dem Bauernhof vollführt hast oder gegangen bist.

00:09:26: Auch eine Partnerschaft gehabt die für dich zu Ende ging.

00:09:30: kannst uns dorthin ein bisschen mitnehmen?

00:09:32: wie ist es wenn man sich einen Bahnhof widmet so einem Projekt widmet etwas Verrücktes wie ich habe an Vogel gründet und dann auch noch vielleicht vor einer zusätzlichen Lebenswende steht nämlich der Beendigung einer Beziehung einer Ehe?

00:09:47: Ja, es ist, wie gesagt, ich glaube Entscheidungen sind bei mir immer sehr spontan.

00:09:51: Wenn das bereits beginnt, ist mir manchmal noch gar nicht bewusst zum Glück.

00:09:56: Ich setze meine Schritte ohne sie wirklich bis zu Ende durchgedacht zu haben.

00:09:59: Weil wenn ich mich z.B.

00:10:00: wirklich intensiv mit Landwirtschaft beschäftigt hätte, bevor ihr losstartet und hätt ich das von der Ratio her niemals machen dürfen ... Die Zahlen sprechen einfach nicht dafür, gell?

00:10:09: Und Erfahrungsberichte und wie schwierig das ist und ob man überhaupt Möglichkeiten mit Eier im Alldermarktur geflutet.

00:10:15: Wer fängt denn jetzt noch mit Eiern an?

00:10:20: der Eierpreis relativ hoch.

00:10:22: Und warum sollte jemand ein Ei, was dreimal so teuer ist wie das Ei aus dem Supermarkt nehmen?

00:10:27: Also da musst du gute Argumente liefern und es ist sehr unwahrscheinlich weil der Konsument bis maybe die Kaufentscheidungen sind.

00:10:33: Und ich glaube so ähnlich war es dann auch mit meiner Trennung dass ich mich da reingewagt habe ob um das wirklich zu hinterfragen.

00:10:41: Wobei der Hof ist so richtig ins Wachstum gekommen in den Moment wo er mir getrennt hat Weil das Kleinhalten, was ich empfunden habe.

00:10:49: Ich hab mich da wirklich gefühlt für mich von Zwingen befreit und hab mich dann entwickeln können.

00:10:55: Da wurde es kein kleines Projekt mehr, was halt so nebenbei ein bisschen läuft ... Und die Frau mit den kleinen Kindern ist ja etwas beschäftigt.

00:11:02: Dann hab ich das auch in dem Ausmaß leben können oder weiter vorantreiben wie wirklich glaubt, dass sie's verdient?

00:11:08: Wenn man heute aufs Wirtschaftliche schaut, was hast du für ein Gefühl?

00:11:11: oder was sagen deine Zahlen?

00:11:12: Wovon lebt dein Betrieb den Du heute hier führst.

00:11:15: Was ist Deine Haupteinnahmegwelle?

00:11:18: Ich habe mich relativ vielschichtig aufgebaut weil ich glaube auf eine Ding zu setzen ist er doch relativ riskant.

00:11:26: Neben dem normalen Eierbetrieb habe ich einfach auch einen Erlebnisbauernhof geschaffen, weil ich glaube das ist ganz wichtig.

00:11:32: Weil ich das bei meinen Kindern gesehen hab wie wichtig dieser Umgang mit den Tieren ist.

00:11:36: und da ist es halt nicht nur der Hund der man in der Wohnung mithält sondern wirklich die Berührung.

00:11:42: Wir brüten selber am Bauernhof und ich mach da auch Kindergeburtstücke, weil ich einfach grundsätzlich das sende später in Konsumenten.

00:11:48: Da kann ich wirklich was ... Also du bist so eine Eifel romantisch veranlagd, dass ich glaube, ich kann dir wirklich was verändern!

00:11:52: Und wenn ein Kind einmal so einen Küken berührt hat, dann wird es später von der Thematik berührt sein.

