Folge 9: Tür und Tor geöffnet hat Stadtbäuerin Irene Maria Trunner
Shownotes
Irene Maria Trunner fährt Traktor in Wien, baut Getreide zwischen Hochhäusern an und zieht nebenbei zwei Kinder groß. In der neunten Folge spricht die Ackerbäuerin, Betriebsführerin und Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Wien über einen Alltag, der alles andere als gewöhnlich ist. Ihr Partner geht einem anderen Beruf nach, die Verantwortung für den Betrieb trägt sie allein. 60 Prozent ihrer 100 Hektar liegen in Wien, der Rest in Niederösterreich. Was für viele absurd klingt, ist für sie schlicht ihr Leben. Und sie lebt es mit einer Überzeugung, die ansteckend ist. Stillstand ist ihre Sache nicht. Am Hof soll künftig Schule am Bauernhof angeboten werden, mit Streichelzoo und echten Einblicken in die Landwirtschaft. Wer Landwirtschaft versteht, schaut nicht mehr so irritiert drein, wenn an der Ampel ein Traktor vor einem steht. Diese Blicke kennt sie als Stadtbäuerin nur zu gut. Sie will, dass Landwirtschaft in Wien bleibt. Für die Stadt, für die Gesellschaft und für ihre zwei Kinder, an die sie den Hof eines Tages weitergeben will. Dass das nicht immer einfach ist, macht sie in dieser Folge deutlich. Die Eltern wohnen noch am Hof, das bringt Wärme, aber manchmal auch Reibung.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Dieser Podcast wird ihr präsentiert von Maschinenring.
00:00:04: Mein Name ist Sabine Kronberger und mein Herz schlägt für die Landwirtschaft, besonders für die Bäuerinnen unseres Landes!
00:00:10: Wie diese Frauen ihr vielfältiges Leben gestalten, Verantwortung übernehmen und landwirtschaftlichen Betrieben ihre Handschrift verleihen beleuchten wir im Podcast der Bauernzeitung.
00:00:19: Dafür öffnen uns die Bäueren Tür-und Tor.
00:00:22: Wir treten neugierig ein und nehmen dich mit wenn es heißt Hoftor auf Tür und Tor geöffnet hat uns heute.
00:00:32: Irene
00:00:33: Maria Trunner!
00:00:34: Und das mitten in Wien, egal mit wem ich vorher gesprochen habe als ich erzählt hab Ich fahr zu einer Bäuerin nach Wien war die lustigste Antwort eigentlich die ja.
00:00:42: und wo hat ihr einen Bauernhof links vom Steffansdom?
00:00:45: Nein da ist er nicht ganz nämlich er isst ihn
00:00:48: am Rand von Wien im XXI Bezirk in Leopoldau.
00:00:51: Landwirtschaft in Wien.
00:00:52: Das ist per se schon mal ein Thema, das für viele Fragezeichen aufwirft.
00:00:58: Die einen wissen gar nicht dass es das gibt.
00:01:00: die andere fragen sich wie das geht.
00:01:02: mit Wien verbindet man dicht bebautes Gebiet.
00:01:05: Viele Menschen auf einem Platz vereint.
00:01:07: vielleicht nimmst du uns mit auf deinen Hof auf dem wir heute sein dürfen.
00:01:12: Wie gelingt Landwirtschaft?
00:01:13: In Wien?
00:01:14: Wie darf man sich das überhaupt vorstellen?
00:01:16: Ja, Landwirtschafts im Wien gibt es.
00:01:18: Wir sind noch sogar mehr als vierhundertfünfzig Betriebe in Wien, das möchte man gar nicht glauben.
00:01:23: Die größte Herausforderung aber auch Chance, würde ich sagen, sind die Leute, die man hinterm Tor quasi hat?
00:01:30: Ich hab's nämlich wirklich hinterm Tour, die Gemeindepaute schauen wir in den Garten hinein.
00:01:36: Also ich habe keine Freiflächen hinter dem Hof mehr also das weiteste was ich fahren muss in nineteen Kilometer eine Strecke Im Machfeld habe ich auch einige Flächen, die ich bewirtschaften darf.
00:01:47: Das meiste ist auch bei uns Wienerbetrieben das Dreiviertel der Flächen zugebrachte sind.
00:01:53: Manche sind es nur zur Nutzung überlassen und das ist halt ein Thema.
00:01:57: Das heißt, Landwirtschaft in Wien.
00:02:00: Wenn ich da noch mal einhaken darf ... Wir wissen ja, dass in vielen Bundesländern manchmal schon ein Thema ist, wo darf man einen Stall hinbauen?
00:02:07: Wie ist es wenn am Wochenende plötzlich der Traktor fährt?
00:02:10: Wir reden von Hochbetrieb im Sommer, wo am Land in den österreichischen Bundesländern schon viele Menschen ein Problem haben, weil da der Metresch unterwegs ist.
00:02:20: Jetzt betreibst du tatsächlich Ackerbau und wir sind durch deinen Hinterhof hineingegangen ins Gebäude, ins Familiengebäude tatsächlich im Innenhof der große Traktor.
00:02:29: Und ich habe dich sofort verblüfft gefragt, ist das der Traktor mit dem du auch hinaus fährst bis nach Niederösterreich auf eure Flächen die bewirtschaftet werden?
00:02:37: Wie geht es, wirst du da oft angehüpft?
