Folge 11: Tür und Tor geöffnet hat Sennerin Elisabeth Buchacher

Shownotes

Elisabeth Buchacher aus Rattendorf in Kärnten verbringt jeden Sommer als Sennerin auf der Alm und stellt dort unter anderem den Gailtaler Almkäse her. Im Podcast erzählt sie, wie ihr Alltag auf der Alm aussieht, wie aus Milch Schritt für Schritt Käse wird und welche Rolle dabei Wetter und Leidenschaft spielen. Sie ist überzeugt: Das Sennen kann man nicht lernen, man muss es tun. Außerdem berichtet sie, wie sie auf den kleinstrukturierten Familienbetrieb führt, warum Kreislaufwirtschaft und Selbstversorgung mit eigenem Fleisch, Käse und Gemüse für ihre Familie so wichtig sind, und weshalb ihr der Erhalt kleiner Bauernhöfe und der Landschaft am Herzen liegt.

Der Podcast erscheint 14-tägig auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

Bist du Bäuerin oder kennst eine, die unbedingt vor das Mikrofon gehört? Dann melde dich oder nominiere eine Interviewpartnerin: redaktion.wien@bauernzeitung.at

Wir freuen uns über jedes Like und wenn du keine Folge verpassen möchtest, dann aktiviere die Glocke und du wirst immer benachrichtigt, wenn eine neue Folge erscheint.

Mehr Infos: BauernZeitung https://www.bauernzeitung.at/

Sabine Kronberger https://www.sabinekronberger.at/

Maschinenring https://www.maschinenring.at/

Happy am Hof https://www.happyamhof.at/

Transkript anzeigen

00:00:00: Dieser Podcast wird ihr präsentiert von Maschinenring.

00:00:04: Mein Name ist Sabine Kronberger und mein Herz schlägt für die Landwirtschaft, besonders für die Bäuerinnen unseres Landes!

00:00:10: Wie diese Frauen ihr vielfältiges Leben gestalten, Verantwortung übernehmen und landwirtschaftlichen Betrieben ihre Handschrift verleihen beleuchten wir im Podcast der Bauernzeitung.

00:00:19: Dafür öffnen uns die Bäueren Tür-und Tor.

00:00:22: Wir treten neugierig ein und nehmen dich mit wenn es heißt Hoftor.

00:00:26: auf Tür und Tor.

00:00:30: geöffnet hat uns heute

00:00:32: Elisabeth Bucherchein.

00:00:33: Und das im wunderschönen Kernten unweit der österreich-italienischen Staatsgrenze nähe Skigebiet Nassfeld.

00:00:42: Genau, genauer gesagt in Ratendorf.

00:00:44: In Ratendorff bewirtschaften

00:00:46: wir unseren kleinen Bauernhof ja im Familienverband

00:00:51: Und ich habe ja gedacht, beim Herkommen sowohl ist jetzt der große Bauernhof mit allem drum und dran.

00:00:56: Aber den großen Bauernhof, den riesengroßen Bauernhopp hab' ich nicht vorgefunden.

00:01:01: Voller Wertschätzung darf ich sagen, ich hab einen kleinen Hof, der ganz viel Liebe ausstrahlt mit dem Hofladen.

00:01:08: Ihr seid da unglaublich klein und fein organisiert in eurem Dorf?

00:01:12: Ja

00:01:12: genau!

00:01:13: Wir wohnen in neuen Rattendorf und wir haben einen kleinen Bauernhofen mit sechs Milchkühen ein paar Schweinchen, ein paar Hühnchen, eine Katze... Die Wiesen, die zu bewirtschaften sind und ein bisschen erwollt.

00:01:23: Von welcher Fläche reden wir bei euch?

00:01:25: Von der Futterfläche von der Weide haben wir sechs Hektar und elf hektar Wald.

00:01:29: Also wirklich ganz klar!

00:01:31: Und jeder denkt sich wie kann man da überleben.

00:01:33: Zahlt sich das noch aus?

00:01:34: Sollen wir das tun?

00:01:35: Es ist nur Arbeit, sperrt es zu und tut es anders weiter aber nah.

00:01:40: Wir sind so eine kleine Perle und wir haben alles was wir wollen.

00:01:44: Wir können die Lebensmittel produzieren, was dort ist in Kreislauf der Natur.

00:01:47: Wir haben selber die Sachen auf dem Küchentisch, was wir essen und den Käse.

00:01:53: Es

00:01:53: duftet unglaublich!

00:01:54: Also wenn es Podcast zum Riechen gäbe dann hätten jetzt viele Teilenehmerinnen und Followern mehr.

00:02:01: Da riecht's nach herrlichem Speck, da riehts nach wunderbarem Käse.

00:02:05: ich gebe es ehrlich zu vor der Aufnahme habe ich schon einen genascht.

00:02:08: Diese Käse und dieses Speck stammt aus eurer eigenen Produktion?

00:02:12: Ja, genau.

00:02:13: Der Geldteller Almkäse – die Almenwirtschaft hat eine große Tradition bei uns da im Geltal.

00:02:18: Direkt oben auf der italienischen Staatsgrenze gibt es noch Almen.

00:02:23: Dreizehn Almen, die noch aktiv Käse produzieren, und zwar den Geldtaler Almkässe.

00:02:27: Das kennt man normal erst von Tirol vom Fahradelberg.

00:02:30: Die Almenwirtschaft war auch.

00:02:31: wir im Geldtall da im Kärnten haben diese Tradition auch.

00:02:35: Und da sind wir ganz stolz und wir sind mal im Verein organisiert, im Vereingelter der Almkisse G-Punkt, U-Punkt wo wir ja immer Weiterbildungen machen und schon das neue Sender zubekommen, junge Leute sich engagieren unter allem in die Wirtschaften.

00:02:49: Ich bin mir immer ganz begeistert weil wenn man die folgt auf Instagram zeigst du immer wieder auch mal her wie dein Alltag so passiert, was rund um die Käseproduktion passiert.

00:03:00: Und wenn es Sommer ist, dann darf man dir zuschauen, wie du im Sommer tatsächlich auf der Alm oben deine Zeit verbringst.

00:03:07: Erklär uns einmal, wie weit ist die Alm weg von diesem Tisch an dem wir heute sitzen und wie viel Zeit verbringen du dort wirklich?

00:03:15: Also, wenn Almauftrieb ist im Juni, da siedeln wir mit unsre sieben Sachen.

00:03:19: Mit unseren ganzen Tieren und der Familie rauf auf der Alm in die Berg.

00:03:23: Das ist gleich da.

00:03:24: Auffahrt!

00:03:25: Das ist nicht weit, man fährt eine halbe Stunde... Dass du

00:03:27: packst Kinder- und Kegel zusammen alle?

00:03:29: In deinem Fall deinen

00:03:30: Ehemann?!

00:03:30: Ja

00:03:31: genau, meine Kinder sind mittlerweile jetzt schon erwachsen, muss man schon sagen.

00:03:37: Aber ich mach das jetzt schon seit einer Zwanzigjahr und sie sind auch aufgeschaut noch mal auf der Alme im Sommer.