00:11:58: Also das lost it need los... Und die Mütter, die dahinter stehen, dann sehe ich oft wie die Müsler auch so gerne, die wollen das nicht sagen.

00:12:04: So gemächt da mal Hupperlein?

00:12:06: Also das ist einfach was Schönes, gell?

00:12:08: Wenn der Betrieb nicht nur so auf Effizienz und Maximum rausholen.

00:12:13: Die Kühe stehen da und genau die Fütterungszeit ... Und es darf wieder einfach ein bisschen Raum sein für ... Da drin auch groß werden für Kindergäher!

00:12:21: Aber du darfst ja in viele Betriebe ja schon gar nicht mehr rein, weil da eine Desinfektionsschläuse ist oder sonstiges, weil es einfach Hochleistungstiere sind, die ja schon wahnsinnig empfindlich sind.

00:12:30: Das wollte ich einfach anders machen.

00:12:31: Somit habe ich mich aufgestellt mit den Eiern Da habe ich aber die Hähne dazu, damit kann ich auch einfach einen besseren Eierpreis.

00:12:37: Weil ich einfach gegen dieses Handschlachten bin.

00:12:40: und dann hat sich das Projekt Retterne Bruder entwickelt daraus.

00:12:45: weil wenn jemand einmal so ein Küken in der Hand gehabt hat und ich sage dass ist jetzt der Hahn denn den man heute noch gemeinsam schreddern damit du mal weißt was das heißt Dann ist die Aufregung immer groß.

00:12:55: natürlich tut es nicht jetzt hier alle meine Hähnen groß Aber dass die Menschen das mal bewusst werden, die Zahlen, die sie einfach schneller mal beim Scrollen vielleicht lesen.

00:13:02: Die berühren sich zu wenig und wenn da unangenehme Bilder dabei sind dann machen Sie es sowieso schnell wieder weg.

00:13:07: aber wenn du vielleicht die Verankerung machst mit einem positiven Kück in der Hand ist vielleicht die Kaufentscheidung dann hoffentlich auch andere.

00:13:15: Der Druck auf Österreichs Bäuerinnen und Bauern is groß.

00:13:18: Maschinenring unterstützt mit zwei vom Landwirtschaftsministerium geförderten Projekten.

00:13:23: Wissensausdau springt neue Agrartechniken und gezielte Schulungen, und Happy am Hof bietet Prävention und Unterstützung für die Gesundheit.

00:13:31: Mehr auf maschinenring.at und happyamhof.at.

00:13:34: Da hast du die Trennung angesprochen das dann erst die Möglichkeit war zu wachsen für dich im Kopf vom Geist mit dem gesamten Projekt.

00:13:45: Wie schwer ist es denn heute in einem bäuerlichen Umfeld überhaupt eine Trennung auszusprechen?

00:13:51: Stichwort sozialer Druck, Erwartungen aus dem bäuerlichen Umfeld.

00:13:55: Man wird ja auch von anderen Betrieben vielleicht ganz genau mit Agus Augen beobachtet.

00:13:59: Hast du so etwas wahrgenommen oder ist dir so etwas zu angekommen?

00:14:03: Oder war das völlig egal?

00:14:05: Also gesellschaftlich ist der Druck genommen bäuerlich wiederum nicht, weil ich da sowieso der bunte Hund bin und an sich keine bäuerelichen Beziehungen pflege.

00:14:15: Also ich bin nicht bei den Bäuerinnen dabei oder bei den Ortsbauern oder wie auch immer.

00:14:21: Da bin ich so neu mit meinen Ideen dahergekommen die glaube ich wurde ich lange oder werde ich noch nicht.

00:14:27: Ich will jetzt so niemandem was überstellen.

00:14:28: Nicht ganz ernst genommen!

00:14:29: Das ist ja ein Extra-Projekt, das mag schon in dieser kleine Nische so funktionieren.