00:02:39: wie ist das Verständnis in Wien für einen Traktor, der einem auf der Straße vielleicht vorfährt?
00:02:44: Ja, ich hab tatsächlich schon mehrere Journalisten auch am Hof gehabt.
00:02:49: Es IS Mein Betrieb stand dort.
00:02:52: Und ich habe auch keine Halle irgendwo außerhalb von Wien, was viele glauben.
00:02:56: Man braucht irgendwann einen Umschlagplatz oder eine Rangierhalle ... Nein!
00:03:00: Ich hab das nicht.
00:03:01: Den Hof muss man mit einem Anhänger drückschieben können.
00:03:04: Das ist das, was man lernt, wenn man da aufwächst.
00:03:07: Die größte Herausforderung am Fahren auf der Straße bei uns in Wien sind die Arbeitsbreiten oft?
00:03:14: Leute wollen sich überall durchzwicken, alle haben es eilig und wollen immer schnell von da nach
00:03:18: hin
00:03:18: kommen.
00:03:20: Man muss für alle mitdenken!
00:03:21: Das macht's ein bisschen wütziger, sag ich einmal... Ich hab praktisch immer zu Hause gearbeitet.
00:03:34: Jetzt bin ich in den Hof übernommen.
00:03:37: Ja, da hab ich ... muss ich sagen.
00:03:39: Meine Eltern sind sehr cool.
00:03:40: Ich bin die Jüngste von vier Kindern.
00:03:42: Also es haben eigentlich schon viele andere vor.
00:03:45: mir hätten die Chance gehabt den Betrieb zu übernehmen und wir sind doch nicht nur Töchter.
00:03:50: also ich habe zwar zwei Schwestern und einen Bruder.
00:03:52: natürlich hat die ganze Welt glaubt der Bruder muss das schupfen.
00:03:56: Es war auch eine Zeit lang, die eigentlich schon die Idee dass es so sein könnte.
00:04:00: er hat auch eine zeitlang daheim schon gearbeitet mit meinem Vater gemeinsam Aber ich habe mich immer an Betrieb gesehen.
00:04:07: Ich habe immer gewusst, dass ich das mache und ich hätte mich auch mit meinem Bruder hier gesehen.
00:04:11: Das wäre kein Problem für mich gewesen weil ich wusste, ich bin da und ich bleibe da.
00:04:15: Ich will das machen!
00:04:16: Ich habe das als Kind gewusst.
00:04:18: Und wann ist der Zugang?
00:04:19: Du hast ein junges Mädchen eigentlich schon gewusst... Warst du nicht so wie viele andere in Österreich typisch weiblich geprägt, was eine Frau zu tun hat am Bauernhof?
00:04:28: und soweit war für dich immer klar den Hof übernehme ich.
00:04:31: Hat das alles keine Rolle gespielt?
00:04:33: Alte Denkmuster zum Beispiel.
00:04:34: Ich habe es vor meinen Eltern gewusst.
00:04:36: Okay
00:04:37: Mein Vater oder meine Eltern beide wahrscheinlich haben eher glaubt der Bruder wird das machen Altenkmuster.
00:04:44: Ja ich bin da halt zachstandhaft geblieben Und ich hab einfach gewusst ich werde etwas da machen Und wenn es mit ihm gemeinsam ist, dann wird's auch so sein.
00:04:54: Du hast
00:04:55: die Hackmatura gemacht eigentlich bis du mal erste Richtung war nicht gleich agrarisch?
00:04:59: Ja das sagen viele.
00:05:00: ich habe das immer furchtbar gefunden, wenn sie in der Landwirtschaftsschule anschließend gemeint haben Ich bin ein Quereinsteiger und das hat mir echt sauer aufgestoßen.
00:05:09: Weil alles andere als ein Querensteiger.
00:05:11: Sagt dass man das muss.
00:05:12: Also echt spannend!
00:05:13: Ich
00:05:13: wollte einfach nicht ins Internet gehen.
00:05:14: Ich wollte nichts weg vom Dorfleben da.
00:05:17: wir sind eine sehr aktive Pfarrer.
00:05:19: bei uns gibt es Brassmusik und alles drum und dran.
00:05:21: Da war ich überall involviert und ich wollte einfach nicht weg.
00:05:24: Und auch nicht vom Betriebsnetzern.
00:05:25: Damit hast du
00:05:25: dich für die Handelsakademie entschieden?
00:05:27: Genau,
00:05:27: da hab' ich mit Bus jeden Tag hinunterfahren können.
00:05:29: in Wien ist halt das Sauchkommot.
00:05:31: Und dann habe ich später im Führerschein gehabt, die landwirtschaftliche Ausbildung, Facharbeit oder Meister.
00:05:36: Wo hast du diese Ausbildungen gemacht?
00:05:38: Den Facharbeit habe ich in Obersimbrum gemacht und den Mistel braucht eine Meisterausbildung.
00:05:43: Das heißt, ich sitze bei einer landwirtschaftlichen Meisterin, einer Mutter von zwei Kindern, einer Partnerin eines Mannes der mit dir ebenfalls diese Familie hier auch in diesem Umfeld führt und einer Betriebsführerin.
00:05:56: Was heißt das?