00:03:42: Jetzt gehen Sie schon sehen einen eigenen Weg, aber die kommen immer wieder aufhören und helfen natürlich mit.

00:03:47: Und das heißt zu fairen Beginn oder wann startest du deine Allemzeit?

00:03:51: Einem Auftrieb ist, wie das Wetter ist.

00:03:53: Die Vegetation beginnt, der Schnee geht weg, das Gras fängt an zum wachsenen, die Blumen fangen einfach zum Plieren und dann ziehen wir auf.

00:04:00: Das ist mit Anfang Juni meistens.

00:04:02: Genau!

00:04:03: Dann kommen die Kühe, die Almen ... Sie sind kein Privatalm, die gehört ja nicht uns.

00:04:07: Die kennt den Nachbarschaften, Agrargemeinschaften.

00:04:10: D.h.,

00:04:10: verschiedene Bauern... Wir haben sie gebachtet.

00:04:13: Bei uns sind die Almeien immer wieder Bochten und Ausgeschrieben auch.

00:04:17: Und die bewirtschaften wir?

00:04:18: Was heißt eine Almenbewirtschaft?

00:04:21: Erklären wir mal Menschen, die vielleicht aus einem völlig anderen landwirtschaftlichen Bereich kommen, die überhaupt nichts damit zu tun haben und die Alme maximal vom Wandern im Sommer kennen oder vom Skifahren im Winter – was heißt es, eine Alm zur Bewirtschaften?

00:04:34: Wie schauen die Gebäude aus?

00:04:35: Wie schläfst du wie nächtigst du?

00:04:36: Was heisst überhaupt Arbeit auf der Alm?

00:04:39: Die Allmann da bei uns im?

00:04:40: Gelder sind verschieden.

00:04:42: allem die leichter erschlossen sind und die weiter weg sind.

00:04:45: Und je nach der Gegebenheiten, so sind auch die Ausstattungen auf der Alm.

00:04:49: Wir haben oben einfach gute Voraussetzungen für die Lebensmittelproduktionen.

00:04:53: Man siedelt damit die Sachen auf und dann ist Alm auftrieb!

00:04:57: Jetzt kommen die Kier auf.

00:04:59: Wir haben oben auf der Almfuchtzig-Kirche, die wir melchen und die Milch zur Käse verarbeiten.

00:05:04: Und am Anfang ist das schon einmal ein großer Herausforderung.

00:05:06: Die Kühe heißt aber dann Zusammenschluss wieder oder?

00:05:09: Das gesamte Dorf.

00:05:10: Ja genau, von verschiedenen Bauern sind nicht die eigenen Kühe sondern die Kühe von verschiedenen Bauern.

00:05:15: Es ist eine bunte Herde, was raufkommt, die Kühen kennen sich untereinander nicht, teilweise auch die Gegebenheiten nicht... es ist wie da Wechsel also am Anfang schon einmal Chaos unter Herausforderungen bis ich alles einge... ordnet hat, alle die Gegebenheiten wieder kennen.

00:05:29: und bis man dann in den Alpenflow kommt, sage ich immer.

00:05:32: Das dauert schon zwei Wochen.

00:05:35: Die Tage sind natürlich arbeitsintensiv.

00:05:36: Der

00:05:37: Almfloh, das ist ein schönes Wort!

00:05:39: Hast du denn auch wenn du oben bist?

00:05:40: Ja da kommt man eine.

00:05:42: Wenn alles seine geregelten Bannen hat jeder eingearbeitet ist die Handsgriffe kennt... ...die Kier wissen wann sie aufstehen, wann die Melkzeiten sind und dann kommt man in diesen Alm Floh.

00:05:52: Wann sind denn diese Melkzeiten?

00:05:53: wie schaut denn so einen Tag aus auf der Alm?

00:05:55: Da steht man auf in der Früh um vier.

00:05:57: Dann werden die Kühe von den Weiden zusammengesammelt und dann werden sie es erste Mal gemolken.

00:06:02: und diese Milch wird gemeinsam Mit der Amtmilch, also zwei Melkzeiten haben wir dann verkästet.

00:06:07: Die kommen in die Käse rein und Hütten rein.

00:06:11: Da gibt es noch einen Kupfer-Käsekessel.

00:06:13: Über Feuer wird die Milch erwärmt, erhitzt, verarbeitet mit der Hand, mit Käsetüchern herausgehoben, in die Kese formen, gepresst regelmäßig gewendet und kommt dann ins Salzbord.

00:06:26: Darin kriegt er dann die Würze und die natürliche Rinde.

00:06:29: Danach kommt er ins reife Lager.

00:06:31: Und da bleibt er.

00:06:34: wird die regelmäßig gewendet und gepflegt.

00:06:36: Und nach zwei Wochen kann man dann anschneiden, verkosten.

00:06:39: Also ich bin jetzt einmal schwerfasziniert, weil erstens läuft mir jetzt schon das Wasser im Mund zusammen.

00:06:43: Zweitens würde ich am liebsten einen Tag mit dir auf dieser Alm verbringen.

00:06:48: und drittens – woher weißt du das alles?

00:06:50: Woher hast Du das gelernt?

00:06:53: Kann man das irgendwo lernen studieren?

00:06:54: Bist Du damit aufgewachsen?

00:06:56: Kommst Du aus der Landwirtschaft?

00:06:57: Da bist Du ja auf diese Landwirtschaft hier!

00:07:00: Hast Du selber eingeheiratet aber woher hast Dein Ganzes noch

00:07:03: auch?!

00:07:04: Sennerin kann man nicht lernen.

00:07:05: Das muss man tun, das lernt man ihm tun.

00:07:07: Man kann Milchtechnologie lernen und ganz viele Kurse machen aber dann hat man das nur im Kopf.

00:07:12: Und auf der Allemarbeiten ist es ganz was anderes.

00:07:14: Wir verarbeiten Rohmilch, das ist ganz etwas Besonderes... ...und auch das Wetter spielt ein Einfluss wie die Milchsicht an.

00:07:22: verhält, weil man hat ja keine Kühlmöglichkeiten.

00:07:24: Ja das sind alles so.

00:07:25: diese Gegebenheiten ist warm, es wird sehr schlechtes Wetter.

00:07:28: Es ist nass, es ist kalt, adekir wie sie sich verhalten die Weiden sind ganz anders.

00:07:34: Wo sie höher oben sind oder unten weiter wo sie gern liegen und schlafen, wo die Triebwege sind.

00:07:39: Das sind allso Feinheiten, den lernt man erst kennen währenden tun.

00:07:43: Das konnte jeder sagen aber das war's man einfach nicht.

00:07:46: Also auf Boxen bin ich auch am Berg bauen.

00:07:48: Ich will

00:07:48: grad sagen aber diese Faszination muss irgendwo herkommen?

00:07:51: Ja,

00:07:51: ja schon.

00:07:52: Auf Gewachsen bin ich auf einem Bergbauernhof.