00:14:36: Aber grundsätzlich wird es nicht als ernst zu nehmen der bäuerliche Produktionsbetrieb

00:14:42: wahrgenommen.".

00:14:42: Das

00:14:42: heißt die Trennung, die du jetzt so ... Weil das gesagt sozial ist ja schon ein Hohen?

00:14:46: Ja gesellschaftlich ist es unglaublich.

00:14:49: also das hätte ich nicht für möglich gehalten.

00:14:52: Ich als Frau habe mich getrennt mit zwei kleinen Kindern dem voraus ist wenn ich das jetzt ehrlich ansprechen darf eine Affäre gegangen...ich hab mich fremd verliebt Und das hat sich dann ... ist das ... publik geworden.

00:15:08: Dann wurde auch die Trennung ausgesprochen, aber das, wo gesellschaftlich sich als Mutter aus einer Beziehung rauszunehmen, ist eigentlich nicht geduldet.

00:15:17: Du gehst auf allen Leveln, wärst du da wirklich angefeindet?

00:15:21: Wie gehst du heute mit etwas Abstandes?

00:15:23: Das ist ja doch eine Weile aus, oder?

00:15:25: Ja,

00:15:26: im sechsten

00:15:27: Jahr!

00:15:27: Wie gehste du heute damit um?

00:15:31: Ich habe mich dem Feminismus zugewandt.

00:15:33: Also ich hab früher kein wirkliches Verständnis für die Feministinnen gehabt, weil ich mir immer dachte was haben sie denn alle?

00:15:39: Also ihr habt das wirklich nicht verstanden!

00:15:40: Weil ich war da in meiner Modebranche und habe gut verdient, dann machte ich weiß nicht wo die Probleme liegen du kannst ja alles machen was du willst aber da wohre ich auch noch kinderlos.

00:15:47: also die erste Watschen realitätswatschen habe ich bekommen.

00:15:51: wirklich wie die Kinder gekommen sind und der Entgegner vom Feminismus ist er schon einfach Kinder bekommen, was da mit dir passiert.

00:15:58: Du bist dann mal schwanger und du wirst dann rausgenommen aus einem normalen Beruf und du kommst in Abhängigkeiten.

00:16:03: Und das ist ja alles wunderbar wenn die Ehe funktioniert und ihr gemeinsam glücklich.

00:16:07: neunzig Jahre alt werdet's und alles teilt es.

00:16:09: aber wedem der aus dem System austreten will weil dann fehlen die eine jahre und das is einfach am ende gar nicht so romantisch wenn du Mindespension oder sonstiges hast weil du dich nur um die kinder gekümmert hast und dass dies auch keine Wertigkeit hat in unserer gesellschaft?

00:16:23: das ist einfach ein riesendema.

00:16:25: Ist es vielleicht mitunter auch ein Beweggrund für dich?

00:16:28: Warum du dich auch anderen Themen wie Mentaltraining, Trauercoach, NLP Ausbildung bist du momentan drinnen.

00:16:36: dass du dich auch diesen Themen gewidmet hast, weil du selber durch lebenswänden Erfahrungen gesammelt hast?

00:16:41: Ja.

00:16:41: Also meine Trennung und die ganzen Erfahrungen in der Trennung haben mir geistig an meine Grenzen gebracht.

00:16:47: das auszuhalten also wirklich und vielleicht nicht nur das aushalten sondern dieser wirklich verarbeiten um mit genug zu distanzieren von Anfeindungen vom Problemen die sich auf tun von Ängsten die sich auftun nicht nur finanziell sondern wirtschaftlich auf allen Ebenen gesellschaftlichen problemen.

00:17:02: Das musst Du aushalten.

00:17:04: Ich will nicht mehr für mich, das ist für mich ganz wichtig in meinem Leben.

00:17:06: Die Dinge aushalten und dann wegdrücken und durchbeißen, weil ich glaube es bringt mir nicht weiter in meiner Entwicklung.