00:05:57: Mutter zu sein, Betriebführerin zu sein die Chefin am Hof zu sein Die Bäuerin zu sein Und jetzt verrate ich es an der Stelle noch dazu außerdem noch im Funktionärswesen in der Interessensgemeinschaft auch zu sein als Vizepräsident in der Landwirtschaftskammer Wien.
00:06:14: Das sind schon verdammt viele Hüte.
00:06:17: was bedeutet es für dich in so vielen Facetten zu glänzen?
00:06:21: Ja, es ist herausfordernd.
00:06:23: Ich wollte ursprünglich das Amt der Vizepräsidentin nicht begleiten aber ich habe mich dann breitschlangen lassen.
00:06:30: dafür bin ich auch gut im überredet werden.
00:06:35: Aber ich mache das jetzt seit Jahr zwanzig und es passt ganz gut zu mir!
00:06:40: Ich bin nicht auf den Mund gewahlen und das ist für sowas ganz notwendig Und ich kann gut verbindend wirken, glaube ich.
00:06:48: Was jetzt den Gartenbau zum Beispiel betrifft und auch die Weinbauern?
00:06:52: Ja, die Herausforderung liegt doch ein bisschen an mir persönlich weil ich mir ungern helfen lasst.
00:06:58: das macht es für mich auch ein bisschen schwieriger.
00:07:00: Ich schaffe das schon, ich mache das schon.
00:07:03: Also ich muss immer mehr lernen da auch Hilfe und Unterstützung anzunehmen Weil ich will dann auch meine Eltern haben andere Enkerl nach, ich will sie nicht unnötig strapazieren.
00:07:13: Das
00:07:14: heißt du hast die Eltern auch noch mit an Betrieb?
00:07:16: Genau!
00:07:17: Mein Vater arbeitet mit mir in einem Betrieb, wir sind zu zweit.
00:07:20: Wir haben keine fremde Arbeitskräfte oder so... Ich bin froh, dass ich ihn habe.
00:07:25: Das heißt aber auch es ist ein Generationenhaus?
00:07:27: Es ist ein Generationenhaus!
00:07:29: In vielen Gesprächen mit den Bäuerinnen und den anderen Podcast aus den anderen Bundesländern haben wir immer wieder das Thema Generationen angesprochen.
00:07:36: Sei es jetzt bei Sonja Wind im Burgenland wo ihr Partner nach dem Suizid quasi nicht mehr da war und sie die Schwiegereltern, mit denen sie ja sonst keine Beziehung hatte, nach wie vor um sich hat... Wir haben im Zillertal mit Leni von Bichelhof gesprochen Die uns erzählt hat, wie schwierig das ist.
00:07:52: Weil quasi der Hofbesitz eine Generation nämlich einen Schwiegervater sozusagen übersprungen hat und zuerst die älteren und dann den ganz jungen am Werk waren.
00:08:00: Wie schwierig es ist da die Rolle zu finden?
00:08:02: Wie gestaltet sich bei euch zusammenleben?
00:08:06: Ist es herausfordernd, ist es amikal Und für alle passt immer alles?
00:08:11: oder stellt man sich das einfach so schön vor?
00:08:12: In Wahrheit muss man sich auch zusammenraufen.
00:08:14: Naja
00:08:14: manche stellen sich das schon nicht vor weil dann ist immer kochterheim und so.
00:08:18: Das kommt ganz auf.
00:08:19: Das ist ja praktisch, wenn die Mama da wohnt.
00:08:21: Weil dann kocht sie mal mit!
00:08:22: Es ist eigentlich hier umgekehrt, muss ich sagen... Nein wir machen uns alles selber.
00:08:30: Also es sind zwei Haushalte.
00:08:31: Es ist wohl ein Dach aber jeder hat seine Küche und jeder hat sein Ballezimmer und das ist alles schon getrennt.
00:08:38: Wir sehen uns im Hof.
00:08:39: Wir können uns von den Terrassen winken, aber das ist bei anderen die Türen-Türwohnen auch so.
00:08:45: Die größte Herausforderung vielleicht die ältere Generation ein bisschen Platz machen muss, was für meinen Vater schon ein größeres Thema war.
00:08:54: Weil er ist ja da der Chef gewesen und das sein Elternhaus.
00:08:57: Und es ist bei uns eben so, dass der Mann dazu gekommen ist, also mein Mann ... Was vielleicht noch mal kann ich mir vorstellen einen Unterschied macht als wenn die Frau dazu käme?
00:09:08: Da muss der Mann schon, finde ich, Mann sein, dass man sich da ...
00:09:11: Seinen Platz sucht.
00:09:12: Ja, und ein bissel ... Ich sag jetzt mal... ich ihn dann stellt.
00:09:15: Ich setze nicht der Chef im Haus, wie es mich vermuten möchte sonst von den Männern riechen.
00:09:20: Ich muss das vorsichtig formulieren.
00:09:25: Er ist zu unserem Hof gekommen und wir haben dann gemeinsam umgebaut.
00:09:28: Die Eltern sind auch dann erst...
00:09:30: Kommt er aus der Landwirtschaft?
00:09:31: Er ist Silo-Meister, er ist in der Saatgurtproduktion tätig.
00:09:34: Also
00:09:34: er ist zumindest
00:09:35: der
00:09:35: thematik nahe!
00:09:37: Ja, er ist die Dematik.
00:09:38: Er weiß wie Gwendl nachschauen und hat Unterschiede.