00:07:54: Auch in der Nähe?

00:07:55: Ja genau, eh da im Gelderl und bei uns hat es schon immer Allemkäse gegeben und die Allemwirtschaft ist bei uns im Geltersohn so eine Tradition.

00:08:03: Und das ist so selbstverständlich dass es einfach diese regionalen Produkte bei uns halt immer mit dem Tisch gibt.

00:08:07: und meine Eltern für denen war das einmal wichtig, dass wir das was wir im Bauernhof produzieren, dass das auch auf den Teller kommt und das ist mal große Wertschätzung gewesen.

00:08:17: Und als Kind haben wir gedacht, ich werde Sie ja nicht bei Ihnen das tun.

00:08:20: Ich werde Sie auch nicht an.

00:08:21: Es ist so viel Arbeit da jeden Tag aufstehen.

00:08:24: Im Sommer heigen die Leute mit der Hand Ava-Rehe und dann habe ich gedacht, nein, das tue ich nicht.

00:08:28: Also

00:08:28: muss man sagen du hast konsequent deine Ziele umgesetzt?

00:08:30: Ja genau!

00:08:33: Aber wo war denn der Knackpunkt, dass du trotzdem gesagt hast, das mache ich gerne oder ist es der Funkel weil er aus der Kindheit stammt und dann entzündet wird wieder?

00:08:41: Genau wenn man so aufgewachsen ist und dann erkennt was man eigentlich schönes daheim hat... ich bin dann in die Gastronomie gegangen Lernen.

00:08:47: Ich bin schon gerne in die Schule gegangen, aber das Auswendiglernen hat man nicht gedacht.

00:08:52: Die ganzen Formeln haben gesagt, ich brauche so was!

00:08:55: Ich habe gern etwas mit der Hand geschaffen...

00:08:57: Also dir geht es wie mir?

00:08:57: Du hast beim Käsen den Satz des Pythagoras noch nicht gebraucht?

00:09:02: Genau!

00:09:03: Ich sehe gerne ein Ergebnis bei der Arbeit und spieren und schmecken, was man hat während der Arbeit.

00:09:09: Und ich war in einer Gastronomie und habe dann gesehen, wie die Lebensmittel oft behandelt werden.

00:09:14: Und das hat man gedacht, na, das passt mir nicht und ich habe das damals noch nicht ausdrücken können was es wirklich ist.

00:09:19: Ich war auf Skihütten gearbeitet, ich war auf Saisonen unterwegs in die großen Häuser und in den großen Häusern ist das massens missachtet.

00:09:26: waren was so wirklich Frau Handwerk dahinter steckt was die Köche da Leidenschaft einigsteckt haben bis der Teller fertig war.

00:09:31: und in die Skihüten ist es gegangen darum möglichst viel in einer kurzen Zeit zu den Gästen zu bringen und dass hat man auch nicht zugetaugt.

00:09:39: aber das kann jetzt ja nicht sein.

00:09:41: Dann haben wir die Matura nachgemacht und meine Geschwister haben studiert.

00:09:45: Und dann hab ich gedacht, was machen wir jetzt in den Ferien?

00:09:48: Mein Schwester hat eine Idee, kann man mal Almen ... Almen war zum Bochten.

00:09:51: Und da habe ich gedacht okay, bebochen wir Almen, probieren wir es auch aus!

00:09:54: Wie

00:09:55: alt warst du denn?

00:09:56: Ja, eine Zwanzig.

00:09:57: Ah ja?

00:09:58: Andere wollen in die große, weite Welt, ihr habt euch eine Alm gepackt.

00:10:02: Das haben wir uns natürlich auch ganz einfach vorgestellt, so wie der Hammer.

00:10:05: Da habe ich mir gedacht, kein Problem, das machen wir schon.

00:10:08: und dann war Allmauftrieb der erste Tag.

00:10:11: Ja da waren wir natürlich überfordert mit der ganzen Arbeit was auf uns eingepralt ist.

00:10:15: man hat ja einen ganzen Käsekessel voll Milch, das sind hier tausend Liter Milch was wir dort plötzlich verarbeiten, man hat die Verantwortung über alles.

00:10:21: Und dann haben wir gedacht, na und wenn etwas nicht so funktioniert, wirst du mal denn jetzt.

00:10:25: Aber wir sind da eben durch den Verein, was ich vorhin schon gesagt habe, gut aufgestellt.

00:10:29: Da sind viele Leiterinnen, die ein großes Wissen haben über die Almenwirtschaft erforene Käse, Bauern ... Die sehen ja untereinander, man hat einen guten Austausch und da kann man einfach anrufen, wann was ist.

00:10:40: Ich hab da mal angerufen, aber ich sag hier, ich riehe halt schon drei Stunden an Butter und das wird kein Butter, was soll ich machen?

00:10:45: Dann kriegst Du eine Antwort und da wär's weiterkaufen!

00:10:48: So sind wir in diesen Alm-Floh eingekommen uns gefällt und wir waren so stolz auf den KS, wo wir den jetzt erst einmal gekostet haben.

00:10:54: Und das hat einfach getaugt!

00:10:56: Unser Käse oder?

00:10:57: Ja

00:10:57: genau!

00:10:58: Das ist so schönes.

00:10:58: jetzt gesagt die Verantwortung für so ein Produkt.

00:11:02: also Die meisten werden mit so einer Menge Milch in einem Kessel über offenem Feuer schon überfordert.

00:11:08: Jetzt war sie rund um die einundzwanzig Jahre alt, gut dass ihr schon etwas mitbekommen habt aus der Familie.

00:11:13: aber wie groß ist dafür die Verantwortung wenn etwas schief geht?

00:11:16: Wenn dieses Produkt jetzt irgendwie danebengeht?

00:11:18: Ja das musst du zahlen!

00:11:20: Also der Käse ist dein Lohn.

00:11:21: und wann der hin ist und wann nichts da ist... Dann hast du umsonst gearbeitet.

00:11:26: Und man hat ja Verantwortung in den Lebensmitteln gegenüber, dass ihr ein gesunderes, sauberes Lebensmittel darfst oder nicht umerspielen.

00:11:31: Identieren!

00:11:32: Dass die gesund bleiben.

00:11:33: Du musst dir eine Kur melken und dann kannst du nicht sagen heute habe ich keine Lust.

00:11:36: Ja?

00:11:37: Du musst das schon jeden Tag machen und du musst Boxer-Durchhalte vermögen.

00:11:41: Das kommt aber während dem Ton und wenn du in den Arbeitsfluss drinnen bist, dann funktioniert das so.

00:11:46: Denkst du nicht mal darüber nach und du bist einfach nur glücklich und schön, wenn die Kier draußen auf dem Weiden zufrieden liegen, die Kirglücken herrscht noch durch den Mommel am.

00:11:54: das ist schon was Schönes, sind schöne Stimmungen auf der Alm und das macht es auch besonders.

00:11:58: Wenn

00:11:58: man dir zuhört hat, macht das Gefühl du bist eine die gerne hineinspürt.