00:17:13: Sondern was machst du heute mit deinem Problem?

00:17:15: Mit der Herausforderung?

00:17:17: Nein, ich spreche sehr anders darin auch in meinen jetzigen Beziehungen.

00:17:20: Ich glaube mein jetziger Partner leidet manchmal, weil er einfach eine andere Version von mir kennenlernt wie's früher gegeben hat also die Frau zehn Jahre, mal den Ex-Mann geheiratet hat oder diese Beziehung geführt.

00:17:32: Die gibt's einfach nicht mehr und deswegen hat sie ja die Beziehungen verlassen weil sie sich verändert hat, entwickelt hat.

00:17:38: Würdest du sagen, du liebst heute reifer

00:17:42: und bewusster?

00:17:44: Ich glaube für mich ist das erste Mal geklärt was eigentlich Liebe bedeutet oder was für Ansprüche habe ich an einem Partnern.

00:17:50: Das hab ich mir früher nicht gefragt.

00:17:52: also bin meine Ehe reingegangen und hab mich nie gefragt, was ich mir eigentlich von der Liebe erwarte.

00:17:56: Oder von einem Partner, wo will ich hin?

00:17:58: Und wie kann mir der behilflich sein oder mich unterstützen in meiner

00:18:01: Entwicklung?".

00:18:02: Das war ... Dann gibt's noch einen schönen Spruch.

00:18:05: Ein Mann heiratete eine Frau in der Hoffnung, dass sie sich nie verändert.

00:18:08: Und ein Frau heiratet einen Mann in der Hofflung, dass er sich verändert.

00:18:11: Ich glaub, wir sind viel mehr im Wandel schon bedingt durch mit dem ersten Kind immer alle Veränderungen fangen von innen an.

00:18:18: Der Kind räumt die einfach ... Meine Tochter hat mich total umgeräumt in meinem Denke, in meinem Sein.

00:18:24: Also schon in der Schwangerschaft habe ich noch gedacht, na ja und dann gehe ich nach diesem einen Jahr zurück wieder arbeiten.

00:18:31: Und dann kann ich mein Karriere weiterbauen.

00:18:33: Da war das so ein einschneidendes Erlebnis.

00:18:35: Das bringt dein ganzes Denkern und Fühlen total durcheinander, das lieben!

00:18:39: Also ich glaub vielleicht leinst du echt mit einer

00:18:40: ... Nein, schon haben wir nicht.

00:18:41: Total!

00:18:42: Aber wir funktionieren ja da so gut weiter, gell?

00:18:44: Mhm.

00:18:45: Das ist dieses Wochenbett, wo wir diese acht Wochen scheinbar eine Auszeit haben, wo man uns beruhigen dürfen.

00:18:50: Und dann soll mir wieder zurückgehen, es funktioniert.

00:18:52: Es ist aber die Frau von vor, dieser Schwangerschaft gibt sie in Wahrheit nicht mehr.

00:18:56: Aber wir wollen ja nicht kompliziert sein, das ist auch ein Thema.

00:18:59: Wir wollen ja dann wieder ganz normal das Leben weiterführen.

00:19:03: Heute ist es so, dass du mit deinem neuen Partner ein weiteres Kind hast.

00:19:08: Das heißt, du bist in einer neuen Partnerschaft und du hast mittlerweile drei Kinder.

00:19:12: Du bist Bäuerin hier auf einem Hof der vor Vielfalt nur so wimmelt.

00:19:16: Wir hören sie hinter uns immer wieder mal.

00:19:17: Also da hören wir von Hühnern über Pferden bis hin zu.

00:19:21: Nehmen Sie uns einmal mit!

00:19:22: Was gibt's denn alles noch an Tieren da?

00:19:23: Über Äntne, über Gänsen, über Ziegen, über Hasen, überall Backhasen,

00:19:31: Einfach alles von klein bis mittelgroß und groß.