00:09:40: Das ist schon ganz...
00:09:41: Wer fährt besser Traktor?
00:09:42: Du oder er?
00:09:42: Ich!
00:09:43: Weil er macht es praktisch nicht eigentlich bei uns.
00:09:47: Das heißt doch, er geht seiner Erwerbsarbeit nach außerhalb des agrarischen Betriebs und du bist Vollzeit und mehr in diesem Betrieb.
00:09:54: Die Bäuerinnen und die Chefin.
00:09:56: Wie ist das dann?
00:09:57: Wie findet man dann Konsens?
00:09:59: Oder wie macht ihr das, dass es im Zusammenleben gelingt und jeder seinen Platz kriegt?
00:10:06: Manchmal schafft man es nicht oder noch nichts, dass man deinen Konsens findet.
00:10:11: Ja dann ist manchmal einfach ein bisschen kühlere Stimmung sage ich mal so.
00:10:16: aber ja mein Vater ist halt der Meinung er war halt immer schon da und warum soll jetzt so viel Platz machen?
00:10:21: Und er ist dazu gekommen...
00:10:22: Es ist für alle ein Lernen grad, oder?
00:10:25: Ja
00:10:25: es ist immer noch ein Lern, wir wissen jetzt nicht das.
00:10:27: seit gestern zusammen sind es schon dreißen Jahre benannt und wie gesagt Er ist dazukommen und wir haben praktisch in meinem Kinderzimmer am Anfang gelebt.
00:10:35: Und dann haben wir das Ausgedinge hergerichtet für die Eltern umgebaut, dass er die Eltern rüberziehen konnte.
00:10:41: Dann haben wir erst bei uns da herüben, die Wohne hat hergerichtet.
00:10:45: Also ... Er war von Anfang an praktisch dabei mit dem ganzen Umbruch und so ein bisschen Platz finden.
00:10:51: Es war immer das Thema ja, ich hab das nicht notwendig.
00:10:54: Das Haus und er hat selber einen Haus Es ist immer ein bisschen Thema
00:10:59: Nachrefer.
00:11:01: Das ist sicher gar nicht leicht, wenn man egal ob Mann oder Frau das hören wir immer wieder auch, wenn eine Frau auf einen Betrieb kommt sich in sein existierendes Familiensystem, in einem Rangordnungssystem einzufinden.
00:11:14: Welche Rolle glaubst du hast hier in diesem Familiensystem als Chefin, als Bewirtschafterin?
00:11:19: Als Hofchefin, Bäuerin?
00:11:20: Na
00:11:21: ja, vermittelnde Funktionen ... Es sieht sich so zwischen den Stühlingen auch.
00:11:28: Ja, es ist manchmal mühsam muss ich sagen aber ja es wird anderen auch so gehen oder noch vielleicht Ärger die sich eben Abseits vom Bett noch alles andere teilen müssen, das ist ja zum Glück bei uns nicht so.
00:11:39: Das heißt aber er geht morgens an die Arbeit außer Haus und du gehst an die Arbeit am Hof.
00:11:44: Wir reden hier von Ackerbau wir reden Von ein sechzig Prozent der Flächen im Wiener Gebiet Die bis ins niederösterreichische Machfeld gehen.
00:11:53: wir reden von hundert Hektar.
00:11:55: was wird da angebaut?
00:11:56: Was ist euer wesentlicher Betriebszweig?
00:11:58: Getreide Hauptsächlich Weizen Tritikale Gerste Roggen Bisschen Erbsen habe ich so Begrünungsbischungen, die auch selber vermehrt zwischendurch gucken rutscht und so erbonnen.
00:12:12: Das ist im Wesentlichen sich alles
00:12:14: anbar.".
00:12:18: Der Druck auf Österreichs Bäuerinnen und Bauern is groß.
00:12:21: Maschinenring unterstützt mit zwei vom Landwirtschaftsministerium geförderten Projekten.
00:12:26: Wissensausdau springt neue Agrartechniken- und gezielte Schulungen – und Happy am Hof bittet Prävention und Unterstützung für die Gesundheit!
00:12:34: Mehr auf maschinenring.at und happyamhof.at.
00:12:41: Jetzt habe ich das Gefühl, dass landwirtschaftliche Betriebe am Land noch eher verstanden werden – noch eheher von den Menschen die mit Landwirtschaft nichts am Hut haben.
00:12:50: Jetzt bist du aber in einem Gebiet, in dem Landwirtschaft wirklich schon sehr, sehr fern ist.
00:12:54: Alles rund um Wien ist jetzt nicht das was auch landschaftlich geprägt von Bauernhöfen und Flächen, von Traktoren, die man sieht vielleicht noch der Wein, der hier in Wien ja ein großes Thema ist.
00:13:05: Aber sag uns mal auch in der Interessensvertretung Wer steht denn hinter dieser Gemeinschaft?
00:13:10: Wiener Bäuerinnen und Bauern?
00:13:12: Was sind da die Hauptbetriebszweige?
00:13:14: Was gibt es denn hier?
00:13:15: Was die Menschen draußen in anderen Bundesländern vielleicht gar nicht wissen dass das in Wina auch aus Landwirtschaft betrieben wird.
00:13:20: Naja, was die meisten wissen ist.
00:13:21: Wie du gesagt hast, das ist der Wein.