00:12:01: also wenn du sagst da ist zuerst dieses Chaos wenn alle Kühe oben sind einander noch nicht kennen wenn sich aus der Unordnung die Ordnung wieder formen muss wenn mal erst wieder alle Handgriffe sozusagen zum ersten Mal in diesem Sommer tut Was is denn die Magie die es für dich ausmacht?

00:12:16: Auf der Almen zu sein?

00:12:17: Was zieht Dich denn hinauf?

00:12:18: Die Landschaft!

00:12:21: und das Rundherum, die Natur, die da oben ist.

00:12:25: Die Kirche haben ja die Gabel, also das Gras, die Kreiter zu fristen, zu essen, zu verdauen und uns Milch zu schenken.

00:12:33: Und die Milch, das ist ein wertvolles Lebensmittel, was wir da haben.

00:12:36: Das ist so inhaltsstoffreich mit Vitaminen und Eiweiß Und wir Menschen haben die Möglichkeit und die Fähigkeit, Drauskäse zu machen.

00:12:46: Die auch Milchhaltbar zu machen und den Sommer zu konservieren.

00:12:49: Den Sommer zu Konservieren?

00:12:51: Das ist ja ein schöner Satz!

00:12:53: Also das heißt hauptberuflich konservierst du den Sommer für uns.

00:12:56: Ja genau.

00:12:58: Und auch rundherum den Erhalt von den Almen dadurch dass die Kühe oben sind, die Rinder... ...und die Flächen frei halten, offenhalten unsere Landschaft gestalten und formen.

00:13:07: Was

00:13:08: würde denn passieren wenn man die Alme nicht mehr bewirtschaftet?

00:13:10: kannst du uns das einmal erklären Wenn man da nicht rauf geht, wenn man diese Flächen nicht mit den Kühen beweidet.

00:13:14: Was passiert dann?

00:13:15: Die

00:13:15: Wachsunzuren verwiltern.

00:13:16: Unser Landschaftsbild wird sich verändern.

00:13:19: Das würde ein Streuker durchwachsen.

00:13:21: Es geht schneller als man denkt und das Erholungsgebiet für uns Menschen ist einfach nicht mehr da.

00:13:26: Und die Kirsuchen suchen sich dann schon irgendwo anders Platz.

00:13:29: Aber weil die ganze Biodiversität, der hier durch oben entsteht und der Halten bleibt durch, die Bewirtschaftung, das ist schon ganz was Besonderes.

00:13:37: Da muss man einfach aufgehen und das einmal bewusst ... anschauen und zägen.

00:13:42: Wenn man durch diese Almenweiden durchgeht, wie viele Blumen da wachsen, weil Herr Ortenvillfall durchsand, wie viel Schmetterlinge, Wildbienen hat er fliegen?

00:13:51: Die Murmelande, was da oben umher springen die Gamslein hinter den Berg das ist nur da, weil wir oben sind und die Almen bewirtschaften.

00:13:58: Das wird dann verwachsen und die anderen Tiere würden sich zurückziehen.

00:14:02: Was wäre wenn du einen Sommer nicht auf die Alm könntest

00:14:07: Wie ich schwanger war mit meinen Kindern, das waren zwei Sommer, wo ich im Dahl verbracht habe.

00:14:11: Ja also... Ich bin nicht für es toll getan.

00:14:15: Bis dann genießt man dann!

00:14:17: Ich sage immer das ja in die Allmauer-Welt.

00:14:20: Das ist einfach wie ein Virus entweder morgen man das und dann bleibt man dabei.

00:14:25: Aber

00:14:25: wie stelle ich mir die Arbeit vor?

00:14:26: Bist du da viel allein oben?

00:14:27: Nein,

00:14:28: nein.

00:14:28: Auch allem kann man nicht der Lampe wirtschaften.

00:14:30: Wir haben da noch zwei Angestellte, die mithelfen beim Milch und bei einer Käserreihe.

00:14:34: Das ist ja viel Arbeit!

00:14:36: Die Kier müssen zweimal am Tag einsommelt werden von den Weiden.

00:14:40: Und die kommunisten Stolle müssen gemolken werden... ...und die Milch wird dann verarbeitet.

00:14:44: Und das geht ja auch nicht nur mit einer Hand.

00:14:46: Du musst darauf die Kiers schauen.

00:14:47: Die werden auf verschiedene Weiden getrieben.. ..und die Käse arbeitet bei Anspruch der ganzen Tage.

00:14:53: Wir machen hier nicht nur allem Käse, wir verarbeiten ja die Milche.

00:14:56: In einem ganzen Kontext, wir machen Käse.

00:14:59: Das ist unser Hauptprodukt und dann bleibt die Molke zurück.

00:15:02: Aus der Molke haben wir noch Schutten, das ist ein Eiweißkäse.

00:15:06: Der Geräuchert wird auch Spezialität bei uns im Geldtal, den es nur in den Sommermonaten bei uns auf den Almen gibt.

00:15:13: Und da noch die Allenbutter, was auch ganz was Besonderes ist.

00:15:17: Da machen wir natürlich noch andere Sachen wie Dupfen an Schnittkäse oder Weichkäse, da haben wir schon eine große Vielfalt.

00:15:24: Aber du brauchst die Pflege auch noch und das ist dann schon allweitsintensiv.

00:15:28: Und das kann man nicht erlernen, ja Käse macht man nicht allein!

00:15:31: Aber das heißt, wie lebst du da oben?

00:15:33: Wie arbeitest du da unten?

00:15:35: Wie schläfst du?

00:15:36: Wie ist der Tag für euch als Gemeinschaft, die dann dort arbeitet.

00:15:39: Gib uns ein bisschen Bild mit!

00:15:41: Das würden wir mit dir

00:15:41: kommen.

00:15:42: Ja also wir siedeln auf und haben zwei Angestellte immer.

00:15:46: Die Hannah kommt jedes Jahr mit den sechs in einem Sommer mit uns und dann noch eine Praxikantin vielleicht dazu und auch jemanden.

00:15:55: In Dahl, den Bauernhof muss ja auch noch bewirtschaftet werden.

00:15:58: Wir machen das in einem Nebenerwerb.

00:15:59: Mein Mann arbeitet da noch hier und meine Spiegeleltern machen die Feldarbeit im Tal.

00:16:05: Die bringen das Heir rein.

00:16:07: Und wir kennen uns oben direkt nur auf die Alm konzentrieren und wir sagen, dass wir eine WG sind.

00:16:13: Da sind wir einfach verschiedene Leute und ihr musst uns erst einmal kennenlernen und zusammen wohnen.

00:16:20: Dann lebt man so im Verband.

00:16:24: deine Familie, also die du da eingeheiratet hast.

00:16:28: Die vermisst dich dann schrecklich im Sommer weil du da oben bist oder die kommen regelmäßig nachschauen und Käse kosten.

00:16:33: wie darf ich mir das vorstellen?

00:16:35: Die vermissen mich nicht so wirklich.

00:16:37: Viele Wochen

00:16:38: bist du tatsächlich dann weg?