00:19:36: Was ist deine große Leidenschaft?

00:19:38: Dass du diese kleinteilige Landwirtschaft, die es nicht mehr in vielen Bereichen Österreichs in dieser kleinen, kleinen, kleineilegenden Version wie Du sie lebst hast, dass Du sie auch betreibst, dass du sie herzeigst, das du die Tore öffnest, das Du Menschen oder Kinder reinlässt... Was ist da Deine ganz tiefe Motivation und Dein Antrieb, das zu tun?

00:19:57: Es fühlt sich für mich einfach richtig an.

00:19:59: Es gibt so einen ganz brutalen Spruch, der am Ende tut man alles für sich selbst und da habe ich mir oft gewährt, dann kann er nach.

00:20:03: Also gewisse Dinge mache ich wirklich weil... Aber es gibt mir ein gutes Gefühl!

00:20:09: Wenn ich ein Kindergeburtstag mache und das Kind dann sage, das war der schönste Tag meines Lebens, die ich echt schon erlebt habe, dann könnte ich heulen, wie nett ist das?

00:20:17: Was ist das für ein Geschenk, dass ihr in meinem Job sowas erleben

00:20:21: darf?!

00:20:22: Also das von meiner Modezeit war sie eher, dass die Zahlen immer zu wenig wohnen.

00:20:26: Wenn zehn Prozent Steigerung wohnn, hätten es fünfzehn sein können.

00:20:30: Also dieses ewige ... Es hat nicht genügt und da bin ich echt zählig.

00:20:34: noch so ein Tag, weil man sagt naja, ich hab heute glaube wirklich was Sinnvolles getan!

00:20:37: Und ich glaub schon, damit wir glücklich werden können in einem acht oder zehn oder zwölf Stunden Job am Tag Soll es Sinnstiften sein?

00:20:47: Der Rest macht uns einfach leer und Richtung Bernhard sind wir dann unterwegs.

00:20:50: Das

00:20:50: heißt, du hast heute Kindergeburtstage hier zu dir kommen Schulglassen oder wie stelle ich mir deinen Alltag vor?

00:20:55: was passiert hier?

00:20:56: Also der Alltag ist einfach ganz normal strukturiert durch natürliche Abläufe, die die Tiere vorgeben.

00:21:01: Wann in der Früh fünf Uhr im Sommer bis abends wenn die Sonne untergeht?

00:21:05: wir betreiben Freilandhaltung.

00:21:07: Die Tiere sind alle Untertags immer draußen und die meisten auch in der Nacht.

00:21:11: Die was Fuchs gefärdert sein gehen in den Stall wie die Hühner.

00:21:13: alle anderen Leben draußen Und wir versuchen da wirklich mit dem Kreis auf von die Tiere mitzugehen.

00:21:19: Dein Betrieb ist ja wirklich ein Betrieb, der in alle Richtungen offen ist.

00:21:23: Ein besonderes Modell, das vielleicht für manche aus der Landwirtschaft spannend oder vielleicht auch mit Fragezeichen versehen ist, ist dieses Modell der Patenschaft.

00:21:31: Das klingt ja alles komplett ideal.

00:21:33: Konsument zahlt für Tier, fühlt sich hoffentlich auch verantwortlich und hat am Endeffekt vielleicht sogar noch das Produkt des Tieres nämlich zum Beispiel die Eier oder was auch immer.

00:21:43: Damit öffnest du vielen Menschen den Hof.

00:21:48: Was ist da dein Antrieb, dein Motor oder hinterbeziehungsweise?

00:21:51: Was wünschst du dir, dass da auch langfristig daraus passieren darf.

00:21:55: Also, bevor ich in der Landwirtschaft aktiv wurde, bin einfach überzeugte Tierschützerin.

00:22:00: Wir sind schon in der Kinder mit Hunden und Katzen aufgewachsen und fischen.