00:13:22: Ist weltweit anerkannt, die Marke Wiener Wein.
00:13:27: Wir sind die Gurken-Hauptstadt, Wien?
00:13:30: Also Gemüse glaube ich, wir sind schon auch die meisten dass es in Wien produziert wird und auch gar nicht so wenig.
00:13:36: Eben Gurken und Paradeusern natürlich auch andere Sorten aber das halt schon im größeren Maße.
00:13:43: Ackerbau ja Gibt es nach wie vor, wir sind flächemäßig wohl noch überlegen.
00:13:50: Aber an Personen die dahinter stehen ist natürlich weit weniger.
00:13:54: Was glaubst du ist das größte Bedürfnis der Landwirtschaft in Wien?
00:13:58: Bodenschutz!
00:14:01: Ressourcenschutz ist immer wieder ein Thema weil eben drei Viertel der Flächen sind gepachtet in der Regel oder zur Nutzung kann überlassen Und der ständige Bodenverbrauch ist einfach das größte Thema.
00:14:14: Also auch für euch weitaus mehr sichtbar, vielleicht wie draußen in den Bundesländern oder?
00:14:19: Ich würde es mal behaupten draußen im Bundesländer noch.
00:14:21: die Städter sind der Meinung die reichen Bauern weil wenn dann dort was baut wird dann hast du wieder etwas verkauft und dann hat jetzt viele Millionen am Konto.
00:14:29: Das ist nicht der Fall weil ich hab's entweder nur nutzen dürfen oder vielleicht gepachtet und dann ist es einfach weg für mich.
00:14:37: Also ich bin nicht der Eigentümer von den ganzen Flächen, die ich bewirtschafte.
00:14:41: Dich etwas, was dir wichtig ist, dass man solche Vorurteile auch aus der Welt schafft.
00:14:44: Also die Bäuerin mit dem großen Traktor ist die reiche BäuerIn, die Bäuerin mit der grossen Fläche, die sie vielleicht in Zukunft hergibt... ...ist die Reiche-BäuerIn?
00:14:52: Ist das was womit du aufräumen möchtest?
00:14:53: Aufklärung her!
00:14:54: Das ist sicher ein Thema.
00:14:55: ja.
00:14:55: Gibt's
00:14:56: Dinge, mit denen du aktiv konfrontiert bist, die du dann auch aufklären willst also Sätze, die bereits an dich herangetragen wurden sei es jetzt, dass du die Hofübernehmerin bist als Frau, sei es nun, dass Du Bäuerin bist im Wien?
00:15:06: Gibt´s da Dinge, damit du konfrontierst bis wir vielleicht gar nicht nachvollziehen können?
00:15:11: Nein,
00:15:11: ich glaube das kannst du schon nachvollziehen.
00:15:13: Zum Beispiel?
00:15:13: Also gerade als Frau in dem...
00:15:15: Was hörst du?
00:15:16: Naja
00:15:17: dass ich die Hofübernehmerin sein soll.
00:15:18: Ich bin jetzt in siebter Generation auf dem Standort und ich bin der erste Frau die jetzt im Betrieb führen darf.
00:15:24: Ich bin stolz drauf.
00:15:26: Es ist aber schon noch eine Verantwortung.
00:15:28: Ein bisschen eine Last will ich gar nicht sagen.
00:15:30: es klingt so negativ.
00:15:31: Ich mache sehr gern und habe mich darum gerissen Aber diese Verantwortung das in die achte Generation zu führen erfolgreich weil Ich kann mir nicht die Blöße geben, dass ich als Freuz versagen würde.
00:15:43: Macht einen anderen Druck für dich?
00:15:45: Ja, glaub schon!
00:15:47: Meine Eltern sind total cool.
00:15:49: auch bei der Übergabe war das nie ein Thema.
00:15:52: Würde ich meinen so empfindlichst stolz auf mich, dass sich das so macht wie ich es mache und auch in der Interesse... Eine
00:15:56: Mutter war auch immer in der Bäuerinnenorganisation sehr angeschaut.
00:15:58: Genau, die Bayeriannes-Bäuerin von Wien ist auch landesweit bekannt.
00:16:04: Keine leise Person.
00:16:05: Jetzt sagen wir für mir, reich wird er noch bei der Tochter?
00:16:08: Ja aufgrund der Namensgleichheit, das ist unser Vorname und der Nachname ist dasselbe,
00:16:13: gibt es auch oft Verbindungen.
00:16:15: Du bist die Irene Maria Thuner, da darf man vielleicht auch gleich einmal aufklären.
00:16:19: Genau.
00:16:21: Das heißt... Du hast ein bisschen mehr Druck vielleicht?
00:16:23: Vielleicht auch selbst auferlegten.
00:16:25: oder glaubst du, dass das wirklich auch draußen die Erwartung ist von Menschen rund um dich.
00:16:29: Naja als Frau muss man sich in der Regel immer noch mehr behaupten.
00:16:33: Ich bin jetzt auch die erste Vizepräsidentin bei uns in der Kammer Wien.
00:16:36: Auch das wahrscheinlich!
00:16:37: Das ist
00:16:38: ja mal was Besonderes.
00:16:40: Jetzt bist du aber eine Frau, die ich so erlebe dass sie sich kein Blatt vor den Mund nimmt.