00:16:39: Drei Monate, neunzig bis hundert Tage.

00:16:42: Also meine Spiegeleltern schauen auch unten im Toll das alles pastisch gießen in Garten und eben bringen das Heu ein.

00:16:49: Meine Mutter kommt da regelmäßig rauf und verföhnt es manchmal mit einem guten Essen und kocht für uns.

00:16:56: Und meine Kinder ... Also jetzt nennen wir es ja schon ein bisschen älterst hin und sich eine eigene Wege finden und suchen wollen.

00:17:03: Vielleicht gucken wir sie wieder zurück, vielleicht geht's ihnen so bei mir.

00:17:08: Die sind oben auf der Alm aufgewachsen.

00:17:10: Die haben eine so schöne Kindheit, das kannst du denen nie nehmen, die haben kein Handy

00:17:15: gehabt.".

00:17:15: Die haben keinen Empfang gehabt.

00:17:17: Die sind jeden Tag draußen gewesen und haben gespielt, die hat das auch nie vermisst ja?

00:17:21: Und die haben auch nie gesagt, jetzt muss ich wieder auf die Alm, die sind einfach gerne immer aufgegangen und haben auch mitgeholfen.

00:17:26: Was ist das Gefühl,

00:17:26: dass Bauernhof-Kinder oder Almenkinder eine andere Kindheit haben?

00:17:31: Auf jeden Fall!

00:17:32: Sie haben keinen Turm, was sie wollen.

00:17:34: Man ist nicht immer hinterher gelaufen und hat geschaut, was die tun.

00:17:37: Die haben überall mitgeholfen.

00:17:38: Wenn sie Lust gehabt haben oder keine Lust mehr gehabt sind, sind sie wieder weitergelaufen?

00:17:42: Auf jeden Fall.

00:17:44: Aber sie haben zum Beispiel dieses kulturelle Leben da mitgekriegt.

00:17:48: Also, weißt du, die Kirchtage, diese Landjugend-Veranstaltungen, das haben sie noch nicht mitgekregen.

00:17:55: Das fehlt ihnen auf der anderen Seite schon.

00:17:57: Aber das, was sie dafür gewonnen haben, diese ganzen Freiheiten und die frische Luft, die Bewegungen ... Das kann sich keiner mehr nehmen.

00:18:05: Und das andere, das holen Sie jetzt auf?

00:18:07: Ja!

00:18:07: Es

00:18:08: macht da keine Sorgen, dass die Alm ... Auf

00:18:10: jeden Fall nicht.

00:18:12: Ist ellschaftlich beeinträchtig.

00:18:13: Auf jedenfall nicht.

00:18:17: Der Druck auf Österreichs Bäuerinnen und Bauern ist groß.

00:18:20: Maschinenring unterstützt mit zwei vom Landwirtschaftsministerium geförderten Projekten.

00:18:25: Wissensausdau springt neue Agrartechniken und gezielte Schulungen, und Happy am Hof bietet Prävention und Unterstützung für die Gesundheit.

00:18:33: Mehr auf maschinenring.at oder happyamhof.at.

00:18:40: Was ist denn für dich der große Zauber, die Faszination, dass du das betreibst?

00:18:44: Weil es ist ja schon in Österreich.

00:18:45: Das muss man sagen.

00:18:46: an dieser Stelle immer wieder eine große Diskussion rund um die klein strukturierte Landwirtschaft und um die Almwirtschaft.

00:18:52: Und wenn jetzt im fernen Wien Entscheidungen getroffen werden politische Entscheidungen zum Beispiel über Almbewirtschaftung und Co.

00:18:59: Wie geht's dir?

00:19:00: dann nimmst du wahr, dass man dort versteht wovon hier gesprochen wird und wie Almleben wirklich funktioniert.

00:19:08: Man kann das schon erzählen und da sieht man aber nicht.

00:19:10: Und es ist so short, die wünscht mal, dass das ein bisschen mehr beachtert wird.

00:19:15: Weil die Kleine bauen den Sperr noch der Reihe zu.

00:19:19: Da geht's um die Marktfreiheit, die Lebensmittelpreise, die Wertschätzung der Lebensmittel, was wir da produzieren.

00:19:24: Auch Allembewirtschaftung geht nicht den Großen.

00:19:28: Auch Almenkohl ist nicht der gleiche Almenkur.

00:19:30: Wenn Kühe auf die Alm wollen, das schafft nicht jede Kuh.

00:19:34: die von einem großen Bauernhof sind, Milchleistung brennen.

00:19:37: Die in den besten Stolz sind mit dem besten Tierwohl das es gibt.

00:19:42: Die hat ein Futter gekriegt und kann auf die Weide kommen.

00:19:44: Das ist schon gegen Weiden.

00:19:46: Man sucht Kuh, aufgekommt auf die Almen.

00:19:48: Die werden jetzt von der Almenweiden und Almenwiesen.

00:19:51: Weil sie braucht mehr Energie, weil sie einfach so viel Mix produziert, dass sie drauf gezüchtet ist.

00:19:57: Obwohl sie im Stall da haben, gut geht aber oben nicht.

00:20:00: Sie hat vergessen ... dass man auch wenn aus einem Bachel Wasser trinken kann, der schreckt sich, wann's doch rauscht.

00:20:06: Und er folgt das schon wieder ein, weil sie oben ist für die Uninstinctable Dolls.

00:20:11: aber bis dorthin da hat es ja so einen Stress und wird krank und dann muss ich erst wieder installen.

00:20:17: Aber von der sehr klaren Struktur retten.

00:20:18: Landwirtschaft Da sind die Bauern motiviert in Sommer, das ist so typisch bei uns.

00:20:24: Den ganzen Stall leer zu machen, alles auf die Almaufe zum Turnen und dann ist herunter ein bisschen Pause.

00:20:28: Könne es ja ein bisschen Urlaub machen mit der Familie ein bisschen zum Meer fahren was auch immer... Auf jeden Fall hat man immer einen Ruck, da sind andere Arbeiten auch noch hinter dem Fütterung heigen und suchen Und dieser Kühe Die bringen ja nicht so eine hohe Leistung.

00:20:42: Und die kommen jedes Jahr auf die Olmen, die wissen was auf sie hinzu kommt und die kommen schon am besten fall als Kalbel auf den Olmhof.

00:20:50: Wenn sie das jedes Jahr dann so machen, dann sind das die besten Albenkeer!

00:20:54: Aber Akur, die von der Melkrober davon einen großen Stol auserkommen.

00:20:57: Die schafft kein Alpensumma.

00:20:59: Und so bricht uns so schön langsam ... die Alpenwirtschaft weg, gell?

00:21:03: Almflächen gehen verloren, es wächst zu und das verwildert.

00:21:06: Deshalb ist auch diese klanzstrukturierte Landwirtschaft wichtig, dass sie erhalten bleibt.

00:21:10: Das kostet intensiv, da stimmt ... Arbeitsintensiv, das stimmt da!

00:21:14: Weil die Tronsoren wertvollen Beitrag dazu bei-, dass man einfach unsere Landschaft erhalten, die ganze Werbung.