00:22:04: Aber dass die allgerecht gehalten werden, wo wir immer ein großes anlegen ... Ich denke, das sollte auch in der Landschaft, selbst wenn es ein Nutztier ist, wobei die Begrifflichkeit gefällt mir nicht gut, weil es die Tiere ein bisschen reduziert gibt sie mir noch einen Nutzen und wenn er keine Nutzen mehr für mich hat, dann werden Sie ausrangiert.

00:22:23: Aber grundsätzlich denken wir, denke sollte man... über die Wertschöpfung hinaus den Tieren Wertschätzung entgegenbringen können.

00:22:30: Und deswegen wollte ich durch die Verbindung von Mensch und Tier, wenn ich schon sage, ich biete dieses Baden-Schafsmodell dann muss sich dem Menschen die Möglichkeit bieten wirklich aufm Hof mit den Tiern wieder in Kontakt zu kommen.

00:22:41: Und dann braucht es eben einen Raum wo sie sich vielleicht an ein Café runterlassen können oder hier sitzen während der Kinder Zeit verbringen und so die Hasenschauen gehen oder bei dem Schaukasten bei die Bienen reinschauen.

00:22:52: da muss ja auch den Raum dafür schaffen.

00:22:54: Was ist denn der schönste Satz, der für dich jemals hier gefallen ist von Schülern, Kindern und Besucherinnen?

00:23:01: Das war tatsächlich ein Mädchen noch ein Kindergeburtstag, die mir erklärt hat, dass heute das schönste Tag in deinem Leben war.

00:23:07: Wie reagieren da Eltern wenn sie so was hören?

00:23:09: Berührt!

00:23:09: Auch wenn ich die Küken in die Hand gebe und den Brutvorgang erkläre, dass das Hund nur für sein Gelege um eine nächste Generation zu schaffen eigentlich die Eier legt.

00:23:21: Das ist ja total in Vergessenheit geraten, warum Hühner-Eier legen?

00:23:25: Es ist nicht so, dass sie das für uns machen damit wir unser Spiegelei haben und dass da dieses Küken rauskommt.

00:23:31: Wenn man halt so ein Küken sieht und die wenigsten Menschen haben immer so ein kleines Küken an der Hand gehabt, wenn es einen Doktor vorgeschlüpft ist und man ihnen noch die Eischale zeigen kann ... Groß wie klein, Mann wie Frau.

00:23:41: Was würdest du sagen hast du über die Landwirtschaft gelernt aus deinem bunten Leben?

00:23:47: Aus deinem auch durchaus kurvigen Lebensweg der dich zum Bauernhof oder auf den Bauernhoff zurückgeführt hat?

00:23:53: was waren da deine wichtigsten Learnings?

00:23:56: dass es nichts gibt, was nicht geht.

00:23:57: Sei es jetzt in der Zusammenführung von den Tieren oder in der Haltung von den Dieren wie man oft liest ihr habt ganz viele Bücher natürlich wie angefangen hat dann haben wir von dieser Diart nur das Buch gekauft und das wo immer Maas geschneidert für diese wirtschaftlichen Betriebe wenn ich maximale Eierleistungen will oder wie sie halten muss mit der Lichtsteuerung etc.

00:24:15: Oder für die Vergesellschaftung was man nicht tun sollte weil das geht gar nichts und Krankheitserreger und am Ende des Tages bin ich jetzt seit über sieben Jahren in Vollerwerb eigentlich null Arztkosten.

00:24:27: Ich habe natürlich einen Betriebsarzt, aber ich brauche ihn einfach nicht und sie leben alle gemeinsam!

00:24:33: Die Hühner gehen rüber zu die Alpakas und dann sind die Pferde mal bei den Alpakas und es funktioniert alles und alle sind friedlich und das sind dreißig Heene in der Gruppe und es gibt auch keine Probleme.