00:16:44: Dass es ja direkt raus sagt was sie zu sagen hat das ist vielleicht ein Doppel deiner Überraschung für das gesamte Feld oder?
00:16:52: Ja es ist glaube ich auch notwendig in so einer Position sozusagen Das man sich draut und nicht so als Mauerblümchen jetzt irgendwo umzugeht.
00:17:05: Kann gut beobachten, bin aber auch dann gern laut wenn es notwendig ist.
00:17:08: Also dass ich mich behaupten kann... Wo ist
00:17:10: der Punkt wo du über dich hinaus gehst?
00:17:12: Wo du sagst und da werde narecht, da werd' ich laut!
00:17:15: Da wütend dafür trete ich ein, da fahrt der Zug drüber.
00:17:18: Ich
00:17:18: bin schon noch sehr diplomatisch.
00:17:20: Aber gibt's einen
00:17:21: Thema wo du sagest das ist was das kitzelt mich besonders oder das trägert mich dann dafür brennig?
00:17:26: Naja dieses.. ich muss zugeben manchmal erwische ich mich selber dabei Dass sich manchmal Leute unterschätze.
00:17:33: Da muss ich an mir auch noch mal ein bisschen arbeiten.
00:17:36: und das ist das, was mich eigentlich am anderen stört.
00:17:38: Wenn Sie glauben du bist jetzt die Frau von dem Betriebsführer der wahrscheinlich den Traktor
00:17:45: zuhause wartet.
00:17:48: Also das ist schon immer wieder wo man sich behaupten muss und sagen, nein ich hab den Betrieb genommen, ich kann genauso Traktor fahren Und ich plane praktisch, was am Betrieb läuft.
00:18:00: Du hast zwei Kinder?
00:18:01: Ist es dir auch wichtig, dass du das vorlebst?
00:18:04: Ja!
00:18:04: Deine Kinder sind vier und sechs.
00:18:06: Gibt's da ein Interesse in Richtung Landwirtschaft schon oder lieben die Momente einfach nur die Düllen, der sich aufwachsen dürfen?
00:18:13: Da hat sich schon wer angemeldet, so wie du damals.
00:18:15: Also den Hof denk' ich?
00:18:17: So direkt nicht!
00:18:18: Mein Sohn ist der Jüngere, der will jetzt noch vom Müllabfuhr bis Polizist alles werden.
00:18:24: Aber er will auch Traktor fahren – im Tag schon die Maschinen, das ist schon auffällig muss ich sagen.
00:18:30: Er sitzt gerne am Traktor einfach nur so ein Spaßhalber und das dürfen wir bei uns, wenn sonst nix ist... Natürlich wachsen unsere Kinder anders auf als die klassischen Stadtkinder.
00:18:40: Aber ich weiß nicht, ob sie es jetzt schon so zu schätzen wissen.
00:18:44: Sie dürfen halt bei uns im Hof herum rennen und haben einfach viel, wie du gesagt hast, die Tülle nach bei uns am Hof.
00:18:52: Und sie können sich ein bisschen auch probieren.
00:18:54: Ich lass halt einfach tun!
00:18:57: In einem Vorgespräch gesagt, dass dir ganz wichtig ist diese Landwirtschaft auch zu bewahren in Österreich oder auch in Wien.
00:19:04: Jetzt wissen wir nur mehr drei Prozent der österreichischen Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig.
00:19:10: das Feld ist schwindender täglich sperrenhöfe zu täglich fühlen sich Menschen an ihre persönlichen wirtschaftlichen familiären Grenzen gekommen und steigen sozusagen ins Erwerbsleben außerhalb des agrarischen Fels ein.
00:19:24: was macht das mit dir wenn du hörst da gibt sein Höfe sterben, da gibt es Familien die aufgeben.
00:19:30: Was löst das in dir aus als eine Frau, die so bäuerlich sozialisiert ist und trotzdem inmitten des städtischen Umfelds quasi beide Welten bei dir auch so vereinzt?
00:19:40: Ich habe tatsächlich schon Kontrolle, eure bei mir sitzen gehabt, die ich dann überzeugen konnte!
00:19:45: doch noch den Betrieb zu Hause zu übernehmen.
00:19:47: Die selber am Betrieb Zuhause?
00:19:49: Okay!
00:19:49: Weil es hat mich an drin seh'n, wieso wird man... Da
00:19:51: kam eigentlich zu mir zum Kontrollieren und dann hab ich mir erklärt das ist zu hause der Hofzüber
00:19:55: nicht.
00:19:55: Ja, ich habe das nicht begreifen wollen.
00:19:57: wenn ich die Möglichkeit habe weil es gibt Leute die haben die Möglichkeiten nicht detten sauber gern Wenn ich schon die Möglichkeit hab mein Gott da nutze's Und du musst das nicht so weitermachen wie sie jetzt auf die Eltern gemacht haben So herrichten, wie es dann für dich baust.
00:20:14: Ich zum Beispiel möchte gerne viel etablieren bei unserem Hof.
00:20:18: Ich möchte gern Stahl bauen.
00:20:19: Wow!
00:20:20: Ja das habe ich auch schon mir als Kind gedacht dass ich das möchte.
00:20:23: Es
00:20:23: waren ja schon normal Tiere hier auf dem Betrieb.
00:20:28: Ja wir auf jeden Bauernhof hat's praktisch von... Überall was geben.