00:21:20: Man sieht immer von ... die Leiden von den Bergbauernhöfen ausgerichtet, von den Almen, die Kürbis umsahen.

00:21:27: Aber das hat auch seinen Preis ja?

00:21:29: In der Masse kennen wir nicht mit uns.

00:21:30: Stichwort Preiss!

00:21:31: Wie ist dann das Leben zu gestalten?

00:21:33: Du hast gesagt dein Partner geht einer Erwerbsarbeit außerhalb des Hofes nach.

00:21:39: du bist im Hof engagiert.

00:21:42: würde sich das ausgehen?

00:21:43: würde es eure Familie tragen wenn ihr beide hier Zuhause auf dem Hof sein würdet?

00:21:49: Na, das geht nur in den Nebenerwerb.

00:21:51: Das muss man schon sagen.

00:21:52: Aber ich schätze die Arbeiter haben ... Weil mein Arbeitsplatz ist da.

00:21:56: Es ist so klar, dass es für mich reicht und mein Mann hilft natürlich mit.

00:22:00: Seine Freizeit steckt man in unserem Bauernhof.

00:22:03: Die Tiere müssen ja versorgt werden jeden Tag.

00:22:06: Aber es ist nicht so arbeitsintensiv, das muss man auch sagen als wie wenn du hundert Kier hast.

00:22:12: Man ist rund um die Uhr beschäftigt, wo man Tiere hat.

00:22:16: Aber mein Mann geht arbeiten und ich habe den Arbeitsplatz allein.

00:22:19: Und wir schaffen das ganz allein ganz gut, ja?

00:22:22: Mein Einkommen ist da und ich schätze es.

00:22:24: Ich habe auch immer für die Kinder da sein können was sie haben kommen.

00:22:28: Wir haben Lebensmittel da, die wir selber produzieren und die weiß was wir haben.

00:22:31: Stichwort-Lebensmittel

00:22:33: Du produzierst verschiedene Arten von Käse.

00:22:36: Nimm mich mal ein bisschen mit welche Käsesorten machst du?

00:22:39: Was kommt aus deiner Hand?

00:22:41: Also unser Haupt Produkt ist eben der Geldteller Almenkäse.

00:22:45: Und das ist

00:22:45: der, der da steht oder so im Tisch.

00:22:48: Genau und den wir auf der Ollen machen.

00:22:50: Im Klarenverband da rund im Dahl habe ich eine kleine Hofkäserei.

00:22:55: Da machen wir ja noch verschiedene Kleinesorten mit Weichkäsen.

00:22:57: Wir machen Kammemberg an Schnittkäse, Frischkäse... Wir haben auch Schweinchen, die Mölke, die übrig bleibt.

00:23:05: Die kriegen dann die Schweinchern zum Fressen.

00:23:08: Die werden dann natürlich auch nicht mehr geschlachtet.

00:23:10: Dann haben wir Speck unter Fleisch, ja?

00:23:12: Wir haben ein paar Hühner, die uns Eier liefern und so in diesem Kreislauf-Landwirtschaft kann man ganz gut leben.

00:23:19: Wir haben einen kleinen Garten, Acker oben im Vogelkartoffel, gepflanzt werden ... Und das ist ja das Schöne, dass man so ein Teil im Kreislauf sein kann.

00:23:28: In der Kreisluft der Natur und was, was man da auf dem Tisch hat.

00:23:32: Wir verkaufen das auch in unseren kleinen Hofladden draußen.

00:23:38: Unsere Nachbarn, die kaufen bei uns ein und schätzen das auch was wir produzieren.

00:23:43: Und es ist schon etwas schönes und da muss ich einmal Danke sagen!

00:23:45: Ich stelle mir vor wenn jetzt jemand zuhört der nie in der Landwirtschaft war, der vielleicht in irgendeiner größeren Stadt Österreichs wohnt, der weit weg von Landwirtschaft ist.

00:23:54: Der oder die kann sich das wahrscheinlich schwer vorstellen dass du leidenschaftlich gerne diesen Kreislauf arbeitest wenn du doch normalerweise vielleicht nur in den Supermarkt gehen müsstest um diese Dinge kaufen könntest.

00:24:04: Aber du liebst und schätzt genau diesen Kreislauf.

00:24:08: Hast Du Hoffnung, hast Du Vision an die Zukunft?

00:24:11: Dass junge Menschen – vielleicht eure Kinder oder andere Kinder – andere junge Menschen das auch einmal noch so schätzen, dass das erhalten bleibt?

00:24:18: Oder hast Du manchmal auch Angst, dass Dein Idealismus der diese Landwirtschaft zu prägt, vielleicht doch irgendwann nicht mehr da ist?

00:24:25: Die Tendenz ist natürlich rückläufig.

00:24:27: Man sieht, die Bauernhöfe, die Klarnensperren noch der Reihe zu, weil sie eben verdrängt werden durch die Preise, durch die Marktpreise, die es sind und ich finde das auch immer so short wenn Leute aus der Stadt Lebensmittel einkaufen hier man mal eine Backelmilch oder irgendein Käse hernimmt dann sieht man dass jetzt einfach nur was zum Essen.

00:24:45: Und die Leitwissen, da steckt noch so viel mehr drin als wie nur essen oder trinken sondern das dauert so lange bis das gewachsen ist, bis das fertig ist und bis es in ein Supermarktregal drinnen ist.

00:24:55: Und diesen Wert dahinter, den soll man einmal verstehen und erkennen und dann würden wir vielleicht auch nicht immer so viele Lebensmittel wegschmeißen.

00:25:03: Das einfach mit einer größeren Ordnung hernehmen und essen und jetzt umerschmeißend.

00:25:10: Ein schöner Aspekt, also du erinnerst mich wieder auch beim nächsten Stück Käse oder beim nächsten Stück nochmal genauer hinzuschauen und dranzudenken.

00:25:17: Das ist sehr schön!

00:25:19: Du bist als junge Frau auf diesen Hof gekommen, du hattest Wurzeln die schon bäuerlich waren hast aber in diesem Hof herein geheiratet.

00:25:25: Wie war hier dieses Ankommen?

00:25:26: Auch wenn es nicht allzu weit von der Entfernung war?

00:25:28: wie war das als junge frau hier auch den Platz für dich zu schaffen und so zu gestalten dass du heute den wievielten Almsommer jetzt schon verbringen konntest?

00:25:36: Du hast dir diesen Platz erkämpft, selber gestaltet.

00:25:41: Wie hast du dir dieses Umfeld gebaut?

00:25:44: Naja ich habe kurz und lang die Möglichkeit gehabt mir das selber gestalten zu dürfen und zu können.

00:25:49: also meine Spiegeleltern haben den Bauernhof bewirtschaftet und wir haben dann den Übernahmen mit meinem Mann gemeinsam und da haben wir uns überlegt soll man jetzt weitermachen oder nicht?

00:25:58: Alle haben zu uns gesagt, sperrt's zu?