00:24:41: Das ist unglaublich spannend weil wahrscheinlich das gesamte gesellschaftliche bäuerliche System doch mittlerweile sehr verniescht ist also immer wieder auf Themen fokussiert.

00:24:53: Hast du das Gefühl, dass du deswegen auch so ein wundervogel bist?

00:24:56: Weil du genau diese Vielfalt sozusagen hier am Präsentierteller zeigst.

00:25:02: Weil ich glaub, da fällt viel rein.

00:25:04: Mir ist das immer noch wichtig ... Oft ist das bäuerliche.

00:25:06: Man hat solche Schubladen.

00:25:07: Wenn man sagt, als Bauer oder Bäuerin beim Bauern denkt man jemandem an der Knuspen an und es ist etwas dreckig.

00:25:14: Es sind halt so Schubladen die aufgehen.

00:25:16: Und hier ist wahrscheinlich die Zeit in der Modebranche, wo ist natürlich viel hängen geblieben?

00:25:22: Ich droge immer noch ein Lippenstift oder mach mir den Nägel, obwohl ich dann in der Früh Hühnerscheiße wegmachen muss.

00:25:27: Ich hab doch kein Problem damit!

00:25:28: Aber für viele Menschen ist das schon ein Problem.

00:25:32: über eine Bekannte, dass die Leute sich total aufregen können, warum ich mit meinen roten Nägeln unterwegs bin.

00:25:39: Also dass die ja sowieso diese Bäuerin wird nichts arbeiten!

00:25:42: Die ist nur ein bisschen schön und präsentiert es halt ein bissel da auf Instagram, aber in Wahrheit tut das sicher nix.

00:25:47: Ist etwas was ich auch kenne aus meiner Vergangenheit und ich habe immer zu vielen Bäuerinnen gesagt... Tragt den Lippenstift, tragt die roten Nägel und die großen Ohrringer.

00:25:55: Es wird kein Hund, keine Kuh, kein Pferd geben, das sich darüber beschwert.

00:25:59: Im Gegenteil wenn man sich selber wohlfühlt bei der Arbeit ist es ja völlig egal welcher Arbeit man nachgeht dann macht man sie auch lieber.

00:26:05: Ist das auch bei dir ein Credo dass du mitte trägst?

00:26:09: Definitiv!

00:26:09: Und ich muss ehrlich sagen... Ich mag mich inzwischen einfach selbst.

00:26:13: Also ich bin jetzt forty-fünf Jahre, es ist ja eh schon traurig dass sie so lange gedauert hat.

00:26:17: Dass sie einfach inzwischen sagt du ich mag mir und ich gebe mir gerne ein Lippenstift Und die Frau finde ich auch gut aus mit dem Lippemstift und meinen roten Nägeln.

00:26:24: Ja warum soll ich mich nicht für mich selbst am besseren Anblick gönnen wenn ich den Spiegel schaue?

00:26:30: Es mag den Hühnern egal sein aber mir macht's mehr Spaß.

00:26:33: so

00:26:34: Würdest Du uns vielleicht kurz ein Bild zeichnen wie deine Definition deiner Rolle als Bäuerin ist.

00:26:41: Mir wird immer der Begriff innovativ angehaftet und es glaube ich auch, dass sich das bin bzw.

00:26:49: bin ich mutig genug eingefahrene Dinge in Frage zu stellen?

00:26:52: Und ich habe ja nichts zu verlieren!

00:26:54: Ich kann das hier alles ausprobieren.

00:26:55: Also das ist der Vorteil in der Selbstständigkeit.

00:26:57: Und in meinem Betrieb, naja dann probiere ich das Badenschaftsmodell.

00:27:00: Das mag schon belächelt werden von dem einen oder anderen aber wenn es funktioniert, werden ja die Leute dann eh relativ schnell still und ich bin jetzt wirklich heuer... belohnt wurden auf der Titelseite von der Tiroler Tageszeitung als innovative Bäuerin, die neue Wege geht.