00:20:34: Einmal alles,
00:20:34: ja?
00:20:35: Was
00:20:35: wäre so eine Wunschidee, die du hättest?
00:20:37: Was würdest du gerne auf dem Hof haben?
00:20:39: Die Idee, was ich gern durchsetzen möchte ist das Schule am Bauernhof.
00:20:42: Ich hab die Ausbildung schon gemacht und auch schon
00:20:45: mein erstes
00:20:46: Programm ... Ja, ich find', dass es bei uns in der Stadt sowieso aufgelegt wird.
00:20:49: Und es bedarf da ohne Ende!
00:20:51: Und gerade den Kindern die Möglichkeit zu geben, das ein bisschen greifbar zu machen und sein Leben.
00:20:58: Die sind so dankbar, wenn es einfach nur ein bisschen in der Natur rennen dürfen.
00:21:03: Ohne dass sie jetzt schauen müssen ob da jetzt ein Autofahrter oder irgendwas.
00:21:07: Einfach sich ausprobieren und ein bissel tun.
00:21:10: natürlich viel mehr können dazu.
00:21:12: Was für welche Tiere hättest du gern?
00:21:15: Also ursprünglich war die Idee eben Kühe zu halten habe ich noch nicht ganz abgeschrieben aber momentan werden jetzt wahrscheinlich zuerst Schafe einziehen.
00:21:23: Mein Thema ist eben, dass ich keine Weide hintaus habe.
00:21:26: Ich bin ein biologischer Betrieb.
00:21:29: Das wird es ein bisschen noch spannender machen... Was war
00:21:32: das sein in der Stadt?
00:21:33: Ein Bio-Betrieb?
00:21:34: Müssen nicht!
00:21:35: Oder
00:21:35: war das eine eigene Antwort?
00:21:37: Ich hab
00:21:37: praktisch nie von konventionellen Betrieben gearbeitet.
00:21:39: Mein Vater hat schon umgestellt, seit dem zweiten Zweifel
00:21:42: der Betriebe.
00:21:44: Der Grund für den Umstieg war einfach man hat damals nur das Notwendigste gemacht, als wenn der Hut brennt hat.
00:21:51: Dann hat man gesagt okay jetzt geht's nicht anders, jetzt müssen wir irgendwas spritzen die Schädlinge bekämpfen und das ist immer weniger notwendig gewesen.
00:21:59: dann hat mein Vater sich gedacht naja dann kann ich es eigentlich... Kann ich es fragen?
00:22:03: Dann werde ich ein Biobetrieb und ich habe den Biobbetrieb übernommen.
00:22:06: Es gab wohl schon Momente auch mit dem Preisverfall wo man sich dann schon denkt vielleicht wird man da auch wieder kommentuell einfach um durch die höheren Erträge.
00:22:21: Ein Hof ein bisschen mehr abzusichern?
00:22:22: Genau,
00:22:23: etwas mehr Auskommen zu finden.
00:22:25: Aber aus heutiger Sicht ist es kein Thema jetzt.
00:22:29: Was glaubst du denn was Landwirtschaft insgesamt gerade am meisten braucht?
00:22:32: Du sprichst ja besonders in Wien auch für viele Betriebe nicht nur für deinen.
00:22:36: Du hast doch ein Netzwerk das weit über Wien hinaus reicht.
00:22:39: Was glaubest du, was Landwirtschaft, was die Familien, was sie gerade am dringendsten brauchen?
00:22:44: Wertschätzung!
00:22:46: Wertschätzung.
00:22:47: Es ist schon ein bisschen gespalten bei uns in der Stadt, manche winken einem im Enttrag, du fährst andere zeigen dein Vogel und hupen dich an so wie du es ja gesagt hast Und wenn's dann eben stoppt?
00:22:59: ich bin manchmal verpflichtet bis zu einem gewissen Datum zum Beispiel eine Begrünung anzubauen wo ich selber weiß das wird nicht wachsen weil es einfach zu trocken ist sowie jetzt auch die letzten Wochen war.
00:23:11: Ja Ich hab halt manche Vorgaben von der EU auch, die ich erfüllen muss.
00:23:14: Der ich nachkommen muss und
00:23:16: das
00:23:17: kann man keinen Städter erklären
00:23:21: oder überhaupt niemandem, den man hat, dass da Landwirtschaft kommt?
00:23:24: Manchmal glaub' ich, dass sie glauben, man will ihnen was Zwei-Leise machen, der jetzt gerade die Wäsche im Garten aufklingt und dich falsch starkte vorbei.
00:23:32: Da hört man dann schon manchmal le unschöne Sachen.
00:23:33: Was war
00:23:33: das Schlimmste, was du jemals gehört hast?
00:23:36: Naja... jegliche Schimpfwörter kann man da hören.
00:23:40: Ich will das gar nicht so sagen, aber man wird weniger geschimpft.
00:23:45: Es ist eher ein Ignorieren von den Spaziergären und Erhalter.
00:23:52: Sie sind auch sehr ignorant.
00:23:54: Die Querfeldein hat einen Trampelpfadertuch die Ecke machen was mir bei Kontrollen wirklich Probleme machen kann.
00:24:01: Ähm, ich müsste die Trampel-Pfade rausdigitalisieren und dürft für das keine Zahlungen erhalten.