00:26:00: Das zahlt sich nicht aus.

00:26:01: Es ist viel Arbeit und geht es wohin arbeiten und das ist viel einfacher und schöner.

00:26:06: Und dann haben wir beschlossen und uns gesagt na, dass du mal nicht ... Wir haben eine Familie, wir haben Kinder, ich bin aufgewachsen und hab das auch schon unbewusst immer wahrgenommen.

00:26:14: Ich habe das einfach wertgeschätzt was wir haben und was das ist.

00:26:17: Und wir brauchen jetzt nicht ins große Denken sondern einfach ins kleine und zur Frieden sein Weit reißende Samen nicht.

00:26:24: Also ich war schon gerne mal wohin, aber bin wieder froh, dass wir ham kommen.

00:26:27: Gerade jetzt haben wir ja wieder in Brüssel.

00:26:29: Ich hab den Zusammenlehrgang absolviert und habe dann gesehen die großen Entscheidungen, die in der Politik getroffen werden und wie das funktioniert, haben auch Landwirtschaftliche Betriebe außerhalb von Brüssel im Belgien besichtigt.

00:26:42: und dann kommst du da mit Demut und Dankbarkeit, dass es wirklich schön ist.

00:26:46: Und das ist richtig eine Berle der Landschaft hier.

00:26:50: Das ist wieder einmal Bestätigung, dass wir da schon richtig machen.

00:26:53: Und viele wünschen sich ja einen kleinen Bauernhof wie wir haben, wo alles da ist.

00:26:59: Jeder, wenn du ihn fragst auf seinem Lebensziel, der sagt mein Lebensziel ist irgendwann auf einem kleinen Sacherl, auf einem neuen Hof zu leben und die ganz Verrückten mit Verlauben und Wertschätzung gesagt, die glauben danach als Selbsterhalter weil sie nicht wissen, wie viel Arbeit es ist.

00:27:13: Ja genau das wird ausgeblendet.

00:27:15: Genau und die Vision vieler Österreich und Österreich oder?

00:27:21: Und so dürfen wir leben und das ist schon was Besonderes.

00:27:24: Was heißt es für dich als Frau, diesen Lebensplatz des Bäuerinnen zu gestalten?

00:27:29: Als Sännerin wirksam zu sein, als Mutter deinen Kindern so etwas wie Almsommer geboten zu haben oder eine Freiheit in der Kindheit erleben zu lassen.

00:27:39: Wie hast du dein Leben gestaltet?

00:27:42: Du bist vor forty Jahren alt.

00:27:44: Wie zufrieden bist du mit deinem Leben bisher her?

00:27:47: Also ich bin sehr zufrieden, was das jetzt an wirklich sagt.

00:27:50: Es sind schon immer große Herausforderungen im Brasselnaufan ein.

00:27:53: Als Bäuerin ist man immer in einer mänadumierten Welt.

00:27:56: Und gerade mit den Bauern, die Nachbarschaften und der Agrargemeinschaften.

00:27:59: Wenn du als Frau jetzt an allem bochtest, dann wirst du nicht kehrt.

00:28:02: Und wenn ich da auch nicht zwanzig bist, dann denkst du dich nicht, was will ich sagen?

00:28:06: Man muss sich einfach immer doppelt beweisen.

00:28:08: Man muss zuerst einmal die Arbeit richtig gut machen und sagen, schau das bin ich, das kann ich!

00:28:12: Und dann wird mein erstes Kehrt.

00:28:13: amon hat es doch einfach leider.

00:28:15: Der braucht ja mal so ein Kornion auf dem Glammse alle.

00:28:17: Also ich

00:28:19: muss sagen, ich glaub's dir auch, vielleicht die ersten Mal ... Wenn du auf dein Leben schaust, auf das, wie du es gestaltet hast.

00:28:27: Gibt's Dinge, die du anders machen würdest heute aus heutiger Sicht oder würdest du alle denselben Weg gleich gehen?

00:28:32: Ja, das ist eine spannende Frage aber zurückblickend würde ich den gleichen Weg wiedergehen.

00:28:37: Das passt ganz gut!

00:28:38: Weil wenn ich jetzt noch so nachdenke... Ich bin auf einem Bergbau-Hof aufgewachsen und wollte eigentlich nie beirren werden weil ich habe dann die Möglichkeit gehört und bin dann trotzdem rausgekommen in der Welt und hab durch die Gastronomie auf Saisonen an anderen Perspektiven gesehen, und das hat man aber nicht gepasst oder getaugt.

00:28:53: Und ich habe halt was anderes gesucht und bin dann dadurch wieder in die Landwirtschaft zu den Wurzeln zurückgekommen.

00:28:59: Das ist schon etwas, was an Erdett verwurzelt und eine schöne Arbeit

00:29:03: ist.".

00:29:04: Das gefällt mir schon ganz gut.

00:29:05: Also, kann ich eigentlich nicht sagen, dass sie was falsch gemacht haben?

00:29:08: Und auch die Kinder, die haben nie gemerkt und schimpft mal, das ist eine Plätsinn, das mag ich nicht.

00:29:12: Die haben einfach gern mitgetan.

00:29:14: Mein Sohn ist jetzt in Wiener studiert auf der Boku.

00:29:17: Und er ist so naturverbunden.

00:29:18: Was er einmal weitermachen wird ... Man sagt wohl immer... Man muss seinen eigenen Weg gehen, auch wenn ein Partner nicht für die Landwirtschaft ist, das funktioniert.

00:29:28: Aber man braucht das Verständnis dafür.

00:29:30: Weil du bist dann da und musst am Wochenende die Tiere versorgen.

00:29:33: Und dort muss der Partner das Ververständnis haben, dass er so ist?

00:29:36: Ja genau!

00:29:37: Und dass man nicht jederzeit irgendwo hinfahren kann auf Urlaub, dass man alles organisieren muss.

00:29:43: Dass wer da ist, der auf die Tiere schaut... Man ist einfach nicht mehr so frei, weil man eben die Verantwortung hat.

00:29:48: Das muss am Bewusstsein und der Partner verstehen.

00:29:51: Deshalb kann man das noch nicht sagen wie es weitergeht?

00:29:54: Ich will an den Kindern nicht in dem Weg stehen und sagen ihr müsst das tun!

00:29:57: Sie sollen sich einen eigenen Weg finden und dann machen sie das schon.

00:30:01: Wie lebst du Partnerschaft hier auf dem Betrieb bzw.

00:30:06: wenn ihr im Sommer dann teilweise auch getrennt seid, längere Zeit?

00:30:10: Wie lebt man da Partnerschaften?

00:30:12: Wenn wir drei Monate voneinander getrennen ist, sieht es euch ab und zu oder zwischendurch besuchtet ich am Abend?

00:30:17: Oder wie darf man sich diese Partnerschaft dann auch vorstellen?

00:30:20: Oder ist es genau das Geheimnis eurer guten Ehe dass ja manchmal einige Monate getrenn von einerseits?

00:30:26: Wir

00:30:26: sind nicht wirklich getrennte.