00:27:16: Und das gibt mir portalfühlig, also davon habe ich mich leider noch nicht distanziert dass es schon wie ich drüber freue wenn da extern das gewürdigt wird.

00:27:24: Also so abgekapselt bin ich noch nicht Aber ich glaube, dass die weibliche Landwirtschaft einfach leichter Neue Wege Geht.

00:27:32: Ich hab das jetzt nicht übernommen von meiner Mutter oder meinem Großvater Also ich hab doch kein Gedankenmodell mit bekommen, wo

00:27:39: geht das?

00:27:39: Genau.

00:27:40: Also es ist für mich jetzt fein ich fange das einfach mal an weil wie gesagt ich habe ja oft keinen Plan, ich starte mal und dann kann mir auch niemand sagen dass das nicht funktioniert und meistens funktioniert er dann.

00:27:50: Das ist ja ganz oft so mit unseren reglementierten Gedankengängen.

00:27:55: so na das kann eh nicht funktionieren da brauche ich mich gar nicht darüber diesen Schritt zu machen und indem man's einfach probiert kommt man dann oft überraschung, Überraschungen.

00:28:02: Es geht ja eh alles gut.

00:28:03: Ich weiß dass du eine Frau Unterstützerin bist, ich hab natürlich auch recherchiert was du so machst und was du unternehmst.

00:28:11: Was wäre denn der wichtigste Satz?

00:28:12: Denn du allen Frauen und vielleicht dann noch in Ergänzung allen Bäuerinnen gerne mitgeben würdest?

00:28:18: Nur Mut!

00:28:19: Ich glaub das Mut immer belohnt werden.

00:28:21: also die mutigsten Entscheidungen sind immer bei mir belohmt worden.

00:28:26: Die wohnen aber nie, die aus der Ratio heraus getroffen haben da treffe ich relativ wenig muss ich gestehen.

00:28:30: Immer aus dem Bauch und ich glaube gerade wir Frauen extreme Intuition in uns.

00:28:36: Und wenn wir die wieder lernen, zu hören in uns und dann noch mutig genug bleiben sie zu gehen, dann glaube ich ist ganz viel möglich!

00:28:44: Ich danke dir ganz herzlich dass sich heute trotz ein bisschen gebrochener Stimme bei dir sein durfte.

00:28:49: eine Erkältung hat mich erreicht aber Nichtsdestotrotz könnte ich dir noch ewig zuhören, hab aber trotzdem auch so wie für alle anderen Bäuerinnen die vor dem Mikro bereits Platz genommen haben einen Wordrap als Finale vorbereitet und ersuch dich jetzt um knackige Antworten auf meine Fragen.

00:29:05: Ich bin...

00:29:06: Bund!

00:29:07: Mein Hof in einem Satz?

00:29:10: Ich habe ein Vogel.

00:29:11: Mein Tiefpunkt?

00:29:13: Liegt hinter mir.

00:29:14: Mein Mutausbruch?

00:29:17: Wurde belohnt.

00:29:18: Mein Herzensmoment?

00:29:20: Kommen noch ganz viele

00:29:22: Und mein Antrieb?

00:29:24: Die Liebe.

00:29:25: Ich sage dir vielen herzlichen Dank, dass ich da sein durfte in mitten deiner bunten Tierwelt!

00:29:30: Ich versuche hier keinen Vogel mitgehen zu lassen obwohl die Auswahl wirklich groß ist und sagt danke das ich da sind dürfte.

00:29:36: Vielen Dank!

00:29:50: Der Podcast der Bauernzeitung HofTour auf erscheint vierzehntägig auf allen gängigen Podcastplattformen.

00:29:55: Wer die Bäuerinnen nicht nur hören, sondern auch sehen möchte findet ergänzende Eindrücke und Einblicke zum Podcast auf den Social-Media Kanälen und auf bauernzeitungen.at.

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