00:24:07: Und die Leute wissen gar nicht was eigentlich ... Was sie tun wenn sie da
00:24:11: durchmarschieren?
00:24:12: Ja dann hängen sie einem Akkuschen an ja.
00:24:16: Und man kann... Wenn ich nicht will dass sie da durch hat, soll ich einen Zahn machen.
00:24:20: Mhm.
00:24:21: Jaa, mal lernt wegzuschauen!
00:24:22: Ich
00:24:22: würde grad sagen, kränkt das oder macht er seine dicke Haut?
00:24:25: Also
00:24:25: es macht eine dicke Haut.
00:24:27: also es nervt mich schon immer noch aber wie quasi Jung-Einsteiger war.
00:24:33: Und ich wirklich wegen jeden Abgestiegenen habe versucht, da zu Recht zu weiß und zu erklären dass das keine Wiese ist sondern dass der Getreide angebaut ist.
00:24:40: Dass
00:24:41: man dann nicht einen Hund reinlaufen lässt?
00:24:43: Ja,
00:24:43: manche tun dann Verständnis voll und du fährst dann weiter.
00:24:48: die harschen trotzdem drüber beuteln sich die Schuhe ab und gehen weiter.
00:24:53: Es gehört ein bisschen mehr Aufklärung betrieben.
00:24:55: Das war zu Corona zum Beispiel, dieser Wertschätzung war da.
00:24:59: Nur sobald's den Leuten wieder gut geht, vergessen sie wieder.
00:25:03: Das ist eigentlich ein Jammer!
00:25:04: Dass immer schlecht sein muss und man weiß was man hat oder kaputt hat.
00:25:07: Was ist dein größter Wunsch für die Bauernschaft?
00:25:11: Oder vielleicht auch für dich?
00:25:13: Der Fortbestand, dass jeder seinen Weg findet und glücklich wirtschaften kann.
00:25:19: Und dein persönlicher, was würdest du dir für deinen Betrieb?
00:25:22: Ja auch,
00:25:22: sodass ich hier bleiben kann.
00:25:24: Also ich will nicht nach Niedersrecht ziehen müssen mit meinem Betrieb.
00:25:28: Ich bleib bestandhaft.
00:25:31: Ich bin der
00:25:32: Bäuerin, wie in Spinn oder was ist die Ansage?
00:25:33: Ja, wir in Liverpool halten uns eigentlich recht zahl, muss ich sagen.
00:25:37: Also das sind in Niederösterreich beispielsweise und manchen dürfen viel mehr da verfallen als bei uns.
00:25:44: Wir sind nach wie vor fünf Betriebe am Dorfanger und ich finde es schon bemerkenswert dass es noch so ist.
00:25:51: ja natürlich gibt's Haben bei uns auch einige keine Nachkommendier das jetzt übernehmen wollen, die da nicht interessiert sind?
00:25:58: Weil es einfach so viele Möglichkeiten gibt bei uns in Wien.
00:26:01: Das ist natürlich ein Thema... Die brauchen wir in die U-Bahn einsteigen und können... Aber du bleibst Bäuerin!
00:26:07: Und willst das auch an deine Kinder weitergeben?
00:26:09: Fix!
00:26:11: Ich danke dir ganz herzlich dass wir heute zu Gast sein dürfen auf einem bäuerlichen Betrieb mitten in Wienen wo man ihn gar nicht erwarten würde und möchte auch mit dir den finalen Wordrap einsteigern.
00:26:21: ich bin
00:26:23: Bäuerin.
00:26:24: Mein Hof in einem Satz.
00:26:26: Stadt-Landwirtschaftsbetrieb.
00:26:29: Schönes Wort, mein Tiefpunkt!
00:26:32: Habe ich noch nicht erreicht?
00:26:34: Mein Mutausbruch
00:26:37: ist wahrscheinlich Interessenvertretung.
00:26:40: Dass du übernehmen, obwohl du eigentlich gerade gar keine Zeit und keinen Kopf dafür hattest...
00:26:44: Ich versuche immer das Bestmögliche zu machen.
00:26:46: Und meinen Herzensmoment.
00:26:49: Den Betrieb so zu gestalten wie ich es mal vorstelle
00:26:53: Mein Antrieb.
00:26:54: Die Kinder?
00:26:55: Das war der Geht, das ist ein Ziel!
00:26:58: Ich danke ganz herzlich, dass wir bei dir sein durften und damit liebe Zuhörerinnen und Zuhärer die letzte Folge der ersten Staffel.
00:27:06: Neun Bauerninnen, neun Bundesländer haben ihr Hoftour geöffnet und wir haben neun ganz großartige Persönlichkeiten kennengelernt.
00:27:14: Dir ein herzliches Danke das wir da sind dürfen.
00:27:17: Ihnen und euch herzlichen Dank fürs zuhören!
00:27:19: Und schon in wenigen Wochen geht es weiter mit Staffelnummer zwei.
00:27:23: was sie tun können ist den Podcast Weiterempfehlen Die Glocke aktivieren, um keinen zu verpassen und uns treu zu sein und uns weiterzuempfehlen.
00:27:33: Alles Liebe an der Fiederhahn!
00:27:53: Wer die Bäuerinnen nicht nur hören, sondern auch sehen möchte findet ergänzende Eindrücke und Einblicke zum Podcast auf den Social-Media Kanälen und auf Bauernzeitung.at.
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