00:30:28: Roland fährt jeden Tag rauf und runter.

00:30:31: Der nimmt dann auch immer die Lebensmittel mit in den Stall.

00:30:33: Wir müssen das verkaufen, was wir oben produzieren und er verkauft es da unten.

00:30:38: Und verdient dort drauf und hilft uns auch.

00:30:40: Es sind ja schwere Arbeiten manchmal, die man als Frau nicht so bewältigen kann, wenn bei der Kühe etwas fällt.

00:30:46: Da braucht man schon auf der starken Hand und dafür ist man schon froh, wann einer Mann an der Seite ist.

00:30:50: Das geht jetzt ein bisschen alles so einfach hier unter Unterstützter und hilft an uns.

00:30:54: Das machen wir dann schon

00:30:54: gemeinsam.".

00:30:56: Und trotzdem ist aber diese Zeit, die wir auf der Alm sind in drei Monaten.

00:30:59: Wir leben ja dann in der WG.

00:31:01: Da gibt es ja kein Familienleben.

00:31:02: Wir sind eine große Familie und erst da haben wieder ... müssen wir uns schon wieder zusammenfinden Gemeinsame Gespräche suchen und das ... Ja, das wird auch sein Zauber.

00:31:13: Das passt schon ganz gut!

00:31:15: Du hast heute viel von Dankbarkeit gesagt?

00:31:18: Und ich sehe ja hier bei deinem Tisch einen Satz, den ich gefunden habe.

00:31:22: Nicht die Glücklichen sind dankbar, es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

00:31:26: Ist Dankbarheit eines deiner Lebens- und Glücklichkeitsrezepte?

00:31:30: Ja anscheinend.

00:31:31: Stimmt schon, ja.

00:31:33: Man braucht nur bei der Tier ausschauen und sehen was man hat... Wirklich alles sauber und kreieren bei uns.

00:31:40: Bei uns geht's gut, oder?

00:31:41: Wir sind kein Hungerleiden!

00:31:43: Es ist keine Krieg, es ist Frieden... wir haben einfach alles was man will.

00:31:47: Und was will man noch mehr?

00:31:48: Du musst mal schon dankbar sein für unser Leben und dass wir in der Zeit, was wir jetzt haben, aufwachsen dürfen.

00:31:54: Ich denke oft zurück, wir haben ein Archiv in uns beim Gelteller Almkäse.

00:31:58: Wir haben ja markenschutzame Beantragung vor einem Dreißigjahr Über die Geschichte geforscht waren und da haben wir von der Urkunde, wo ich das erste Mal im Geldteil schon erwähnt war.

00:32:11: Und wenn man denkt, in welcher Zeit man sich wieder befindet, dann ist es bis zu den USA.

00:32:19: Da haben die Leute schon gearbeitet auf den Almen und haben Käse produziert und in einer Landwirtschaft.

00:32:24: Das haben sie aber nicht getan weil sie es gerne machen.

00:32:27: als er leidenschaft ist, sondern weil sie Hunger gehabt haben.

00:32:29: Und denen ist es da wirklich ums Überleben gegangen.

00:32:33: und jetzt haben wir eben diese Verantwortung dort dass man unsere Landschaft das was sie damals auch schaffen haben die Leute erhalten.

00:32:39: und das darf man nicht.

00:32:40: so leicht sind ich auf einem Spiel stellen.

00:32:42: und da stelle mir dann schon eine erste Reihe und sag hier schau mal was wir da haben.

00:32:47: Wir haben da im Gelddoll so schöne Almen.

00:32:50: Man kann doch Wondern gehen, Ausflüge machen... wir kriegen eine gute Jause oben die Gäste werden ja bewirtet und da gibt es einfach unsere Kulinarik wird da präsentiert im Geld Doll und das zahlt sich dann schon aus zu ziehen zum Gehen und das muss man auch sagen und sagen Das haben wir!

00:33:07: Jetzt von mir.

00:33:09: Dein großartiger, geiler Käse, da verkostet wird dieser Spekträr so unfassbar herduft, dass ich mich eigentlich kaum mehr konzentrieren kann.

00:33:17: Darf ich mit dir noch mit einem kurzen Wordrap aus diesem heutigen Gespräch aussteigen?

00:33:20: Ja und da bin ich gespannt!

00:33:22: Ich bin jetzt gespannt was du sagst... Ich bin

00:33:25: Bäuerin und Sennerin

00:33:27: Mein Hof in einem Satz

00:33:29: Eine kleine Oase

00:33:32: Mein Tiefpunkt

00:33:34: Mein Tifpunkt.

00:33:35: das ist jetzt ein schwieriger Das kann ich sagen, gar nicht so viel antworten.

00:33:41: Habe ja einen Tiefpunkt nach.

00:33:42: Ich kann das jetzt gar nicht sagen...

00:33:44: Also du hast keinen?

00:33:46: So auf die Schnelle folgt man das jetzt nicht ein.

00:33:48: Mein Mutausbruch?

00:33:50: Mutausbuch!

00:33:52: Wenn ich neue Dinge ausprobiere und dann einfach drauf los arbeit und jetzt weiß was außen kommt.

00:34:00: Mein Herzensmoment

00:34:02: Meine Herzensmomente sind jedes Jahr der Allemauftrieb und auch der Allenabtrieb.

00:34:06: Weil man ist auch beim Allemobtrieb immer dankbar, wenn alles gut und gesund wieder ins Tollowell kommt und das wieder ein bisschen weniger Arbeit wird.

00:34:13: Da gefreut man sich dann schon auch wieder.

00:34:15: Und mein Antrieb?

00:34:18: Mein Antrieb ist ... das Leben selber!

00:34:21: Schön!

00:34:23: Ich sage vielen herzlichen Dank dass ich bei dir zu Gast sein durfte mit dir sozusagen in einem Dialog ein bissel auf der Alm sein durften Und ich sage danke, dass du uns dein Hoftour und deine Hoftüren heute geöffnet hast.

00:34:37: Vielen Dank!

00:34:38: Ja, schön sein, wenn ihr da seid und die Leute ja einmal zu besuchen auf der Alm, nicht nur im Dahl sondern auch mal oben auf der Almen.

00:34:44: Achtung, ich komme wirklich!

00:34:46: Das wäre super!

00:34:47: Danke

00:34:47: dir!

00:34:49: Die hat die Folge gefallen?

00:34:50: Die Lebensgeschichte hat dich inspiriert?

00:34:52: Dann schickst doch weiter.

00:34:53: Wir freuen uns über jedes Like und wenn Du keine Folge verpassen möchtest dann aktiviere die Glocke und Du wirst immer benachrichtigt, wenn eine neue Folge erscheint.

00:35:01: Der Podcast der Bauernzeitung HofTour auf erscheint vierzehntägig auf allen gängigen Podcast-Plattformen.

00:35:07: Wer die Bäuerinnen nicht nur hören, sondern auch sehen möchte findet ergänzende Eindrücke und Einblicke zum Podcast auf den Social Media Kanälen und auf bauernzeitungen.at.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.